Service Klassifikationen

Hier finden Sie FAQ (häufig gestellte Fragen) rund um das Thema Klassifikationen  und deren Antworten.

Antworten zu spezifischen Kodierfragen zu ICD-10-GM und OPS finden Sie unter der jeweiligen Rubrik.

Über diesen Link gelangen Sie schnell zu älteren Versionen der Onlinefassungen der Klassifikationen, die Links auf die aktuellen Versionen finden Sie auch in der Marginalspalte.

Unter Downloads finden Sie aktuelle und ältere Versionen der Klassifikationen.

Sie können beim DIMDI eine OID oder Änderungen zu einer bereits vergebenen OID beantragen, die Buchausgabe zur ICF bestellen und den Versandstatus erfragen sowie - sofern schon freigesschaltet - Vorschlagsformulare für das Vorschlagsverfahren  für die ICD-10-GM und den OPS herunterladen.

FAQ ICD-10

Hier werden allgemeine  Fragen beantwortet. Kodespezifische Fragen zur Kodierung mit der ICD-10-GM finden Sie unter: Kodierfragen ICD-10-GM

Informationen und Dateien zur englischsprachigen ICD-10 der WHO finden Sie auf der Website der WHO: www.who.int – Health topics – Classifications - Classification of Diseases (ICD)

Die ICD-10-GM wird zurzeit jährlich überarbeitet.

Dabei werden zum einen Änderungen der ICD-10 der WHO übernommen. Informationen zum Update-Prozess der WHO finden Sie auf der Website der WHO: www.who.int - Health topics - Classifications - Classification of Diseases (ICD) - Updating process

Zum anderen wird die GM-Fassung auf der Basis des vom DIMDI durchgeführten Vorschlagsverfahrens zu ICD-10-GM und OPS weiterentwickelt.

Eine orientierende Übersicht über die seit 1941 in Deutschland eingesetzten ICD-Revisionen finden Sie auf unserer Website. Nicht alle Ausgaben stehen auch als Datei zur Verfügung. Wir sind aber bemüht, einige dieser historischen Ausgaben einzuscannen und zugänglich zu machen. Einige alte Ausgaben finden Sie bereits jetzt im Downloadbereich Klassifikationen.

Eine Auszählung der Schlüsselnummern unterschiedlicher Revisionen, Fassungen und Versionen ist relativ aufwendig und ein Vergleich der Zahlen schwierig. Aus diesem Grund verzichten wir auf die Publikation genauer Zahlen. Einige Überlegungen sollen den Hintergrund verdeutlichen:

Zunächst muss festgelegt werden, was man zählen will - nur die Kodes der Krankheitskapitel oder auch die von Kap. XX (die ehemalige E-Klassifikation der ICD-9) und Kap. XXI (die ehemalige V-Klassifikation der ICD-9).

  • Kapitel: Diese Zahl ist leicht zu bestimmen.
  • Gruppen: Hier dürfen nur die Gruppen der untersten Gruppenebene gezählt werden; es gibt nämlich einige Kapitel mit mehreren Gruppenebenen, bei denen Gruppen zu Obergruppen zusammengefasst sind.
  • Dreisteller (Kategorien): Diese Zahl ist ebenfalls leicht zu bestimmen.
  • Viersteller (Subkategorien): Diese Zahl ist schon schwieriger zu bestimmen. Es wird unterschieden zwischen präkombinierten und postkombinierten Kodes. Präkombinierte Viersteller z.B. sind explizit als Viersteller in der Klassifikation aufgeführt; ihre Zahl ist leicht zu bestimmen. Postkombinierte Viersteller können vom Anwender mittels einer Subklassifikation, also einer Liste mit möglichen Werten für die vierte Stelle, gebildet werden (z.B. T10.- in der ICD-10-WHO). Häufig gelten solche Listen nicht nur für einen Kode, sondern für mehrere. Die Anzahl postkombinierter Kodes ist nicht exakt zu bestimmen, da - vor allem im Kapitel XX - nicht jede Kombination sinnvoll ist.
  • Fünfsteller: Auch diese Zahl ist schwierig zu bestimmen, da fast alle Fünfsteller postkombiniert sind.
  • Endständige/terminale Schlüsselnummern oder kodierbare Endpunkte: Als endständig werden alle Schlüsselnummern bezeichnet, die nicht weiter differenziert sind, also keine Subkodes haben. Drei- und Viersteller können endständig sein; Fünfsteller sind immer endständig, da es in der ICD-10 keine Sechssteller gibt.

