Kodierfragen zum OPS

Mit den Kodierfragen zum OPS stellt das DIMDI Fragen und Antworten zur Klassifizierung von Prozeduren (OPS) zur Verfügung. Die Kodierfragen sind nach den Kapiteln des OPS sortiert und jeweils in einer tabellarischen Übersicht dargestellt. Mit Klick auf die ausgewählte Zeile öffnet sich die ausführliche Frage mit der Antwort.
Bitte beachten: Wichtige Hinweise zu den Kodierfragen

Allgemeine Kodierfragen zum OPS

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-0011 Allgemein Mehrfachkodierung seit OPS 2.0 18.12.2013

Ist für die Kodierung einer Prozedur mit zwei oder mehr OPS-Kodes zwingend ein entsprechender Hinweis im OPS erforderlich? (OPS Nr. 0011)

seit OPS 2.0

Im OPS sind nicht alle Kombinationsmöglichkeiten von Operationen/Prozeduren mit dem Hinweis gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Kodierung erforderlich und möglich ist. Grundsätzlich ist alles, was regelhaft Bestandteil des kodierten Eingriffes ist, im Kode abgebildet. Darüber hinausgehende Maßnahmen sind zusätzlich zu kodieren, auch wenn es keinen entsprechenden Hinweis im OPS gibt.

OPS-0004 Allgemein Benutzung endständiger Kodes seit OPS 2.0 01.01.2001

Müssen immer die endständigen Kodes benutzt werden? (OPS Nr. 0004)

seit OPS 2.0

Ja, wenn ein 6-stelliger Kode vorhanden ist, muss dieser benutzt werden. Wenn ein 5-stelliger Kode keine 6-stellige Unterteilung hat, ist dies der endständige Kode. Es gibt auch 4-stellige Kodes, die keine weitere Unterteilung haben. Auch diese dürfen dann benutzt werden. 3-stellige Kodes haben immer eine Unterteilung und dürfen für die Kodierung nicht verwendet werden. In den Metadaten des DIMDI sind  die endständigen Kodes mit einem "T = terminale Schlüsselnummer" und die nicht endständigen Kodes mit einem "N = nichtterminale Schlüsselnummer" gekennzeichnet.

OPS-0003 Allgemein Verbringungsleistungen seit OPS 2.0 01.01.2001

Sollen Leistungen dokumentiert werden, die ein Patient während des stationären Aufenthaltes in anderen Krankenhäusern oder Praxen als Fremdleistungen erhalten hat? (OPS Nr. 0003)

seit OPS 2.0

Die Vergütung dieser sogenannten Verbringungsleistungen (z.B. MRT, Szintigraphie, usw.) erfolgt durch das überweisende Krankenhaus an den Leistungserbringer. Diese Leistungen sind, wenn sie Bestandteil des OPS sind, auch vom überweisenden Krankenhaus zu dokumentieren.

OPS-0010 Allgemein Inklusivum (Inkl.:) seit OPS 2.0 19.12.2012

Welche Bedeutung hat ein Inklusivum (Inkl.:) für eine Klasse? (OPS Nr. 0010)

seit OPS 2.0

Ein Inklusivum (Einschlussbemerkung) dient der näheren Definition des Inhaltes einer Klasse oder gibt Beispiele für Prozeduren, die dieser Klasse zuzuordnen sind.

Inklusiva, die bei einer übergeordneten Klasse stehen (z.B. bei einem 4-stelligen Kode) gelten auch für alle untergeordneten Kodes (z.B. für alle 5-stelligen Kodes).

Beispiel für die Zuordnung einer Prozedur zu einer Klasse:

Die jeweils im Inklusivum einer Klasse angegebenen Prozeduren sollen speziell mit diesen Kodes verschlüsselt werden.

5-490 Inzision und Exzision von Gewebe der Perianalregion
Inkl.: Inzision oder Exzision bei perianaler Thrombose

 

Beispiel für die nähere Definition des Inhalts einer Klasse:

Die jeweils im Inklusivum einer Klasse angegebenen Prozeduren können Bestandteil der im Klassentitel genannten Maßnahme sein und sind nicht gesondert zu kodieren.

5-323 Segmentresektion und Bisegmentresektion der Lunge
Inkl.: Viszerale Pleurektomie

Die viszerale Pleurektomie kann Bestandteil der Segmentresektion und Bisegmentresektion der Lunge sein und ist nicht gesondert zu kodieren.

OPS-0009 Allgemein Zusatzkennzeichen seit OPS 2006 01.01.2006

Welche Zusatzkennzeichen gibt es in ICD-10-GM und OPS und wie werden sie angewendet? (OPS Nr. 0009)

seit OPS 2006

Es gibt Zusatzkennzeichen für die Seitigkeit und für die Diagnosesicherheit.

Zusatzkennzeichen für die Seitigkeit:

R (Rechts) , L (Links) und B (Beidseitig)

  1. Ist die Angabe dieser Zusatzkennzeichen bei Diagnosen (ICD-10) und Prozeduren (OPS) obligatorisch oder freiwillig?
    Zur Spezifizierung von Diagnoseangaben ( ICD-10) dürfen die Zusatzkennzeichen für die Seitigkeit (R, L oder B) angegeben werden, d.h. die Angabe ist freiwillig; dies gilt für die stationäre und die ambulante Versorgung.
    Bei Operationen und Prozeduren ( OPS ) an paarigen Organen oder Körperteilen müssen die Zusatzkennzeichen für die Seitigkeit (R, L oder B) angeben werden, d.h. die Angabe ist obligatorisch; dies gilt ebenfalls für die stationäre und - ab dem 01.07.2006 - auch für die ambulante Versorgung. Die Schlüsselnummern des OPS, bei denen ein Zusatzkennzeichen angegeben werden muss, sind gekennzeichnet, in den Druckausgaben des OPS i.d.R. mit einem Doppelpfeil.
  2. Wie werden diese Zusatzkennzeichen in den Softwareprogrammen der Kliniken und Praxen angegeben?
    Die Partner der Selbstverwaltung regeln in entsprechenden Vereinbarungen zur Datenübermittlung, wie und wo die Zusatzkennzeichen in den Softwareprogrammen der Kliniken und Praxen angegeben werden müssen. Die technische Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen erfolgt durch die Softwarehersteller für Krankenhaus- und Praxis-Informationssysteme und kann daher bei verschiedenen Systemen unterschiedlich gehandhabt werden. Generell gilt aus klassifikatorischer Sicht, dass Zusatzkennzeichen nicht Bestandteil eines ICD- oder OPS-Kodes sind und somit auch nicht als eine zusätzliche Stelle eines Kodes bezeichnet werden können. D.h., ein vierstelliger Kode wird durch die Angabe eines Zusatzkennzeichens nicht zu einem fünfstelligen Kode. 

Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit:

A (Ausgeschlossene Diagnose) , G (Gesicherte Diagnose) , V (Verdachtsdiagnose) und Z ((symptomloser) Zustand nach der betreffenden Diagnose)

  1. Ist die Angabe dieser Zusatzkennzeichen bei Diagnosen (ICD-10) obligatorisch oder freiwillig?
    In der ambulanten Versorgung müssen die Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit (A, G, V oder Z) angegeben werden, d.h. die Angabe ist obligatorisch.
    In der stationären Versorgung sind die Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit verboten.
  2. Wie werden diese Zusatzkennzeichen in den Softwareprogrammen der Kliniken und Praxen angegeben?
    Die Partner der Selbstverwaltung regeln in entsprechenden Vereinbarungen zur Datenübermittlung, wie und wo die Zusatzkennzeichen in den Softwareprogrammen der Praxen angegeben werden müssen. Die technische Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen erfolgt durch die Softwarehersteller für Praxis-Informationssysteme und kann daher bei verschiedenen Systemen unterschiedlich gehandhabt werden.
    Generell gilt aus klassifikatorischer Sicht, dass Zusatzkennzeichen nicht Bestandteil eines ICD- oder OPS-Kodes sind und somit auch nicht als eine zusätzliche Stelle eines Kodes bezeichnet werden können. D.h., ein vierstelliger Kode wird durch die Angabe eines Zusatzkennzeichens nicht zu einem fünfstelligen Kode.

Übersicht: Welche Zusatzkennzeichen wo?

               ICD              OPS
  ambulant
stationär ambulant stationär
Seitigkeit (R, L, B) freiwillig freiwillig obligatorisch obligatorisch
Diagnosesicherheit (A, G, V, Z) obligatorisch verboten       ---       ---

Kodierfragen OPS Kap. 1: Diagnostische Maßnahmen

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-1002 Kapitel 1 Mehrfach durchgeführte diagnostische Prozeduren während eines stationären Aufenthaltes seit OPS 2.0 01.01.2001

Müssen mehrfach durchgeführte diagnostische Prozeduren während eines stationären Aufenthaltes (z.B. Herzkatheter, CCT, Sonographie, Gastroskopie) auch mehrfach kodiert werden? (OPS Nr. 1002)

seit OPS 2.0

Ja, mehrfach durchgeführte und kodierbare diagnostische Maßnahmen, die aufwendig sind, sollten auch mehrfach kodiert werden.

OPS-1005 1-202 Hirntodfeststellung seit OPS 2.0 01.01.2001

Wann ist der Kode für Hirntodfeststellung zu verwenden? (OPS Nr. 1005)

seit OPS 2.0

Der Kode ist immer dann anzugeben, wenn die Feststellung des Hirntodes entsprechend den dafür vorgesehenen Richtlinien erfolgte.

OPS-1004 1-50 ... 1-58 Biopsie mit Inzision seit OPS 2.0 01.01.2001

Was ist eine Biopsie mit Inzision? (OPS Nr. 1004)

seit OPS 2.0

Die Inzision bezieht sich auf die Art des Zuganges. Durch die Inzision wird das Biopsiegebiet freigelegt.

OPS-1007 1-272, 1-273, 1-275 Nicht genannte Kombinationen aus Linksherz-Katheter- und Rechtsherz-Katheteruntersuchungen seit OPS 2009 01.01.2003

Wie können in 1-272 nicht genannte Kombinationen aus Linksherz-Katheter- und Rechtsherz-Katheteruntersuchungen verschlüsselt werden? (OPS Nr. 1007)

seit OPS 2009

Seit  der OPS-Version 2009 ist der Kode für die kombinierte Links- und Rechtsherz-Katheteruntersuchung weggefallen. Die durchgeführten Untersuchungen werden seitenspezifisch kodiert. Unter 1-273 und 1-275 ist ein entsprechender Hinweis ergänzt worden.

OPS-301 2.1 - OPS 2008

Ein Teil der unter 1-275 genannten Untersuchungen findet sich nicht bei den kombinierten Links- und Rechtsherz-Katheteruntersuchungen. In diesem Fall ist eine passende Ziffer aus dem Bereich der isolierten Linksherz-Katheteruntersuchungen mit einer geeigneten Ziffer aus dem Bereich für Rechtsherz-Katheteruntersuchungen (1-273) zu kombinieren.

OPS-1006 1-71 Lungenfunktionsdiagnostik seit OPS 2.1 01.01.2001

Wie soll die Lungenfunktionsdiagnostik kodiert werden? (OPS Nr. 1006)

seit OPS 2.1

Die Lungenfunktionsdiagnostik kann über die pneumologischen Funktionsuntersuchungen im Kapitel 1 (Kode 1-71) abgebildet werden.

OPS-301 2.0

Die Lungenfunktionsdiagnostik kann mit dem OPS-301 nicht kodiert werden.

OPS-1003 Kapitel 1 Atemgasanalyse, Blutgasanalyse seit OPS 2.0 01.01.2001

Wie sollen die Atemgasanalyse und die Blutgasanalyse kodiert werden? (OPS Nr. 1003)

seit OPS 2.0

Die Atemgasanalyse und die Blutgasanalyse können und sollen mit dem OPS nicht kodiert werden.

