Der Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) ist die amtliche Klassifikation zum Verschlüsseln von Operationen, Prozeduren und allgemein medizinischen Maßnahmen.
Seit dem 1. Januar 2018 ist der OPS in der Version 2018 anzuwenden.

OPS Version 2019

Bitte beachten Sie: Über unterjährige Fehlerkorrekturen und Aktualisierungen informiert Sie ausschließlich unser Newsletter DIMDI Aktuell, Rubrik Klassifikationen.

Der OPS ist in verschiedenen Fassungen und Formaten erhältlich und wird zurzeit jährlich überarbeitet; die aktualisierte Version tritt zu Jahresbeginn in Kraft und ist bis Ende des Jahres gültig. Über unterjährige Fehlerkorrekturen und Aktualisierungen informiert Sie unser Newsletter DIMDI Aktuell, Rubrik Klassifikationen, Terminologien, Standards.

Amtliche Klassifikation für Operationen und Prozeduren

Das DIMDI gibt den Operationen- und Prozedurenschlüssel OPS im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit heraus, er ist gemeinfrei. Die Anwendung erfolgt im stationären Bereich gemäß § 301 SGB V, im Bereich des ambulanten Operierens gemäß § 295 SGB V.

Aufbau des OPS

Der OPS besteht aus zwei Teilen:

  • Systematisches Verzeichnis (Systematik) aus der eigentlichen Systematik, also der hierarchisch geordneten Liste der Kodes, und ergänzenden Informationen: Der Vorspann enthält Hinweise zur Benutzung sowie einen Kommentar mit den wichtigsten Änderungen gegenüber der Vorgängerversion. Im Anhang finden Sie Anleitungen, um Aufwandspunkte für die intensivmedizinische Komplexbehandlung zu berechnen, und die Pflegekomplexmaßnahmen-Scores (PKMS).
  • Alphabetisches Verzeichnis (Alphabet) mit der alphabetisch geordneten Liste nahezu aller in der Systematik enthaltenen Operationen und Prozeduren (jeweils mit zugehörigem Kode) und einer Einführung zum Alphabet.

Im Vorspann zum OPS finden Sie die Hinweise zur Benutzung. Vorrangig sind aber bereichsspezifische Kodierrichtlinien anzuwenden.

OPS als Grundlage für G-DRG, EBM und Qualitätsberichte

Der OPS ist eine wichtige Grundlage für das pauschalierende Entgeltsystem G-DRG. Es wird im Auftrag der Selbstverwaltungspartner im Gesundheitswesen vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) bereitgestellt und in der stationären Versorgung eingesetzt. Für die Vergütung der ambulanten Operationen nach einheitlichem Bewertungsmaßstab (EBM) werden Operationen und Prozeduren ebenfalls nach OPS kodiert. Auch die Qualitätsberichte der Krankenhäuser basieren auf OPS-kodierten Operationen.

Vorschlagsverfahren zu OPS und ICD-10-GM

Der OPS wird in einem aufwendigen Pflegeverfahren weiterentwickelt. Die Grundlage dafür bildet ein zurzeit jährlich unter Federführung des DIMDI durchgeführtes Vorschlagsverfahren.

OPS als Adaption des ICPM der WHO

Der OPS ist eine Adaption der Internationalen Klassifikation der Prozeduren in der Medizin (ICPM) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). ICPM steht für "International Classification of Procedures in Medicine". Die deutsche Fassung der ICPM entstand auf der Basis einer Übersetzung der erweiterten holländischen Fassung ICPM-DE (Dutch Extension). Diese wurde zum OPS weiterentwickelt. Bis 2004 wurde der OPS als OPS-301 bezeichnet (301 bezieht sich auf den § 301 SGB V, der die Anwendung des OPS vorschreibt). Der OPS ist eine an die Erfordernisse des deutschen Gesundheitswesens angepasste Fassung. Er wird mit den Partnern der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen unter Federführung des DIMDI zurzeit jährlich überarbeitet.

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