Ein Vergleich der Zahlen der GM-Ausgabe mit der SGB-V-Ausgabe wird noch schwieriger, denn im sogenannten Minimalstandard der SGB-V-Ausgabe konnten auch nichtterminale Dreisteller als gültige Schlüsselnummern verwendet werden - es sei denn, alle zugehörigen Viersteller waren im Minimalstandard, denn dann war der Dreisteller nicht im Minimalstandard.

Genaue Zahlen sind also schwierig zu ermitteln und die Gefahr einer falschen Interpretation ist groß.

Die folgende Tabelle enthält daher nur gerundete Werte, und zwar ohne Berücksichtigung des Minimalstandards. Wenn die Zahlen in aufeinanderfolgenden Versionen ähnlich sind, bedeutet das nicht unbedingt, dass keine Änderungen stattgefunden haben: Löschungen und Neuzugänge halten sich die Waage. Zum Vergleich: Die ICD-9 enthielt ca. 6.900 kodierbare Endpunkte.

Version ICD-10 Systematik* ICD-10 Alphabet**
SGB-V 1.3 ca. 9.000 --
SGB-V 2.0 ca. 12.400 ca. 31.200***
GM 2004 ca. 13.000 ca. 53.800
GM 2005 ca. 13.100 ca. 64.300
GM 2006 ca. 13.200 ca. 73.500
GM 2007 ca. 13.200 ca. 73.900
GM 2008 ca. 13.300 ca. 75.500
GM 2009 ca. 13.300 ca. 75.600
GM 2010 ca. 13.300 ca. 75.800
GM 2011 ca. 13.300 ca. 76.400
GM 2012 ca. 13.300 ca. 76.500
GM 2013 ca. 13.400 ca. 76.800
GM 2014 ca. 13.400 ca. 76.900
GM 2015 ca. 13.400 ca. 77.400
GM 2016 ca. 13.500 ca. 78.700
GM 2017 ca. 13.600 ca. 79.500
GM 2018 ca. 13.700 ca. 79.800

* endständige Kodes
** Einträge in der EDV-Fassung
*** ICD-Diagnosenthesaurus Version 4.0

Das Kapitel XXII wurde erst mit der Version 2004 in die ICD-10 aufgenommen. Hier werden im Kodebereich U00-U99 "Schlüsselnummern für besondere Zwecke" zusammengefasst.

WHO- und GM-Ausgabe unterscheiden sich hier deutlich:

Während in der WHO-Fassung in Version 2004 und 2005 zunächst nur die Gruppe U00-U49 "Vorläufige Zuordnung für Krankheiten mit unklarer Ätiologie" mit den beiden Kodes U04 und U04.9 für SARS bzw. "SARS, nicht näher bezeichnet" enthalten war, gab es in der GM-Fassung drei weitere Gruppen.

Mittlerweile gibt es in Kap. XXII in der ICD-10-WHO 2 Gruppen, in der ICD-10-GM 7 Gruppen.

Über den Einsatz der unterschiedlichen Versionen von ICD-10-WHO und ICD-10-GM informiert jeweils der Versionsverlauf. Dort finden Sie auch Hinweise auf die Bekanntmachungen des Bundesministeriums für Gesundheit, mit denen neue GM-Versionen jeweils in Kraft gesetzt wurden.

Die SGB-V-Fassung der ICD-10, die sog. ICD-10-SGB-V, entstand aufgrund einer Rahmenvereinbarung zwischen den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenversicherung, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Danach sollte die deutschsprachige ICD-10 der WHO für die Belange des V. Buches Sozialgesetzbuch vereinfacht werden, um sie zur Diagnosenverschlüsselung in der vertragsärztlichen Praxis nach § 295 SGB V und im stationären Bereich nach § 301 SGB V anzuwenden. Die ICD-10-SGB-V wurde in der Version 1.3 gegenüber der ICD-10-WHO in einigen Teilen deutlich reduziert: In Mitteleuropa seltene Erkrankungen, der größte Teil des Kapitel XX "Äußere Ursachen von Morbidität und Mortatlität" und eine Vielzahl von Kodes aus Kap. XXI "Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen" entfielen.