OPS-1001 Kapitel 1 EKG, Blutdruckmessung, Röntgenuntersuchung seit OPS 2.0 01.01.2001

Wie sollen folgende Diagnostikverfahren kodiert werden: Routine-EKG, Belastungs-EKG, 24-Stunden-EKG, 24-Stunden-Blutdruckmessung und Röntgenuntersuchungen? (OPS-1001)

seit OPS 2.0

Die hier aufgelisteten diagnostischen Maßnahmen können und sollen mit dem OPS-301 nicht kodiert werden.

Kodierfragen OPS Kap. 3: Bildgebende Diagnostik

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-3002 3-100 Mammographie, Mamma-Markierung seit OPS 2009 01.01.2001

Gibt es eine Ziffer für die Mammographie und für die Mamma-Markierungen? (OPS Nr. 3002)

seit OPS 2009

Die Mammographie wurde in die amtliche Fassung übernommen und kann mit einem Kode aus dem Bereich 3-100 verschlüsselt werden.

OPS Version 2004 - OPS Version 2008

Die Mammographie kann in der erweiterten Fassung des OPS mit einem Kode aus dem Bereich 3-100 verschlüsselt  werden.

OPS-301 Version 2.0 - OPS-301 Version 2.1

Die Mammographie kann und soll als konventionelle Röntgenuntersuchung mit dem OPS nicht verschlüsselt werden.

OPS-3003 3-031 Stress-Echokardiographie seit OPS 2010 01.01.2001

Wie soll die Stress-Echokardiographie kodiert werden? (OPS Nr. 3003)

seit OPS 2010

Die Stress-Echokardiographie kann mit dem Kode 3-031 abgebildet werden.

OPS Version 2009

Die Stress-Echokardiographie kann nicht mehr kodiert werden.

OPS-301 Version 2.1 - OPS Version 2008

Die Stress-Echokardiographie kann in der erweiterten Fassung des OPS mit den Kodes 3-023.1 – 3-023.3 und 3-043.1 – 3-043.3 verschlüsselt werden.

OPS-301 Version 2.0

Die Stress-Echokardiographie kann zurzeit nicht kodiert werden.

OPS-3001 3-052 Transösophageale Echokardiographie seit OPS 2.1 01.01.2001

Wie soll die transösophageale Echokardiographie kodiert werden? (OPS Nr. 3001)

seit OPS 2.1

Die transösophageale Echokardiographie kann mit dem Kode 3-052 abgebildet werden.

OPS-301 Version 2.0

Die transösophageale Echokardiographie kann zurzeit nicht kodiert werden.

Kodierfragen OPS Kap. 5: Operationen

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-5006 5-808 Arthrodese seit OPS 2018 17.07.2012

Beinhaltet der OPS-Kode 5-808 Offen chirurgische Arthrodese auch eine eventuelle Korrektur der Achse und Aufarbeitung des Gelenks? (OPS Nr. 5006)

seit OPS 2018

Ja, der OPS-Kode 5-808 Offen chirurgische Arthrodese beinhaltet die Versteifung des Gelenks inklusive Korrektur der Achsenstellung durch (Keil-)Resektion und/oder (Keil-)Osteotomie der Gelenkflächenanteile. Eine Anfrischung der gelenkseitigen Knochenpartner z.B. in Form von Bohrungen wird nicht gesondert kodiert.

OPS Version 2012 - OPS Version 2017

Beinhaltet der OPS-Kode 5-808 Arthrodese auch eine eventuelle Korrektur der Achse und Aufarbeitung des Gelenks? 

Ja, der OPS-Kode 5-808 Arthrodese beinhaltet die Versteifung des Gelenks inklusive Korrektur der Achsenstellung durch (Keil-)Resektion und/oder (Keil-)Osteotomie der Gelenkflächenanteile. Eine Anfrischung der gelenkseitigen Knochenpartner z.B. in Form von Bohrungen wird nicht gesondert kodiert.

OPS-5005 5-829.d Wechsel einer modularen Endoprothese OPS 2012 25.05.2012

Ist zur Kodierung des OPS-Kodes 5-829.d immer ein Wechsel der kompletten Prothese erforderlich? (OPS Nr. 5005)

OPS 2012

Nein, Voraussetzung zur Kodierung bei einem Teilwechsel ist aber der Wechsel einer vollständigen gelenkbildenden Komponente einschließlich aller ihrer Einzelbauteile.

OPS-5008 5-923.2, 5-923.7 Verwendung von "Suprathel®" seit OPS 2012 18.12.2013

Können die Kodebereiche 5-923.2 und 5-923.7 für die Verwendung von "Suprathel®" angegeben werden? (OPS Nr. 5008)

seit OPS 2012

Ja, bis zur OPS-Version 2013 können die Kodebereiche 5-923.2 und 5-923.7 (Temporäre Weichteildeckung bei Verbrennungen und Verätzungen, durch alloplastisches Material, kleinflächig/großflächig) für die Verwendung von "Suprathel®" angegeben werden. Ab der OPS-Version 2014 gibt es hierfür die neuen Kodebereiche 5-923.a und 5-923.b.

OPS-5001 Kapitel 5 Polypektomien vs. 'Biopsien durch Inzision' seit OPS 2.0 01.01.2001

Sind Polypektomien 'Biopsien durch Inzision'? (OPS Nr. 5001)

seit OPS 2.0

Polypektomien sind Abtragungen eines Polypen meist im Magen-Darm-Bereich und werden im Kapitel 5 entsprechend der Entnahmestelle des Organs als "lokale Exzision und Destruktion von erkranktem Gewebe..." klassifiziert.

OPS-5003 5-829.d Knöcherner Defekt im Zusammenhang mit den Kodes 5-829.d OPS 2012 25.05.2012

Was ist im Zusammenhang mit dem OPS-Kode 5-829.d unter einem knöchernen Defekt zu verstehen? (OPS Nr. 5003)

OPS 2012

Als knöcherner Defekt gilt jede angeborene und/oder krankheitsbedingt, traumatisch, postoperativ/posttraumatisch entstandene Lücke in der Kontinuität eines Knochens im Vergleich zu einem anatomisch altersentsprechend normalen Knochen, die ausgeglichen und/oder überbrückt werden muss. Das geschieht, um eine normale längen-, winkel- und achsengerechte Wiederherstellung des Knochens - und damit der Gelenkfunktion - so genau wie möglich zu gewährleisten.

Dies kann z.B. vorkommen bei:

  • Versorgung von Mehrfragmentfrakturen
  • Versorgung von Knochentumoren
  • primärer Implantation einer Endoprothese bei ausgeprägten Deformitäten (z.B. Hüftdysplasie, Varus-/Valgusfehlstellung)
  • Wechseloperationen

Kein knöcherner Defekt im o.g. Sinne liegt vor bei:

  • alleinigem Vorhandensein einer Arthrose
  • alleinigem Vorhandensein von Geröllzysten an der zu versorgenden Gelenkstruktur
  • alleiniger Osteoporose ohne pathologische Fraktur (M81.-)
  • operationsbedingter Resektion eines gelenktragenden Knochenanteils

Wenn z.B. bei einem knöchernen Defekt im Pfannenbereich eine Standardpfanne und ein modularer Schaft implantiert werden, ist die Voraussetzung für den OPS-Kode 5-829.d nicht erfüllt. Der knöcherne Defekt muss immer an der knöchernen Struktur lokalisiert sein, an der der modulare Teil der Prothese implantiert wird.

Auch bei der Implantation von patientenindividuell angefertigten Implantaten muss ein knöcherner Defekt (siehe Absatz 1) oder eine angeborene oder erworbene Deformität vorliegen (z.B. Deformierungen bei Osteogenesis imperfecta). Das alleinige Vorhandensein einer Arthrose gilt nicht als erworbene Deformität im o.g. Sinne.

OPS-5007 5-829.k, 5-829.m Knöcherner Defekt im Zusammenhang mit den Kodes 5-829.k bzw. 5-829.m seit OPS 2013 01.01.2013

Was ist im Zusammenhang mit dem OPS-Kode 5-829.k bzw. 5-829.m unter einem knöchernen Defekt zu verstehen? (OPS Nr. 5007)

seit OPS 2013

Als knöcherner Defekt gilt jede angeborene und/oder krankheitsbedingt, traumatisch, postoperativ/posttraumatisch entstandene Lücke in der Kontinuität eines Knochens im Vergleich zu einem anatomisch altersentsprechend normalen Knochen, die ausgeglichen und/oder überbrückt werden muss. Das geschieht, um eine normale längen-, winkel- und achsengerechte Wiederherstellung des Knochens - und damit der Gelenkfunktion - so genau wie möglich zu gewährleisten.

Dies kann z.B. vorkommen bei:

  • Versorgung von Mehrfragmentfrakturen
  • Versorgung von Knochentumoren
  • primärer Implantation einer Endoprothese bei ausgeprägten Deformitäten (z.B. Hüftdysplasie, Varus-/Valgusfehlstellung)
  • Wechseloperationen

Kein knöcherner Defekt im o.g. Sinne liegt vor bei:

  •     alleinigem Vorhandensein einer Arthrose
  •     alleinigem Vorhandensein von Geröllzysten an der zu versorgenden Gelenkstruktur
  •     alleiniger Osteoporose ohne pathologische Fraktur (M81.-)
  •     operationsbedingter Resektion eines gelenktragenden Knochenanteils

Wenn z.B. bei einem knöchernen Defekt im Pfannenbereich eine Standardpfanne und ein modularer Schaft implantiert werden, ist die Voraussetzung für den OPS-Kode 5-829.k bzw. 5-829.m nicht erfüllt. Der knöcherne Defekt muss immer an der knöchernen Struktur lokalisiert sein, an der der modulare Teil der Prothese implantiert wird.
Auch bei der Implantation von patientenindividuell angefertigten Implantaten muss ein knöcherner Defekt (siehe Absatz 1) oder eine angeborene oder erworbene Deformität vorliegen (z.B. Deformierungen bei Osteogenesis imperfecta). Das alleinige Vorhandensein einer Arthrose gilt nicht als erworbene Deformität im o.g. Sinne.

OPS-5004 5-829.d Drei oder mehr metallische Einzelteile an mindestens einer gelenkbildenden Komponente OPS 2012 25.05.2012

Was versteht man im Zusammenhang mit dem OPS-Kode 5-829.d unter den drei oder mehr metallischen Einzelteilen an mindestens einer gelenkbildenden Komponente? (OPS Nr. 5004)

OPS 2012

Eine gelenkbildende Implantatkomponente muss aus mindestens 3 metallischen Einzelbauteilen bestehen, die in ihrer Kombination die mechanische Bauteilsicherheit des modularen Teils der Prothese gewährleisten.

OPS-5009 5-410.2, 5-411.7 Art der In-vitro-Aufbereitung hämatopoetischer Stammzellen seit OPS 2015 09.12.2015

Wie sind die Kodes unter 5-410.2 und unter 5-411.7 anzuwenden? Wo liegt der Unterschied? (OPS Nr. 5009)

seit OPS 2015

Die Kodes unter 5-410.2 sind von der Klinik anzuwenden, der der Aufwand für die In-vitro-Aufbereitung nach der Entnahme der hämatopoetischen Stammzellen beim Spender entstanden ist.

Die Kodes unter 5-411.7 sind für die Kennzeichnung der Art der In-vitro-Aufbereitung beim Empfänger des Transplantates anzugeben. Die Behandlung mit unterschiedlich aufbereiteten Transplantaten kann - unabhängig vom Aufbereitungsaufwand selbst - ggf. zu unterschiedlichem Behandlungsaufwand (z.B. durch unterschiedliche Komplikationsraten) und damit auch zu unterschiedlichen Kosten führen.

Beispiele:

  • In Klinik A werden die Stammzellen bei einem Spender entnommen und es erfolgt die In-vitro-Aufbereitung in Form einer T-Zell-Depletion. In Klinik B erfolgt die Transplantation der Stammzellen.
    Kodierung: Klinik A  gibt den Kode für die Entnahme, z.B. 5-410.11, und den Kode 5-410.21 für die T-Zell-Depletion an, weil dieser Klinik die Kosten für die In-vitro-Aufbereitung entstanden sind. Klinik B gibt einen Kode für die Transplantation, z.B. 5-411.42, und den Zusatzkode 5-411.71 für die Art der In-vitro-Aufbereitung des Transplantates an.
  • In Klinik A werden die Stammzellen bei einem Spender entnommen. In Klinik B erfolgen die In-vitro-Aufbereitung in Form einer T-Zell-Depletion und die Transplantation der Stammzellen.
    Kodierung: Klinik A gibt den Kode für die Entnahme, z.B. 5-410.11, an. Klinik B gibt den Kode 5-410.21 für die T-Zell-Depletion an, weil dieser Klinik die Kosten für die In-vitro-Aufbereitung entstanden sind. Außerdem gibt sie einen Kode für die Transplantation, z.B. 5-411.42, und den Zusatzkode 5-411.71 für die Art der In-vitro-Aufbereitung des Transplantates an.
  • In Klinik A werden die Stammzellen bei einem Spender entnommen und es erfolgt die In-vitro-Aufbereitung in Form einer T-Zell-Depletion. Klinik A stellt die Kosten für die In-vitro-Aufbereitung Klinik B in Rechnung. In Klinik B erfolgt die Transplantation der Stammzellen.
    Kodierung: Klinik A gibt den Kode für die Entnahme, z.B. 5-410.11, an. Klinik B gibt den Kode 5-410.21 für die T-Zell-Depletion an, weil dieser Klinik die Kosten für die In-vitro-Aufbereitung entstehen. Außerdem gibt sie einen Kode für die Transplantation, z.B. 5-411.42, und den Zusatzkode 5-411.71 für die Art der In-vitro-Aufbereitung des Transplantates an.
OPS-5002 5-820.2-, 5-822.9-, 5-786.j, 5-829.c Implantation einer Wachstumsendoprothese seit OPS 2008 01.01.2008

Wie wird die Implantation einer Wachstumsendoprothese kodiert? (OPS Nr. 5002)

seit OPS 2008

Die Implantation einer Wachstumsendoprothese wird mit einer Kombination aus den folgenden Kodes abgebildet:

5-820.2- … Sonderprothese für das Hüftgelenk oder
5-822.9- … Sonderprothese für das Kniegelenk (ist sicher der häufigste Fall)

und

5-786.j- … Osteosynthese durch ein internes Verlängerungs- und Knochentransportsystem.

Zusätzlich kann auch noch der Zusatzkode für die Tumorendoprothese angegeben werden (5 829.c), wenn die dort angegebenen Bedingungen erfüllt sind.

Kodierfragen OPS Kap. 6: Medikamente

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-6001 6-001.e Gabe von Biosimilars seit OPS 2008 22.12.2014

Ist die Gabe von Biosimilars z.B. von Infliximab mit dem entsprechenden Kode aus dem Kapitel 6 zu verschlüsseln? (OPS Nr. 6001)

seit OPS 2008

Ja, die Gabe von Biosimilars ist mit dem entsprechenden Kode aus dem Kapitel 6 zu verschlüsseln.

Beispielsweise kann die Gabe von Remsima® und Inflectra® (Biosimilars des seit Jahren zugelassenen Remicade®) mit dem OPS-Kode "6-001.e Infliximab, parenteral" verschlüsselt werden. Es handelt sich bei allen drei Produkten um Infliximab.

Kodierfragen OPS Kap. 8: Nichtoperative therapeutische Maßnahmen

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-8021 8-918 Behandlungsunterbrechung bei multimodaler Schmerztherapie seit OPS 2019 01.01.2010

Wie ist beim Kode 8-918 'Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie' mit einer Behandlungsunterbrechung umzugehen? (OPS Nr. 8021)

seit OPS 2019

Grundsätzlich ist die Vergabe des Kodes 8-918 davon abhängig, ob eine ausreichende Anzahl von Behandlungstagen vorliegt. Die Orientierung an Behandlungstagen zeigt sich an der Unterteilung des Kodes auf 5-Steller-Ebene, das Kriterium der Therapieintensität (6-Steller) ist nachrangig.

Erfolgt eine Therapieunterbrechung - z.B. aus therapeutischen Gründen - , führt dies nicht zur Unterbrechung der Behandlung an sich. Die Behandlungstage nach Beendigung der Unterbrechung werden weitergezählt, die Unterbrechungstage dagegen nicht berücksichtigt.

OPS 2010 bis OPS 2018

Wie ist beim Kode 8-918 'Multimodale Schmerztherapie' mit einer Behandlungsunterbrechung umzugehen?

Grundsätzlich ist die Vergabe des Kodes 8-918 davon abhängig, ob eine ausreichende Anzahl von Behandlungstagen vorliegt. Die Orientierung an Behandlungstagen zeigt sich an der Unterteilung des Kodes auf 5-Steller-Ebene, das Kriterium der Therapieintensität (6-Steller) ist nachrangig.

Erfolgt eine Therapieunterbrechung - z.B. aus therapeutischen Gründen - , führt dies nicht zur Unterbrechung der Behandlung an sich. Die Behandlungstage nach Beendigung der Unterbrechung werden weitergezählt, die Unterbrechungstage dagegen nicht berücksichtigt.

 

OPS-8022 8-918 Tägliche ärztliche Visite oder Teambesprechung bei multimodaler Schmerztherapie seit OPS 2019 01.01.2010

Wie ist mit der im Kode 8-918 'Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie' geforderten täglichen ärztliche Visite oder Teambesprechung zu verfahren? (OPS Nr. 8022)

seit OPS 2019

Die Vergabe des Kodes 8-918 ist grundsätzlich nicht von der Aufenthaltsdauer abhängig, sondern davon, dass eine ausreichende Zahl von Behandlungstagen erreicht wurde. Bei Nicht-Erfüllung der spezifischen Bedingungen des Kodes (z.B. keine Durchführung der täglichen ärztlichen Visite und auch keine Durchführung der Teambesprechung an diesem Tag) zählt der betroffene Tag nicht als Behandlungstag.

OPS 2010 bis 2018

Wie ist mit der im Kode 8-918 'Multimodale Schmerztherapie' geforderten täglichen ärztliche Visite oder Teambesprechung zu verfahren?

Die Vergabe des Kodes 8-918 ist grundsätzlich nicht von der Aufenthaltsdauer abhängig, sondern davon, dass eine ausreichende Zahl von Behandlungstagen erreicht wurde. Bei Nicht-Erfüllung der spezifischen Bedingungen des Kodes (z.B. keine Durchführung der täglichen ärztlichen Visite und auch keine Durchführung der Teambesprechung an diesem Tag) zählt der betroffene Tag nicht als Behandlungstag.

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-8031 8-98f, 8-980 Kombination von intensivmedizinischer und aufwendiger intensivmedizinischer Komplexbehandlung seit OPS 2013 19.12.2012

Müssen für Patienten, die innerhalb eines Krankenhauses sowohl auf einer Intensivstation behandelt werden, die die Kriterien des neuen OPS-Kodes 8-98f erfüllt, als auch auf einer Intensivstation behandelt werden, die nur die Kriterien des bisherigen OPS-Kodes 8-980 erfüllt, beide Kodes angegeben werden? (OPS Nr. 8031)

seit OPS 2013

 

Beispiel:

Ein Patient wird 5 Tage auf einer Intensivstation, die die Kriterien des Kodes 8-98f erfüllt, intensivmedizinisch behandelt. Die Behandlung ergibt 800 Punkte. Danach wird der Patient auf eine Intensivstation, die nur die Kriterien des Kodes 8-980 erfüllt, verlegt und dort 7 Tage intensivmedizinisch weiterbehandelt. Diese Behandlung ergibt 600 Punkte. Wie wird kodiert?

Es müssen für diese Patienten ein Kode aus dem Bereich 8-980 für den Gesamtaufenthalt (Gesamtpunkte) auf beiden Intensivstationen und ein Kode für den Aufenthalt auf der Intensivstation (nur die Punkte auf dieser Intensivstation), die die Kriterien des neuen OPS-Kodes 8-98f erfüllt, angegeben werden.
Für das Beispiel müssten die Kodes 8-980.31 (1400 Punkte) und 8-98f.20 (800 Punkte) angegeben werden.

Wenn ein Patient nur auf einer Intensivstation behandelt wird, die die Kriterien des bisherigen OPS-Kodes 8-980 erfüllt, ist nur ein Kode aus dem Bereich 8-980 anzugeben.

Wenn ein Patient nur auf einer Intensivstation behandelt wird, die die Kriterien des neuen OPS-Kodes 8-98f erfüllt, ist nur ein Kode aus dem Bereich 8-98f anzugeben.

OPS-8005 8-93 Monitoring-Kodes seit OPS 2.0 01.01.2001

Sind die Monitoring-Kodes auch zur Verschlüsselung der postoperativen Überwachung von Patienten zu verwenden? (OPS Nr. 8005)

seit OPS 2.0

Alle Monitoring-Kodes sind nicht für die postoperative Überwachung, sondern nur für intensivmedizinische Patienten zu verwenden.

OPS-8038 8-98f Tägliche Verfügbarkeit von Leistungen der Physiotherapie seit OPS 2013 30.06.2016

Was bedeutet das Mindestmerkmal "tägliche Verfügbarkeit (auch am Wochenende) von Leistungen der Physiotherapie" des Kodes 8-98f Aufwendige intensivmedizinische Komplexbehandlung konkret? (OPS Nr. 8038)

seit OPS 2013

"Tägliche Verfügbarkeit (auch am Wochenende)" bedeutet, dass bei bestehender Behandlungsnotwendigkeit Intensivpatienten auch am Wochenende von Physiotherapeuten behandelt werden.

OPS-8009 8-980, 8-98f Berechnung und Dokumentation von SAPS, TISS seit OPS 2005 01.01.2005

Wie berechnet und dokumentiert man die Aufwandspunkte für die Intensivmedizinische Komplexbehandlung (SAPS, TISS)? (OPS Nr. 8009)

seit OPS 2005

Die Anzahl der Aufwandspunkte für die Intensivmedizinische Komplexbehandlung errechnet sich aus der Summe der täglichen SAPS II (ohne Glasgow-Coma-Scale) über die Verweildauer auf der Intensivstation (total SAPS II) und der Summe von 10 täglich ermittelten aufwendigen Leistungen aus dem TISS-Katalog über die Verweildauer auf der Intensivstation.

Der tägliche SAPS II (Simplified Acute Physiology Score) errechnet sich nach den Tabellen im Dokument "Berechnung der Aufwandspunkte". Erfasst werden die jeweils schlechtesten Werte innerhalb der vergangenen 24 Stunden.

OPS-8034 8-980, 8-98f Metastasierende Neoplasie bei der intensivmedizinischen Komplexbehandlung OPS 2005 - 2014 18.12.2013

Wie ist der Begriff "Metastasierende Neoplasie", der zur Berechnung der Aufwandspunkte für die Kodes 8-980 und 8-98f verwendet wird, zu verstehen? (OPS Nr. 8034)

OPS 2005 - 2014

Mit dem Begriff "Metastasierende Neoplasie" ist bei der Berechnung der Aufwandspunkte für die beiden Kodes 8-980 (Intensivmedizinische Komplexbehandlung) und 8-98f (Aufwendige intensivmedizinische Komplexbehandlung) eine Neubildung gemeint, die bereits Metastasen gebildet hat.