Um im stationären Bereich das Entgeltsystem AR-DRG (Australian Refined Diagnoses Related Groups) in Deutschland einführen zu können, mussten die Kapitel I bis XIX auf der Grundlage der australischen ICD-10-AM erweitert werden, da dazu eine höhere Granularität der Klassifikation erforderlich war. Diese gegenüber der Version 1.3 für den stationären Bereich erweiterte Fassung war die ICD-10-SGB-V Version 2.0.

Die ICD-10-SGB-V Version 1.3 wurde ab dem 1. Januar 2000 im ambulanten und im stationären Bereich eingesetzt. Im ambulanten Bereich blieb sie bis Ende 2003 im Einsatz, im stationären Bereich wurde sie in den Jahren 2002 und 2003 durch die Version 2.0 ersetzt.

Seit 2004 wird die ICD-10-SGB-V als ICD-10-GM (German Modification) weitergeführt, sie wird sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich eingesetzt.

Wenn Sie "von Hand" verschlüsseln wollen, benötigen Sie sowohl das Systematische als auch das Alphabetische Verzeichnis der gewünschten ICD-10-Version. Sie finden alle Fassungen kostenfrei unter Klassifikationen - Downloads. Die Systematischen Verzeichnisse liegen auch als Onlinefassungen vor.

  1. Schlagen Sie im Alphabetischen Verzeichnis die gesuchte Diagnose nach. Es enthält hinter jedem Eintrag den zugehörigen Kode.
  2. Überprüfen Sie den gefundenen Kode, indem Sie den Kode im Systematischen Verzeichnis aufsuchen.
  3. Wenn Sie den gesuchten Begriff nicht im Alphabetischen Verzeichnis finden, suchen Sie ggf. nach anderen Schreibweisen, nach Synonymen oder bei zusammengesetzten Begriffen nach Wortbestandteilen.
  4. Nur wenn Sie auch dann nichts finden, sollten Sie die Diagnose direkt mit der Systematik verschlüsseln, indem Sie in der Systematik das passende Kapitel, die passende Gruppe und dann den passenden Kode suchen.

Bitte beachten Sie, dass beim Kodieren mit der GM-Fassung bereichsspezifische Kodierrichtlinien der Selbstverwaltung gelten.

EDV-gestützte Verschlüsselungssysteme arbeiten nach demselben Prinzip. Ihr EDV-System sollte daher neben der Systematik wegen der vielen Synonyme auch das Alphabet enthalten.

Die Kapitel XX "Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität" und XXI "Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen" der ICD-10 der WHO entsprechen der E- bzw. der V-Zusatzklassifikation in der ICD-9. In der SGB-V-Ausgabe und in der German Modification der ICD-10 ist für die Verschlüsselung nur eine Auswahl dieser Schlüsselnummern zugelassen - viele davon nur in Ergänzung anderer Schlüsselnummern zur näheren Diagnosespezifizierung.

Kapitel XX ist wichtig für die Verschlüsselung von Todesursachen mit der ICD-10-WHO.

Bei der Verschlüsselung der Morbidität mit der ICD-10-SGB-V und der ICD-10-GM dürfen Schlüsselnummern aus diesem Kapitel nur zusätzlich zu anderen Schlüsselnummern verwendet werden, z.B. um die äußere Ursache einer Verletzung anzugeben. So ist z.B. "Fraktur der Patella durch Angefahrenwerden von einem LKW" als S82.0 zu verschlüsseln. Zusätzlich kann V99! vergeben werden, um die Ursache "Transportmittelunfall" zu verschlüsseln. Keinesfalls dürfen die mit Ausrufezeichen gekennzeichneten Kodes als alleinige Schlüsselnummer benutzt werden.

Kapitel XXI dient der Verschlüsselung all jener Zustände, die zur Inanspruchnahme medizinischer Leistungen führen, die aber keine eigentlichen krankhaften Zustände sind und daher nicht in den Kapitel I bis XIX aufgeführt sind. Hierunter fallen z.B. Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen.

FAQ OPS

Hier werden allgemeine Fragen beantwortet.  Kodespezifische Fragen zur Kodierung mit dem OPS finden Sie unter: Kodierfragen zum OPS

Seit der OPS-301 Version 2004 liegt ein alphabetisches Verzeichnis vor, das jährlich aktualisiert wird.