OPS-8011 8-980 Ständige ärztliche Anwesenheit seit OPS 2011 01.01.2011

Wie ist der Hinweistext 'ständige ärztliche Anwesenheit' beim Kode 8-980.- Intensivmedizinische Komplexbehandlung (Basisprozedur) zu verstehen? (OPS Nr. 8011)

seit OPS 2011

Für das Jahr 2005 bedeutet "ständige Anwesenheit", dass der Arzt ständig auf der Intensivstation anwesend sein muss, d.h. er muss innerhalb kürzester Zeit (etwa 5 Minuten) direkt handlungsfähig am Patienten sein.
Es ist also durchaus denkbar, dass er sich während des Dienstes auf der Station in einem Nebenraum kurz ausruht, genauso, wie er in einem anderen Bereich der Intensivstation beschäftigt sein kann.
Also wäre außer einem Schichtdienst auch ein Bereitschaftsdienst D (für diese Intensivstation!) denkbar, wenn die geringere Belastung durch das Spektrum der Intensivpatienten dieses üblicherweise zulässt.
Es ist allerdings nicht damit gemeint, dass er neben dem Dienst auf der Intensivstation gleichzeitig an anderer Stelle des Krankenhauses weitere Aufgaben erfüllen muss (z. B. im OP Narkose machen, eine Normalstation bzw. eine Aufnahmestation betreuen o. ä.).
Der Arzt der Intensivstation kann kurzfristig zu einem Notfalleinsatz innerhalb des Krankenhauses (z.B. Reanimation) hinzugezogen werden. (Dieser Satz wurde zur Klarstellung im Februar 2011 ergänzt.)

Ferner muss der Arzt "die aktuellen Probleme der Patienten kennen".
Das heißt, dass es nicht ein Diensthabender des Hauses sein kann, da der die aktuellen Probleme der Intensivpatienten nicht kennen kann. Es reicht auch nicht aus, dass ein Diensthabender des Hauses am Abend über eine Visite auf der Intensivstation kurz über "die anstehenden Probleme" informiert wird und sich dann wieder dem Nachtdienst im Hause widmet.
Der Arzt muss wirklich in das Team der Intensivstation eingebunden sein.

Für die Datenübermittlung nach § 301 müssen die im Kode 8-980 Intensivmedizinische Komplexbehandlung genannten Bedingungen erfüllt sein.
Inwiefern der Kode 8-980 Intensivmedizinische Komplexbehandlung, insbesondere bezüglich der Strukturkomponente, einem Wandel unterworfen sein wird, kann aus heutiger Sicht noch nicht beurteilt werden. Dementsprechend muss jedes Krankenhaus für sich entscheiden, was für die eigene krankenhausinterne Dokumentation wichtig ist. Beim Verzicht auf die Dokumentation dieses Schlüssels würden dem Krankenhaus ggf. planungsrelevante Daten fehlen, wenn der Kode, eventuell mit geänderten Kriterien der Strukturkomponente, künftig entgeltrelevant würde.

OPS 2005 bis OPS 2010

Für das Jahr 2005 bedeutet "ständige Anwesenheit", dass der Arzt ständig auf der Intensivstation anwesend sein muss, d.h. er muss innerhalb kürzester Zeit (etwa 5 Minuten) direkt handlungsfähig am Patienten sein.
Es ist also durchaus denkbar, dass er sich während des Dienstes auf der Station in einem Nebenraum kurz ausruht, genauso, wie er in einem anderen Bereich der Intensivstation beschäftigt sein kann.
Also wäre außer einem Schichtdienst auch ein Bereitschaftsdienst D (für diese Intensivstation!) denkbar, wenn die geringere Belastung durch das Spektrum der Intensivpatienten dieses üblicherweise zulässt.
Es ist allerdings nicht damit gemeint, dass er neben dem Dienst auf der Intensivstation gleichzeitig an anderer Stelle des Krankenhauses weitere Aufgaben erfüllen muss (z. B. im OP Narkose machen, eine Normalstation bzw. eine Aufnahmestation betreuen o. ä.).

Ferner muss der Arzt "die aktuellen Probleme der Patienten kennen".
Das heißt, dass es nicht ein Diensthabender des Hauses sein kann, da der die aktuellen Probleme der Intensivpatienten nicht kennen kann. Es reicht auch nicht aus, dass ein Diensthabender des Hauses am Abend über eine Visite auf der Intensivstation kurz über "die anstehenden Probleme" informiert wird und sich dann wieder dem Nachtdienst im Hause widmet.
Der Arzt muss wirklich in das Team der Intensivstation eingebunden sein.

Für die Datenübermittlung nach § 301 müssen die im Kode 8-980 Intensivmedizinische Komplexbehandlung genannten Bedingungen erfüllt sein.
Inwiefern der Kode 8-980 Intensivmedizinische Komplexbehandlung, insbesondere bezüglich der Strukturkomponente, einem Wandel unterworfen sein wird, kann aus heutiger Sicht noch nicht beurteilt werden. Dementsprechend muss jedes Krankenhaus für sich entscheiden, was für die eigene krankenhausinterne Dokumentation wichtig ist. Beim Verzicht auf die Dokumentation dieses Schlüssels würden dem Krankenhaus ggf. planungsrelevante Daten fehlen, wenn der Kode, eventuell mit geänderten Kriterien der Strukturkomponente, künftig entgeltrelevant würde.

Palliativmedizin

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-8035 8-98e, 8-982, 8-98e.0 Kombination von spezialisierter palliativmedizinischer Komplexbehandlung und palliativmedizinischer Komplexbehandlung OPS 2014 04.06.2014

Müssen für Patienten, die während eines Krankenhausaufenthaltes sowohl eine "Spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung" (8-98e) als auch eine "Palliativmedizinische Komplexbehandlung" (8-982) erhalten, beide Kodes angegeben werden? (OPS Nr. 8035)

OPS 2014

Ja, es müssen beide Kodes angegeben werden. Dabei muss aber Folgendes beachtet werden:

Nur in den Fällen, wenn ein Patient an weniger als 7 Behandlungstagen eine "Spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung" (8-98e) erhält und zusätzlich (unabhängig von der Anzahl der Behandlungstage) eine "Palliativmedizinische Komplexbehandlung" (8-982) erhält, werden die Tage addiert und für die Gesamtzahl ein Kode aus 8-982 verschlüsselt. Zusätzlich muss der Kode 8-98e.0 für die Anzahl der Behandlungstage der "Spezialisierten stationären palliativmedizinischen Komplexbehandlung" angegeben werden.

Beispiele:

  • Ein Patient wird in die Klinik aufgenommen und erhält zunächst für 10 Tage eine "Palliativmedizinische Komplexbehandlung". Dann wird er innerhalb der Klinik verlegt und erhält für weitere 6 Tage eine "Spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung". Für die Kodierung werden die Tage addiert und der Kode für 16 Behandlungstage bei der "Palliativmedizinischen Komplexbehandlung" ausgewählt (8-982.2). Zusätzlich wird der Kode 8-98e.0 für die Anzahl der Behandlungstage der "Spezialisierten stationären palliativmedizinischen Komplexbehandlung" angegeben.
  • Ein Patient wird in die Klinik aufgenommen und erhält zunächst für 5 Tage eine "Palliativmedizinische Komplexbehandlung". Dann wird er innerhalb der Klinik verlegt und erhält für weitere 4 Tage eine "Spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung". Für die Kodierung werden die Tage addiert und der Kode für 9 Behandlungstage bei der "Palliativmedizinischen Komplexbehandlung" ausgewählt (8-982.1). Zusätzlich wird der Kode 8-98e.0 für die Anzahl der Behandlungstage der "Spezialisierten stationären palliativmedizinischen Komplexbehandlung" angegeben.
OPS-8028 8-982, 8-98e Beginn einer palliativmedizinischen Komplexbehandlung seit OPS 2012 17.02.2012

Wann beginnt eine palliativmedizinische Komplexbehandlung (8-982) oder eine spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung (8-98e)? (OPS Nr. 8028)

seit OPS 2012

Die palliativmedizinische Komplexbehandlung und die spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung beginnen, wenn das palliativmedizinischen Basisassessment nach OPS 1-774 durchgeführt oder begonnen und der individuelle palliativmedizinische Behandlungsplan erstellt worden sind.
 

OPS-8029 8-98e Rolle des fallbezogenen Koordinators seit OPS 2012 17.07.2012

Wer kann die Rolle des "fallbezogenen Koordinators" zur Begleitung des Patienten für den Kode 8-98e Spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung übernehmen? (OPS Nr. 8029)

seit OPS 2012

Ein verantwortliches Teammitglied ist für die "Gesamtbelange" des Patienten zu benennen, fungiert als Ansprechpartner für Patient und Angehörige in der Planung der weiterführenden Versorgungsangebote und koordiniert ggf. die Überleitung in weiterbetreuende Einrichtungen. Prinzipiell ist diese Funktion von jedem Teammitglied fallbezogen wahrnehmbar.  Die Dokumentation erfolgt im Einzelfall z.B. durch Benennung in der Patientenakte bzw. strukturell durch Benennung eines Case-Managers.

Schlaganfallbehandlung

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-8025 8-98b Tägliche Visite bei Anwendung eines Telekonsildienstes seit OPS 2011 01.01.2011

Ist auch bei Anwendung eines Telekonsildienstes die Teilnahme eines Facharztes für Neurologie an den täglichen Visiten vor Ort erforderlich? (OPS Nr. 8025)

seit OPS 2011

Die Teilnahme eines Facharztes für Neurologie an den täglichen Visiten vor Ort ist für die Erfüllung der OPS 8-98b erforderlich. Dies gilt auch bei Anwendung eines Telekonsildienstes.

OPS-8032 8-98b 24-stündige ärztliche Anwesenheit seit OPS 2007 05.06.2013

Ist für den Kode 8-98b Andere neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls die 24-stündige ärztliche Anwesenheit (auch im Bereitschaftsdienst) so zu verstehen, dass der Arzt ausschließlich für die Behandlung der Patienten der spezialisierten Behandlungseinheit (Stroke unit) zuständig ist? (OPS Nr. 8032)

seit OPS 2007

Eine exklusive Zuständigkeit für die Behandlung der Patienten der spezialisierten Behandlungseinheit (Stroke unit) ist nicht erforderlich. Während der 24-stündigen ärztlichen Anwesenheit (auch im Bereitschaftsdienst) ist es zulässig, dass der Arzt der spezialisierten Behandlungseinheit noch weitere Patienten versorgt, sofern sich diese in räumlicher Nähe befinden, sodass er jederzeit für die Schlaganfallpatienten der spezialisierten Behandlungseinheit zur Verfügung steht.

 

OPS-8027 8-98b Regionales Netzwerk seit OPS 2011 01.01.2011

Was bedeutet 'regionales Netzwerk' im Kriterium 'Die primäre neurologische Untersuchung erfolgt im Rahmen eines regionalen Netzwerkes durch einen Telekonsildienst einer überregionalen Stroke Unit' und worauf basiert diese Forderung? (OPS Nr. 8027)

seit OPS 2011

Als regionales Netzwerk wird eine Zusammenarbeit von Kliniken in einem vertraglich geregelten Kooperationsverhältnis angesehen. Die maximale Transportentfernung für Notfalleingriffe ist bereits im OPS-Text definiert. Für die Durchführung der im OPS geforderten regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen und Qualitätsbesprechungen sowie des Bedside-Pflegetrainings in der Behandlungseinheit sollte die Entfernung von der nächstgelegenen, als Beratungszentrum fungierenden, überregionalen Stroke Unit maximal 120 Kilometer betragen. 

OPS-8026 8-98b Dokumentation von Behandlungsqualität seit OPS 2011 01.01.2011

Was wird unter 'Kontinuierliche strukturierte Dokumentation der Behandlungsqualität' verstanden? (OPS Nr. 8026)

seit OPS 2011

Hierunter wird die Dokumentation von Behandlungsabläufen und Kurzzeit-Behandlungsergebnissen bei allen stationär behandelten Patienten mit Schlaganfall und TIA verstanden. Die Dokumentation muss sich an evidenzbasierten Kriterien für die Behandlungsqualität beim Schlaganfall orientieren. In Deutschland existieren derartige Dokumentationsmatrizen in verschiedenen Schlaganfallregistern (z.B. nach dem Muster der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlaganfallregister).

OPS-8024 8-98b Teilnahme eines Facharztes für Neurologie an den täglichen Visiten vor Ort seit OPS 2011 01.01.2011

Wie ist 'Teilnahme eines Facharztes für Neurologie an den täglichen Visiten vor Ort' zu verstehen? (OPS Nr. 8024)

seit OPS 2011

An der Visite in der Klinik muss ein Neurologe mit physischer Präsenz teilnehmen. Dies kann im Rahmen eines Kooperationsvertrages mit einer neurologischen Fachklinik bzw. Fachabteilung oder mit einem niedergelassenen Neurologen erfolgen.

OPS-8013 8-981 24-Stunden-Arztpräsenz OPS 2006 - 2012 01.01.2006

Wie ist der Hinweistext '24-Stunden-Arztpräsenz' beim Kode 8-981.- Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls zu verstehen? (OPS Nr. 8013)

OPS 2006 - 2012

Die Frage, wie im OPS-Kode 8-981 die 24-Stunden-Arztpräsenz zu interpretieren ist, war Gegenstand vieler Anfragen beim DIMDI. Dabei ging es im Wesentlichen darum, ob sich die Präsenz auf die Anwesenheit des Arztes auf der Schlaganfallstation oder im Krankenhaus bezieht. Um auf diese Fragen eine Antwort geben zu können, wurde der Begriff der 24-Stunden-Arztpräsenz präzisiert, ohne dass im Jahr 2006 eine rechtliche bindende Wirkung aus dieser Empfehlung abgeleitet werden kann.

Es wird angestrebt, die Frage der 24-Stunden-Arztpräsenz zukünftig eindeutig zu definieren. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe wurde bereits jetzt die folgende Empfehlung von Vertretern der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK), der Spitzenverbände der Krankenkassen und des DIMDI erarbeitet. Voraussetzung für die Erarbeitung war das Übereinkommen aller Beteiligten, dass es sich ausschließlich um eine Empfehlung handelt.

"Von Montag bis Freitag wird tagsüber eine mindestens 12-stündige Arztpräsenz (Der Arzt kann ein Facharzt oder ein Assistenzarzt in der Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie sein. [Die redaktionelle Ergänzung "für Neurologie" erfolgte mit der Version 2012.]) gefordert, bei der sich der jeweilige Arzt auf der Spezialstation für Schlaganfallpatienten ausschließlich um diese Patienten kümmert und keine zusätzlichen Aufgaben zu erfüllen hat. Er kann sich in dieser Zeit nur von der Spezialstation entfernen, um Schlaganfallpatienten zum Beispiel zu sichten, zu übernehmen und zu versorgen.

Während der 12-stündigen Arztpräsenz in der Nacht sowie während der 24-stündigen Arztpräsenz an Wochenenden und an Feiertagen ist es zulässig, dass der Arzt der Spezialstation noch weitere neurologische Patienten versorgt, sofern sich diese in räumlicher Nähe befinden, so dass er jederzeit für die Schlaganfallpatienten der Spezialstation zur Verfügung steht.

Um die "Leitung eines in der Schlaganfallbehandlung erfahrenen Facharztes für Neurologie" sicherzustellen, muss pro ganztägiger regulärer Arbeitszeit von Montag bis Freitag ein Facharzt für Neurologie anwesend sein, in der Regel sollte es sich um den für die spezialisierte Einheit zuständigen Oberarzt handeln. In den übrigen Schichten und am Wochenende muss ein solcher Facharzt für Neurologie über Rufbereitschaft verfügbar sein. Darüber hinaus muss eine tägliche Visite durch einen Facharzt für Neurologie erfolgen, der in der Schlaganfallbehandlung besonders erfahren ist."

OPS-8033 8-981, 8-98b Halbstündige Transportentfernung seit OPS 2007 05.06.2013

Wie ist der Text "Kooperationspartner in höchstens halbstündiger Transportentfernung, unabhängig vom Transportmittel" für die Kodes aus den Bereichen 8-981 und 8-98b zu verstehen? (OPS Nr. 8033)

seit OPS 2007

Wenn ein Kode aus den Bereichen 8-981 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls oder 8-98b Andere neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls angegeben werden soll, gilt Folgendes:

Im Falle eines externen Kooperationspartners darf die Transportentfernung (Zeit zwischen Rettungstransportbeginn und Rettungstransportende) nicht mehr als eine halbe Stunde betragen. Die Zeit zwischen Rettungstransportbeginn und Rettungstransportende ist die Zeit, die der Patient im Transportmittel verbringt.* Das Strukturmerkmal ist erfüllt, wenn die halbstündige Transportentfernung unter Verwendung des schnellstmöglichen Transportmittels (z.B. Hubschrauber) grundsätzlich erfüllbar ist.

Wenn der Transport eines Patienten erforderlich ist und das Zeitlimit nur mit dem schnellstmöglichen Transportmittel eingehalten werden kann, muss dieses auch tatsächlich verwendet werden. Wenn ein Patient transportiert wurde und die halbe Stunde nicht eingehalten werden konnte, darf der Kode nicht angegeben werden.

* Dieser Satz wurde 2018 zur Klarstellung eingefügt.

OPS-8023 8-98b Einbindung eines Facharztes für Neurologie seit OPS 2011 01.01.2011

Wie ist zu verstehen, dass 'der Facharzt für Neurologie im Team fest eingebunden ist und umgehend telemedizinisch am Krankenbett zur Verfügung steht'? (OPS Nr. 8023)

seit OPS 2011

Die Einbindung eines Facharztes für Neurologie im Team ist zur Erfüllung der OPS-Kodes aus 8-98b (ohne und mit Anwendung eines Telekonsildienst) vor Ort erforderlich. Der Facharzt für Neurologie muss nicht ständig im Krankenhaus anwesend sein.

Lediglich die primäre neurologische Untersuchung kann telekonsiliarisch durch eine als Beratungszentrum fungierende überregionale Stroke Unit erfolgen. Die Untersuchung erfolgt dabei als Videountersuchung in Zusammenarbeit mit einem vor Ort anwesenden und in der neurologischen (Video-)Untersuchung trainierten Arzt. In der Regel findet im Telekonsil auch eine neurologische Bewertung der zerebralen Bildgebung und ggf. anderer Untersuchungsbefunde statt. Das Telekonsil wird in einem schriftlichen Befund dokumentiert.

OPS-8017 8-981 Mindestmerkmale zum Kodebereich 8-981 seit OPS 2008 01.01.2008

Wie sind die Mindestmerkmale zum Kode 8-981 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls zu verstehen? (OPS Nr. 8017)

seit OPS 2008
  1. Kann die Behandlungszeit auf einer Intensivstation für die Kodierung des Kodes 8-981 angerechnet werden?
    Besteht über die Therapiemöglichkeiten der vorhandenen Schlaganfalleinheit hinaus die Indikation zu einer Behandlung auf der Intensivstation, kann, wenn die Mindestmerkmale des OPS 8-981 erfüllt sind, die Behandlungszeit auf der Intensivstation auch für die Kodierung der Neurologischen Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls berücksichtigt werden. Dies ist auch dann möglich, wenn auf der Intensivstation nicht ausschließlich Patienten mit einem akuten Schlaganfall behandelt werden.
  2. Stellt die Unterbrechung des 24-stündigen automatisierten Monitorings von Vitalparametern aufgrund von speziellen Untersuchungen und Behandlungen die Verwendung des Kodes 8-981 in Frage?
    Muss das Monitoring einzelner Parameter aufgrund von speziellen Untersuchungen oder Behandlungen für deren Dauer unterbrochen werden, stellt dies die Verwendung dieses Kodes nicht in Frage.
  3. Werden zur Abklärung des akuten Schlaganfalls angefertigte externe CT- oder MRT-Aufnahmen für die Erfüllung der Mindestmerkmale des Kodes 8-981 anerkannt?
    Um in Einzelfällen aufwändige und zum Teil potenziell schädliche Doppeluntersuchungen zu vermeiden, sind zur Abklärung des akuten Schlaganfalls angefertigte externe CT- oder MRT-Aufnahmen als gleichwertig für die Erfüllung der Mindestmerkmale des Kodes 8-981 anzusehen. Tritt der akute Schlaganfall erst während eines stationären Aufenthaltes auf, so gilt für die zeitgerechte Durchführung der Bildgebung die Zeit ab der Feststellung der Verdachtsdiagnose auf einen akuten Schlaganfall. Bei spinalen Infarkten oder Blutungen ist eine CT- oder MRT-Aufnahme des entsprechenden Wirbelsäulenabschnitts gleichwertig.
  4. Wie umfangreich muss die ätiologische Diagnostik für die Mindestmerkmale des Kodes 8-981 sein und wann muss sie erfolgen?
    Die ätiologische Diagnostik für die Mindestmerkmale des Kodes 8-981 ist bedarfsangepasst nach medizinischer Notwendigkeit durchzuführen und individuell unterschiedlich. Sie ist bei bekannter Ätiologie entbehrlich.* Einzelne diagnostische Maßnahmen können sowohl vor Beginn als auch noch nach Beendigung der 24-Stunden-Monitoringphase in derselben Klinik durchgeführt werden. Der Zeitpunkt der Durchführung geht dann aber nicht in die Berechnung der Dauer der Komplexbehandlung ein. Spezialisierte Labordiagnostik darf auch in Fremdlabors erfolgen.
    * Dieser Satz wurde gemäß einer entsprechenden Änderung im OPS Version 2018 ergänzt.
  5. Welche Verfahren können anstelle der zerebralen Angiographie für die Mindestmerkmale des Kodes 8-981 als gleichwertig angesehen werden?
    Die digitale Subtraktionsangiographie, die CT-Angiographie und die MR-Angiographie können für die Mindestmerkmale des Kodes 8-981 als gleichwertige Verfahren angesehen werden.
  6. Wann müssen die Maßnahmen der Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie für die Mindestmerkmale des Kodes 8-981 beginnen?
    Die für die Mindestmerkmale des Kodes 8-981 geforderten Maßnahmen der Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie müssen spätestens am Tag nach Aufnahme auf der Spezialeinheit beginnen, wenn ein entsprechendes Defizit vorliegt und Behandlungsfähigkeit besteht. Danach muss mindestens eine Behandlungseinheit an jedem Tag (auch am Wochenende und an Feiertagen) gezielt für das vorliegende Defizit erfolgen. Dabei müssen die Leistungen der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie nicht zwingend durch hauptamtlich im Hause der Schlaganfallspezialeinheit beschäftigte Angestellte erbracht werden, sondern können auch durch bedarfsangepasste Leistungen von extern sichergestellt werden. Die genannten Leistungen können diagnostische oder therapeutische Leistungen oder beides umfassen.
    (Die Streichung des Begriffs "Neuropsychologie" in der Liste der Maßnahmen an drei Stellen und der Ersatz der Angabe "innerhalb von 24 Stunden" durch "spätestens am Tag nach der Aufnahme in die Schlaganfalleinheit" erfolgte mit der Version 2013.)
  7. Muss die Durchführung der neurosonologischen Untersuchungsverfahren für die Mindestmerkmale des Kodes 8-981 immer erfolgen?
    Die Durchführung der neurosonologischen Untersuchungsverfahren inklusive der transkraniellen Dopplersonographie ist bei nachgewiesener primärer Blutung entbehrlich.

Andere Komplexkodes

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-8018 8-984 Nicht unmittelbar durchgeführte Therapiebereiche bei multimodaler Komplexbehandlung bei Diabetes mellitus seit OPS 2008 01.01.2008

Multimodale Komplexbehandlung bei Diabetes mellitus (Kode 8-984): Können Therapiebereiche bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen angerechnet werden, wenn sie nicht unmittelbar am Kind oder Jugendlichen durchgeführt wurden? (OPS Nr. 8018)

seit OPS 2008

Bei Kindern und Jugendlichen kann sich das Problem ergeben, dass Therapien aus einigen der in den Mindestmerkmalen genannten Therapiebereichen nicht beim Kind oder Jugendlichen durchgeführt werden können, sondern nur bei den Eltern oder anderen Bezugspersonen des Kindes oder Jugendlichen. So kann z.B. eine Diabetesberatung für ein 2½-jähriges Kind nur als Beratung der Eltern durchgeführt werden.

Solche Therapien bei den Eltern oder anderen Bezugspersonen können im Sinne der Mindestmerkmale für den Kode 8-984 angerechnet werden.

OPS-8012 8-985 'Suchtmedizinische Zusatzqualifikation' für die Krankenpflege beim Qualifizierten Entzug seit OPS 2006 01.01.2006

Was versteht man unter der in den Mindestmerkmalen zum Kode 8-985.- Motivationsbehandlung Abhängigkeitskranker [Qualifizierter Entzug] geforderten 'suchtmedizinischen Zusatzqualifikation' für die Krankenpflege? (OPS Nr. 8012)

seit OPS 2006

In Absprache mit den Vertretern der Fachgesellschaften ist unter der geforderten suchtmedizinischen Zusatzqualifikation für die Krankenpflege die zertifizierte Fortbildung in motivierender Gesprächsführung zu verstehen.

OPS-8015 Kapitel 8 Mehrere Komplexhandlungen während eines stationären Aufenthaltes seit OPS 2007 15.03.2018

Wie ist bei der Verschlüsselung von mehreren Komplexbehandlungen - die sich in ihrer Definition überschneiden - während eines stationären Aufenthaltes zu verfahren? (OPS Nr. 8015)

seit OPS 2007

Wird bei einem Patienten während eines stationären Aufenthaltes mehr als eine Komplexbehandlung durchgeführt, so kann es sein, dass sich die Definitionen der Behandlungen überschneiden. Das ist dann der Fall, wenn Teilbereiche der Mindestmerkmale für mehrere der angewandten Komplexbehandlungen zutreffen.

Dies trifft z.B. für die "Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls" (8-981) und die "Neurologische Frührehabilitation" (8-552) zu. Jeder einzelne Kode trägt allerdings für sich Informationen, die der jeweils andere nicht beinhaltet.

Da es die Möglichkeit gibt, die entsprechenden Behandlungen sowohl nebeneinander (gleichzeitig) als auch hintereinander durchzuführen, muss es möglich sein, auch bzgl. der Kodierung entsprechend zu verfahren. D.h., bei der gleichzeitigen Durchführung einer "Neurologischen Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls" und einer "Neurologischen Frührehabilitation" können beide Kodes nebeneinander angegeben werden.

Im Geltungsbereich des §17b KHG gilt: Eine Therapieeinheit (z.B. Ergotherapie) kann für mehrere Komplexbehandlungen angerechnet werden. (Dieser Satz wurde zur Klarstellung im Dezember 2013 ergänzt.)

OPS-8016 8-987 Mindestmerkmale zum Kodebereich 8-987 (Komplexbehandlung bei MRE) seit OPS 2007 01.01.2007

Wie sind die Mindestmerkmale zum Kode 8-987 Komplexbehandlung bei Besiedelung oder Infektion mit multiresistenten Erregern [MRE] zu verstehen? (OPS Nr. 8016)

seit OPS 2007

Dieser Kode kann für Patienten angegeben werden, bei denen eine Trägerschaft mit multiresistenten Erregern aus dem Kodebereich U80 bis U82 der ICD-10-GM festgestellt wurde und eine strikte Isolierung entsprechend den Mindestmerkmalen des Kodes erfolgte.

In den Mindestmerkmalen des Kodes 8-987 ist eine Liste von Maßnahmen angegeben, die für die Berechnung des dokumentierten durchschnittlichen Mehraufwandes von mindestens 2 Stunden herangezogen werden kann. Dabei handelt es sich um eine Beispielliste, die nicht abschließend ist. Es muss daher nicht jede der in dieser Liste angegebenen Maßnahmen durchgeführt werden. Es sind aber auch nicht alle Maßnahmen, die durchgeführt werden können, in der Liste enthalten. In die Berechnung des Aufwandes sollen die Maßnahmen eingehen, die bei dem jeweiligen Patienten im Rahmen der strikten Isolierung durchgeführt wurden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Komplexbehandlung bei Besiedelung oder Infektion mit multiresistenten Erregern unter Berücksichtigung der aktuellen Behandlungs- und Pflegestandards und der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts erfolgen muss.

OPS-8039 8-550 Zählweise der Therapie-Einheiten des Kodes 8-550 OPS 2005 bis 2018 05.07.2018

Wie viele Einzeltherapie-Einheiten müssen und wie viele Gruppentherapie-Einheiten können für die Erfüllung der Mindestanforderungen des OPS-Kodes 8-550 mindestens vorliegen? (OPS Nr. 8039)

OPS 2005 bis 2018

Für den OPS-Kode 8-550.0 müssen mindestens 9 Einzeltherapie-Einheiten und es kann 1 Gruppentherapie-Einheit erbracht werden (insgesamt 10 Therapieeinheiten), für den OPS-Kode 8-550.1 müssen mindestens 18 Einzeltherapie-Einheiten und es können 2 Gruppentherapie-Einheiten erbracht werden (insgesamt 20 Therapieeinheiten) und für den OPS-Kode 8-550.2 müssen mindestens 27 Einzeltherapie-Einheiten und es können 3 Gruppentherapie-Einheiten (insgesamt 30 Therapieeinheiten) erbracht werden. Sind diese Mindestanforderungen erfüllt, können die jeweiligen Kodes angegeben werden. Darüber hinaus erbrachte Therapieeinheiten spielen für die Kodierung keine Rolle.

Beispiel:

An 14 Behandlungstagen werden insgesamt 26 Therapieeinheiten erbracht, davon 18 Therapieeinheiten in Einzeltherapie und 8 Therapieeinheiten in Gruppentherapie. Die Kriterien des Kodes 8-550.1 (insgesamt 20 Therapieeinheiten, davon mindestens 18 Therapieeinheiten in Einzeltherapie) sind somit erfüllt. Die über die 10% Gruppentherapie hinausgehend erbrachten 6 Therapieeinheiten in Gruppentherapie sind für die Kodierung nicht maßgeblich.

Sonstige nichtoperative therapeutische Maßnahmen

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-8020 Kapitel 1, 8, 9 Definition der Bezeichnung 'Psychologe' seit OPS 2010 01.01.2010

Im OPS kommt mehrmals die Bezeichnung 'Psychologe' vor. Wie ist diese Bezeichnung definiert? (OPS Nr. 8020)

seit OPS 2010

Mit der Bezeichnung 'Psychologe' ist im OPS ein Diplom-Psychologe gemeint. Ein Diplom-Psychologe hat ein entsprechendes Studium an einer Hochschule mit dem Diplom abgeschlossen. Dem Diplom-Abschluss entsprechend ist ein Master-Abschluss in Psychologie.

OPS-8037 8-83d.0 Biologisch abbaubare Polymerbeschichtung bei Koronarstents seit OPS 2007 22.12.2014

Ist ein Koronarstent, bei dem nur die Polymerbeschichtung biologisch abbaubar ist, mit einem OPS-Kode aus dem Bereich 8-83d.0 Einlegen eines medikamentefreisetzenden, bioresorbierbaren Stents zu verschlüsseln? (OPS Nr. 8037)

seit OPS 2007

Ein Koronarstent, bei dem lediglich die Polymerbeschichtung biologisch abbaubar ist, nicht aber der Stent selbst, kann nicht mit einem OPS-Kode aus dem Bereich 8-83d.0 Einlegen eines medikamentefreisetzenden, bioresorbierbaren Stents verschlüsselt werden. Nur Koronarstents, bei denen der Stent selbst aus resorbierbarem Material besteht, sind mit diesen OPS-Kodes zu kodieren.

OPS-8004 Kapitel 8 Intraoperative Maßnahmen seit OPS 2.0 01.01.2001

Sind intraoperative Maßnahmen wie Monitoring, ZVK, Legen einer Magensonde, Darmspülung etc. zusätzlich zum OP-Kode zu kodieren? (OPS Nr. 8004)

seit OPS 2.0

Nein, zusätzlich zum OP-Kode sind diese Maßnahmen nicht zu verschlüsseln.

OPS-8030 8-835.8, 8-835.j Dreidimensionale Mappingverfahren seit OPS 2018 17.07.2012

Was ist in den OPS-Kodes 8-835.8 und 8-835.j unter den "dreidimensionalen Mappingverfahren" zu verstehen? (OPS Nr. 8030)

seit OPS 2018

Unter den "dreidimensionalen Mappingverfahren" in den OPS-Kodes 8-835.8 und 8-835.j werden dreidimensionale, elektroanatomische Mappingverfahren verstanden.

Das bedeutet, dass diese Systeme sowohl eine 3D-anatomische Darstellung als auch eine 3D-Darstellung der elektrischen Aktivierung (z.B. Aktivierungsmaps, Voltage Maps, Impedence Maps, Contact Force Maps, CFAE-Maps) erlauben und diese Darstellungen aufeinander abbilden. Dies ist z.B. bei den jeweils als Inklusiva der Kodes aufgeführten Systemen der Fall.

Bei Mappingverfahren, die lediglich zur anatomischen Orientierung im Raum dienen und nicht über die oben beschriebenen Möglichkeiten der 3D-Darstellung der elektrischen Aktivierung verfügen, handelt es sich nicht um elektroanatomische Mappingverfahren und somit nicht um dreidimensionale Mappingverfahren im Sinne der OPS-Kodes 8-835.8 bzw. 8-835.j.

OPS 2012 bis OPS 2017

Was ist in den OPS-Kodes 8-835.8 und 8-835.d unter den "dreidimensionalen Mappingverfahren" zu verstehen?

Unter den "dreidimensionalen Mappingverfahren" in den OPS-Kodes 8-835.8 und 8-835.d werden dreidimensionale, elektroanatomische Mappingverfahren verstanden.

Das bedeutet, dass diese Systeme sowohl eine 3D-anatomische Darstellung als auch eine 3D-Darstellung der elektrischen Aktivierung (z.B. Aktivierungsmaps, Voltage Maps, Impedence Maps, Contact Force Maps, CFAE-Maps) erlauben und diese Darstellungen aufeinander abbilden. Dies ist z.B. bei den als Inklusiva aufgeführten Systemen (CARTO-System, EnSite Array, EnSite NavX, EPLogix, Rhythmia (Letzteres ergänzt ab Version 2015)) der Fall.

Bei Mappingverfahren, die lediglich zur anatomischen Orientierung im Raum dienen und nicht über die oben beschriebenen Möglichkeiten der 3D-Darstellung der elektrischen Aktivierung verfügen, handelt es sich nicht um elektroanatomische Mappingverfahren und somit nicht um dreidimensionale Mappingverfahren im Sinne der OPS-Kodes 8-835.8 bzw. 8-835.d.

 

OPS-8003 8-020 Therapeutische Injektion, Heparin-Injektion seit OPS 2.0 01.01.2001

Wie ist der Kode 8-020 'Therapeutische Injektion' zu verstehen? Zählt dazu jede Heparin-Injektion? (OPS Nr. 8003)

seit OPS 2.0

Mit dem Kode 8-020 sind nur therapeutische Injektionen in die genannten Lokalisationen zu verschlüsseln. Alle anderen Injektionen werden nicht kodiert.

Spezielle therapeutische Injektionen wie die systemische Thrombolyse (seit 2004), die chemische Synoviorthese (seit 2005) und die Thrombininjektion durch Anwendung eines Katheters in einer Arterie (seit 2009) sind in die amtliche Fassung aufgenommen worden. (Die Antidottherapie war von 2004 - 2007 in der erweiterten Fassung enthalten.)

OPS-8007 8-020.8 Systematische Lysetherapie seit OPS 2004 01.01.2001

Wie kann die systemische Lysetherapie (z.B. bei Herzinfarkt) kodiert werden? (OPS Nr. 8007)

seit OPS 2004

Die systemische Thrombolyse wird mit dem Kode 8-020.8 kodiert.

OPS-301 Version 2.0 - OPS-301 Version 2.1

Die systemische Lysetherapie kann und soll mit dem OPS-301 nicht kodiert werden.

OPS-8002 8-90 Anästhesie seit OPS 2.0 01.01.2001

Wie kann man eine Anästhesie kodieren? (OPS Nr. 8002)

seit OPS 2.0

Zu jeder Operation gehört eine Anästhesie. Diese wird nicht extra verschlüsselt. Die in Kapitel 8 aufgeführten Kodes sind nur anzuwenden, wenn ausnahmsweise bei einer Maßnahme, die normalerweise ohne Anästhesie durchgeführt wird, eine Anästhesie erforderlich ist.

OPS-8010 8-54, Kapitel 6 Zytostatische Chemotherapie seit OPS 2008 01.01.2005

Wie kodiert man eine zytostatische Chemotherapie? (OPS Nr. 8010)

seit OPS 2008

Wenn ein Patient eine zytostatische Chemotherapie erhält, ist ein Kode aus dem Bereich 8-54 (Zytostatische Chemotherapie) anzugeben. Zusätzlich ist für jedes kodierbare Medikament ein Kode aus dem Kapitel 6 'Medikamente' zu verwenden.

OPS 2005 - OPS 2007

Wenn ein Patient eine zytostatische Chemotherapie erhält, ist immer ein Kode aus dem Bereich 8-54 (Zytostatische Chemotherapie) anzugeben. Zusätzlich ist für jedes kodierbare Medikament ein Kode aus den Medikamentenlisten anzugeben (von 2005 – 2007: 8-012 für ein Medikament der Liste 1; von 2006 – 2007: 8-013 für ein Medikament der Liste 2; in 2007: 8-014 für ein Medikament der Liste 3).

OPS-8006 8-803 Eigenblutspende, Autotransfusion seit OPS 2.1 01.01.2001

Wie können die Eigenblutspende und die Autotransfusion kodiert werden? (OPS Nr. 8006)

seit OPS 2.1

Die Gewinnung und Transfusion von Eigenblut wird mit dem OPS-Kode 8-803 verschlüsselt. Ein Kode aus diesem Bereich ist nur einmal pro stationären Aufenthalt anzugeben.

OPS-301 Version 2.0

Diese Maßnahmen können mit dem OPS-301 nicht verschlüsselt werden.

OPS-8001 8-70 Intubation seit OPS 2.0 01.01.2001

Wie oft muss der Kode für die Intubation angegeben werden? (OPS Nr. 8001)

seit OPS 2.0

Der Kode für die Intubation muss einmal angegeben werden.

OPS-8014 8-390 Pflegerische Maßnahmen seit OPS 2008 01.01.2001

Wie sollen pflegerische Maßnahmen, z.B. Lagerungsmaßnahmen, verschlüsselt werden? (OPS Nr. 8014)

seit OPS 2008

Die Lagerungsbehandlung ist mit den Kodes unter 8-390 und nur bei einem deutlich erhöhten personellen, zeitlichen oder materiellen Aufwand zu kodieren. Diese Kodes sind für die Angabe spezieller Lagerungen (z.B. bei Schienen und Extensionen, Wirbelsäuleninstabilität, Hemi- und Tetraplegie oder nach großen Schädel-Hirn-Operationen) oder für Lagerungen mit speziellen Hilfsmitteln (z. B. Rotations- oder Sandwichbett) zu verwenden. Ein Kode aus diesem Bereich ist jeweils nur einmal pro stationären Aufenthalt anzugeben. Die Lagerung auf einer Antidekubitusmatratze ist davon ausgeschlossen.

OPS 2006 - OPS 2007

Die Lagerungsbehandlung ist mit den Kodes unter 8-390 und nur bei einem deutlich erhöhten personellen, zeitlichen oder materiellen Aufwand zu kodieren. Diese Kodes sind für die Angabe spezieller Lagerungen (z.B. bei Schienen und Extensionen, Wirbelsäuleninstabilität, Hemi- und Tetraplegie oder nach großen Schädel-Hirn-Operationen) oder für Lagerungen mit speziellen Hilfsmitteln (z. B. Rotations- oder Sandwichbett) zu verwenden. Ein Kode aus diesem Bereich ist nur einmal pro stationären Aufenthalt anzugeben.

OPS-301 2.0 - OPS 2005

Es gibt nur einen Kode für die Lagerungsbehandlung: 8-390. Der Kode ist nur einmal pro stationären Aufenthalt anzugeben.

OPS-8019 Ein Teil der Kodes aus 8-55, 8-56, 8-91, 8-97 und 8-98 Berechnung der Behandlungstage seit OPS 2010 01.01.2010

Wie wird die Anzahl der Behandlungstage bei der Kodierung mit dem OPS berechnet? (OPS Nr. 8019)

seit OPS 2010
  • Bei Erfüllung der spezifischen Bedingungen des jeweiligen Kodes umfasst die Anzahl der Behandlungstage bei Frührehabilitationen und  Komplexbehandlungen alle Tage (auch Wochenend- und Feiertage) ab dem dokumentierten Beginn bis zum Ende dieser Behandlung des Patienten.
  • Der Behandlungsbeginn kann dokumentiert werden durch die beim jeweiligen Kode in den Hinweisen geforderten Angaben wie Durchführung eines Assessments zu Beginn der Behandlung, Erstellung eines Behandlungsplanes bei Aufnahme, Bestimmung der Krankheitsaktivität bei Aufnahme oder Ähnliches.
  • Wenn der Behandlungsbeginn in den Hinweisen zu dem jeweiligen Kode nicht definiert ist, so zählt derjenige Tag als Behandlungsbeginn, an dem einer der in den Hinweisen zum jeweiligen Kode beschriebenen Therapiebereiche erstmalig zur Anwendung kommt.
  • Eine zwischenzeitliche Verlegung (intern oder extern) kann zu einer Behandlungsunterbrechung führen. Die Tage, an denen dann keine Frührehabilitation oder Komplexbehandlung erfolgt, zählen nicht mit.

Folgende Kodes sind betroffen:

KodeTitel
8-550Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung
8-552Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation
8-559Fachübergreifende und andere Frührehabilitation
8-561.2Kombinierte funktionsorientierte physikalische Therapie
8-563Physikalisch-medizinische Komplexbehandlung
8-918Multimodale Schmerztherapie
8-971Multimodale dermatologische Komplexbehandlung
8-972Komplexbehandlung bei schwerbehandelbarer Epilepsie
8-974Multimodale Komplexbehandlung bei sonstiger chronischer Erkrankung
8-975.2Naturheilkundliche Komplexbehandlung
8-976Komplexbehandlung bei Querschnittlähmung
8-979Stationäre Behandlung vor Transplantation
8-97aMultimodale intensivmedizinische Überwachung und Behandlung bei zerebrovaskulären Vasospasmen
8-97bMultimodale intensivmedizinische Überwachung und Behandlung bei neuromuskulären Erkrankungen
8-97cStationäre Behandlung bei erfolgter Aufnahme auf die Warteliste zur Organtransplantation
8-97dMultimodale Komplexbehandlung bei Morbus Parkinson
8-982Palliativmedizinische Komplexbehandlung
8-983Multimodale rheumatologische Komplexbehandlung
8-984Multimodale Komplexbehandlung bei Diabetes mellitus
8-985Motivationsbehandlung Abhängigkeitskranker [Qualifizierter Entzug]
8-986Multimodale kinder- und jugendrheumatologische Komplexbehandlung
8-987Komplexbehandlung bei Besiedelung oder Infektion mit multiresistenten Erregern [MRE]
8-988Spezielle Komplexbehandlung der Hand
8-989

Chirurgische Komplexbehandlung bei schweren Infektionen

8-98eSpezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung
8-98g
(neu 2016)
Komplexbehandlung bei Besiedelung oder Infektion mit nicht multiresistenten isolationspflichtigen Erregern

 

OPS-8008 8-903, 8-90 Sedierung bei Punktion, Gastroskopien, Koloskopien seit OPS 2008 01.01.2001

Wie wird die Sedierung bei Punktionen, Gastroskopien, Koloskopien etc. kodiert? (OPS Nr. 8008)

seit OPS 2008

Die (Analgo-)Sedierung kann mit dem Kode 8-903 kodiert werden. Dieser Kode ist nur für Patienten bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres anzugeben.

Im Kode 8-90 'Anästhesie' wird darauf hingewiesen, dass es sich hier um einen Zusatzkode handelt. Er ist nur zu verwenden, wenn das Anästhesieverfahren bei Behandlungen angewendet wurde, die normalerweise ohne Anästhesie durchgeführt werden (z. B. bei Kindern). Eine Analgosedierung beim Erwachsenen ist nicht zu kodieren.

OPS-301 2.0 - OPS 2007

Die Sedierung kann nicht kodiert werden.

OPS-8036 8-853, 8-854, 8-855 Hämofiltration, Hämodialyse, Hämodiafiltration OPS 2014 08.07.2014

Worauf bezieht sich der Hinweis "Bei Filter-, Beutel-, System- oder Datumswechsel sowie bei einer Unterbrechung von bis zu 24 Stunden ist keine neue Verschlüsselung der Prozedur erforderlich" bei der Hämofiltration (8-853), Hämodialyse (8-854) und Hämodiafiltration (8-855) in Bezug auf die Abgrenzung der verlängerten intermittierenden von den kontinuierlichen Verfahren? (OPS Nr. 8036)

OPS 2014

Der Hinweis "Bei Filter-, Beutel-, System- oder Datumswechsel sowie bei einer Unterbrechung von bis zu 24 Stunden ist keine neue Verschlüsselung der Prozedur erforderlich" bezieht sich auf die regelhaft vorkommenden Unterbrechungen ausschließlich bei den kontinuierlichen Verfahren (z.B. CVVH, CVVHD, CVVHDF), d.h. Verfahren, die für mehr als 24 Stunden Behandlungsdauer geplant sind.

Die Unterscheidung zwischen (verlängerten) intermittierenden und kontinuierlichen extrakorporalen Verfahren gründet sich auf die geplante Dauer der Behandlung. Diese ist in der Patientendokumentation anzugeben.
Dafür wird vorausgesetzt, dass diese kontinuierlichen Verfahren grundsätzlich über einen Zeitraum von mehr als 24 Stunden ohne Unterbrechung durchgeführt werden können. Bei einer kontinuierlichen Dialyse ist ein Gerät einzusetzen, das für kontinuierliche Behandlungszeiten von mehr als 24 Stunden geeignet ist.
Auch wenn ein kontinuierliches Verfahren aufgrund klinischer oder paraklinischer Veränderungen oder geänderter Therapieziele nach weniger als 24 Stunden abgebrochen wird, ist ein Kode für ein kontinuierliches Verfahren anzuwenden.

Bei verlängerten intermittierenden Nierenersatzverfahren ist eine Behandlungsdauer von mehr als 6 bis 24 Stunden geplant.

Für die Entscheidung, ob ein Verfahren (verlängert) intermittierend oder kontinuierlich ist, kommt es also nicht auf die tatsächliche, sondern auf die bei Beginn des Dialyseverfahrens geplante Dauer der Behandlung an.

In dem Fall, dass eine kontinuierliche Dialyse unterbrochen wird und in der Zwischenzeit eine intermittierende oder eine verlängerte intermittierende Dialyse durchgeführt wird, ist jede einzelne Dialyseepisode getrennt zu kodieren. In diesem Fall werden daher anstelle eines längeren kontinuierlichen Dialyseverfahrens zwei kürzere kontinuierliche und ein (verlängertes) intermittierendes Dialyseverfahren kodiert.

Kodierfragen zu Kapitel 9 Ergänzende Maßnahmen

Lfd. Nummer Bezugs­kode(s) Thema Gültigkeit Publikations­datum Antwort
OPS-9008 9-402.1 Integrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung seit OPS 2.1 09.12.2015

Kann der Kode 9-402.1 auch verwendet werden, wenn z.B. bei einem Kind eine akute oder chronische somatische Erkrankung ausgeschlossen werden konnte? (OPS Nr. 9008)

seit OPS 2.1

Ja, der Kode "9-402.1 Integrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung" kann auch verwendet werden, wenn bei einem Kind akute somatische Beschwerden bestehen/bestanden und als Ursache eine akute oder chronische somatische Erkrankung ausgeschlossen werden konnte.

Mit der Formulierung im Hinweis des Kodes  "bei akuten und chronischen somatischen Erkrankungen" sind insbesondere auch körperliche (somatische) Beschwerden gemeint, die in einer Einrichtung für Pädiatrie zusammen mit den "psychischen" Beschwerden behandelt werden.

Beispiel:

Ein Kind wurde wegen täglichem unkontrollierten Einkoten/Enkopresis stationär behandelt. Eine organische Ursache wurde ausgeschlossen und das Kind erhielt den in der Prozedur 9-402.1 geforderten Umfang an ärztlicher/psychologischer Therapie.  Es wurde mit F98.1 (Nichtorganische Enkopresis) kodiert, da die "organische" Enkopresis (R15) ausgeschlossen wurde. In diesem Fall kann der Kode 9-402.1 angegeben werden.

OPS-9004 PKMS PKMS bei Patienten auf einer Intermediate-Care-Station (IMC) seit OPS 2012 07.12.2011

Kann der PKMS ab 2012 für Patienten auf einer Intermediate-Care-Station (IMC) angewendet werden? (OPS Nr. 9004)

seit OPS 2012

Ja, der PKMS kann ab 2012 für Patienten auf einer Intermediate-Care-Station (IMC) angewendet werden. Er kann aber in Zeiten, in denen Beatmungsstunden gezählt werden, nicht angewendet werden.

Wenn Punkte aus den Bereichen 8-980 Intensivmedizinische Komplexbehandlung, 8-98f Aufwendige intensivmedizinische Komplexbehandlung (Kode wurde 2013 ergänzt)  und 8-98d Intensivmedizinische Komplexbehandlung im Kindesalter angerechnet werden, können für diesen Patienten am selben Kalendertag keine Punkte aus den PKMS für den Bereich 9-20 Hochaufwendige Pflege geltend gemacht werden.

OPS-9005 PKMS PKMS-Punkte und andere OPS-Kodes im gleichen Zeitraum seit OPS 2013 01.12.2010

Können für den gleichen Zeitraum PKMS-Punkte angerechnet werden, für den andere OPS-Kodes geltend gemacht werden? (OPS Nr. 9005)

seit OPS 2013

Ja, außer für die Kodes 8-980 Intensivmedizinische Komplexbehandlung, 8-98f Aufwendige intensivmedizinische Komplexbehandlung, 8-98d Intensivmedizinische Komplexbehandlung im Kindesalter, 8-981 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls und 8-98b Andere neurologische Komplexbehandlungen des akuten Schlaganfalls können PKMS-Punkte angerechnet und für den gleichen Zeitraum andere OPS-Kodes geltend gemacht werden.

OPS Version 2010 bis OPS Version 2012

Ja, außer für die Kodes 8-980 Intensivmedizinische Komplexbehandlung, 8-98d Intensivmedizinische Komplexbehandlung im Kindesalter, 8-981 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls und 8-98b Andere neurologische Komplexbehandlungen des akuten Schlaganfalls können PKMS-Punkte angerechnet und für den gleichen Zeitraum andere OPS-Kodes geltend gemacht werden.

OPS-9002 9-262.1 Risikoneugeborenes seit OPS 2005 01.01.2005

Was ist ein Risikoneugeborenes? (OPS Nr. 9002)

seit OPS 2005

Die Definition eines Risikoneugeborenen ergibt sich nach Rücksprache mit der GNPI (Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin) klar aus den folgenden AWMF-Leitlinien:

  • Betreuung des gesunden Neugeborenen im Kreißsaal und während des Wochenbettes der Mutter
  • Verlegung Neugeborener aus Geburtskliniken in Kinderkliniken
  • Antepartaler Transport von Risiko-Schwangeren

Ein Risikoneugeborenes liegt in folgenden Fällen vor:

  • Unreife (weniger als 35 vollendete SSW), Übertragung
  • Zwillinge weniger als 34+0 SSW, höhergradige Mehrlinge
  • Fetale Wachstumsretardierung (3. Perzentile und weniger)
  • Chronische Plazentainsuffizienz, Nabelschnurkomplikationen
  • Schwere schwangerschaftsassoziierte Erkrankungen wie schwere Präeklampsie, HELLP-Syndrom
  • Fetale Herzrhythmusstörungen
  • Anamnestischer Verdacht auf Infektion (fetale Tachykardie, Fieber der Mutter über 38,0 °C, vorzeitiger Blasensprung mehr als 24 Stunden, etc.)
  • Chronische Infektionen der Mutter, wenn sie den Feten bedrohen (Toxoplasmose, HSV, CMV, HIV)
  • Chronische Erkrankungen der Mutter, wenn sie den Feten bedrohen (z.B. schwere Organerkrankungen, PKU, Hypo-/Hyperthyreose, Zustand nach Transplantation, Autoimmunopathien, mütterlicher Diabetes mellitus, Gestationsdiabetes)
  • Drogenabhängigkeit
  • Fehlbildungen oder Verdacht darauf
  • Angeborene Stoffwechselstörungen bzw. Endokrinopathie oder Verdacht darauf (Diabetische Fetopathie)
  • Morbus haemolyticus neonatorum

 

OPS-9007 PKMS Maßnahme C4 beim PKMS bei neurogenen Darmfunktionsstörungen bei Para- oder Tetraplegie/-parese OPS 2015 22.12.2014

Wie ist die Maßnahme C4 beim PKMS für Patienten mit neurogenen Darmfunktionsstörungen bei Paraplegie/-parese oder Tetraplegie/-parese (G12) anzuwenden? (OPS Nr. 9007)

OPS 2015

Wenn bei Patienten mit neurogenen Darmfunktionsstörungen bei Paraplegie/-parese oder Tetraplegie/-parese (G12) die Stuhlausscheidung im Bett mit aufwendiger Positionierung des Patienten durch stabilisierende Lagerungsmaßnahmen UND die Übernahme des Darmmanagements durch intermittierendes digitales Stimulieren, Kolonmassage mindestens einmal täglich erfolgt, können die PKMS-Punkte für den Leistungsbereich C angerechnet werden.

Für diese spezifische kleine Patientengruppe wurde nach Veröffentlichung des OPS 2015 festgestellt, dass eine mindestens viermal tägliche Durchführung der Maßnahme nicht  angebracht ist. Eine entsprechende Änderung wurde mit dem OPS 2016 umgesetzt.

OPS-9003 9-60 bis 9-69 Psychotherapeutisch fortgebildete Diplompädagogin seit OPS 2011 07.07.2011

Wie kodiert eine psychotherapeutisch fortgebildete Diplompädagogin ihre Leistungen im Bereich 9-60 bis 9-69? (OPS Nr. 9003)

seit OPS 2011

Eine psychotherapeutisch fortgebildete Diplompädagogin erfüllt die Tätigkeitsmerkmale der Kodes für die Berufsgruppe der (gestrichen ab 2016: (Ärzte und)) Psychologen, indem sie z.B. auf der Station psychotherapeutische Einzelgespräche führt. Kodiert diese Fachkraft ihre Leistungen dann in der Berufsgruppe der (gestrichen ab 2016: (Ärzte und)) Psychologen oder in der Berufsgruppe der Spezialtherapeuten?

Ausschlaggebend ist bei gleicher Tätigkeit und entsprechender Qualifikation die Vergütung. Ist die beispielhaft in der Frage angegebene Diplompädagogin entsprechend einer Psychologin eingruppiert, kodiert sie ihre Leistung als Leistung der Berufsgruppe der (gestrichen ab 2016: (Ärzte und)) Psychologen. Ist sie wie eine Spezialtherapeutin (z.B. in der Berufsgruppe der Heilpädagogen/Sozialarbeiter) eingruppiert, kodiert sie ihre Leistung als Leistung der Berufsgruppe der Spezialtherapeuten.

OPS-9006 9-60, 9-63 Zuordnung von Therapieverfahren zu Berufsgruppen bei der Ermittlung der Therapieeinheiten seit OPS 2019 08.07.2014

Wie sind die in den OPS-Kodes 9-60 und 9-63 genannten Verfahren (z.B. Biofeedback), die in den Hinweisen Spezialtherapeuten zugeordnet sind, bei der Ermittlung der Therapieeinheiten zu berücksichtigen, wenn diese Verfahren durch Ärzte und Psychologen angewandt werden? (OPS Nr. 9006)

seit OPS 2019

Die Zuordnungen von Therapieverfahren zu Berufsgruppen beschreiben Mindestanforderungen an die Qualifikation der Berufsgruppen, die die Leistung erbringen.

Wenn Verfahren (z.B. Biofeedback), die Spezialtherapeuten zugeordnet sind, durch Ärzte und Psychologen erbracht werden, sind diese Verfahren dementsprechend bei den Ärzten und Psychologen als Therapieeinheiten zu berücksichtigen.

Dagegen können Verfahren, die ausschließlich Ärzten und Psychologen zugeordnet sind, nicht bei Spezialtherapeuten angerechnet werden.

OPS 2014 bis OPS 2018

Wie sind die in den OPS-Kodes 9-60 und 9-63 genannten Verfahren (z.B. Biofeedback), die in den Hinweisen Spezialtherapeuten und Pflegefachpersonen zugeordnet sind, bei der Ermittlung der Therapieeinheiten zu berücksichtigen, wenn diese Verfahren durch Ärzte und Psychologen angewandt werden?

Die Zuordnungen von Therapieverfahren zu Berufsgruppen beschreiben Mindestanforderungen an die Qualifikation der Berufsgruppen, die die Leistung erbringen.

Wenn Verfahren (z.B. Biofeedback), die Spezialtherapeuten und Pflegefachpersonal zugeordnet sind, durch Ärzte und Psychologen erbracht werden, sind diese Verfahren dementsprechend bei den Ärzten und Psychologen als Therapieeinheiten zu berücksichtigen.

Dagegen können Verfahren, die ausschließlich Ärzten und Psychologen zugeordnet sind, nicht bei Spezialtherapeuten und Pflegefachpersonal angerechnet werden.

OPS-9001 9-500 Asthmaschulung, Diabetesschulung, während eines stationären Aufenthaltes seit OPS 2005 01.01.2005

Wie soll man Asthmaschulung oder Diabetesschulung während eines stationären Aufenthaltes verschlüsseln? (OPS Nr. 9001)

seit OPS 2005

Seit Version 2005 kann mit den Kodes 9-500 die Patienten- bzw. Angehörigenschulung verschlüsselt werden. Ein Kode ist nur einmal pro stationären Aufenthalt und unter Berücksichtigung der Hinweise anzugeben.

OPS-301 Version 2.0 - OPS-301 Version 2004

Diese Maßnahmen können mit dem OPS-301 nicht verschlüsselt werden.