Die Liste der Änderungen (Aktualisierungsliste) finden Sie auf unserer Website unter Klassifikationen - Downloads - OPS im  jeweiligen Jahresversionsordner, für die aktuelle Version als Einzeldatei und bei Vorgängerversionen innerhalb des Gesamt-ZIPs.

Unter Klassifikationen - Downloads - OPS finden Sie Dateien, die als Metadaten bezeichnet sind und ausdefinierte, endständige Kodes mit sinntragenden Texten zum Import in Datenbanksysteme enthalten.

Eine solche Datei liegt zurzeit leider nicht vor.

Der OPS ist keine umfassende medizinische Prozedurenklassifikation. Er fasst vielmehr jene Verfahren zusammen, die im australischen DRG-System für die Ansteuerung der DRGs und für die Differenzierung zwischen DRGs erforderlich sind. Weiterhin wurden Maßnahmen aufgenommen, die für die Anpassung und Weiterentwicklung des DRG-Systems in Deutschland erforderlich sein könnten.

seit OPS-301 Version 2.0

Diese Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. Der OPS arbeitet mit Subklassifikationen, also Listen, nach denen die endständigen Schlüsselnummern gebildet werden müssen. Dabei sind nicht alle formal möglichen Kombinationen auch medizinisch sinnvoll.

Version OPS(-301)
Systematik*
OPS(-301)
Alphabet**
2004 ca. 22.800 ca. 20.200
2005 ca. 22.900 ca. 24.100
2006 ca. 23.600 ca. 25.100
2007 ca. 24.200 ca. 26.400
2008 ca. 25.000 ca. 28.700
2009 ca. 25.500 ca. 28.800
2010 ca. 27.000 ca. 30.700
2011 ca. 27.500 ca. 31.500
2012 ca. 28.000 ca. 33.300
2013 ca. 28.300 ca. 34.100
2014 ca. 28.800 ca. 34.900
2015 ca. 29.200 ca. 36.100
2016 ca. 29.750 ca. 37.400
2017 ca. 30.400 ca. 40.800
2018 ca. 30.950 ca. 42.000

* endständige Kodes

** Einträge in der EDV-Fassung

FAQ MeSH

Der MeSH wird zum Wiederauffinden von Dokumentationseinheiten wie Büchern, Zeitschriften, Artikeln usw. zu medizinischen Themen genutzt.

Hierzu werden Dokumente inhaltlich erfasst und dem Dokument Schlagwörter zugeordnet. Diesen Vorgang nennt man Indexieren. Schlagwörter werden auch als Deskriptoren oder englisch als headings bezeichnet. Das Indexieren anhand einer definierten Liste von Schlagwörtern, einer Deskriptorenliste, nennt man gebundenes Indexieren. Ein Wiederauffinden von Dokumenten ist nur dann möglich, wenn der Suchende dieselben Schlagwörter bei seiner Suche verwendet wie der Indexierer. Der Suchende kann anhand der Deskriptorenliste gezielt relevante Schlagwörter eruieren und für seine Suche nach den gewünschten Dokumentationseinheiten einsetzen. Anwendung findet dies zum Beispiel beim Retrieval in der Datenbank MEDLINE.

Enthält die Liste der Schlagwörter nähere Hinweise zum Inhalt und Regeln zur Anwendung der einzelnen Schlagwörter, z.B. auch in Bezug auf Synonyme und Homonyme, spricht man von einem Ordnungssystem. MeSH – Medical Subject Headings ist ein solches Ordnungssystem. Von einer reinen Klassifikation unterscheidet es sich dadurch, dass eine Dokumentationseinheit nicht nur durch genau einen Deskriptor, sondern durch eine (Begriffs)kombination aus mehreren Deskriptoren beschrieben wird, die sich in ihren jeweiligen Bedeutungen auch überschneiden dürfen. Ordnungssysteme, die mit Begriffskombinationen arbeiten, werden auch als Thesaurus bezeichnet.

Weltweit gibt es mehr als 20 internationale MEDLARS-Zentren. Das Verzeichnis internationaler MEDLARS-Zentren der National Library of Medicine enthält die zugehörigen Adressen.

Der MeSH ist in verschiedenen Sprachen erhältlich. Das Verzeichnis internationaler MEDLARS-Zentren der NLM gibt Ihnen Hinweise über die Verbreitung des MeSH in anderen Sprachen.

Die zweisprachige deutsch-englische Ausgabe ist beim DIMDI kostenfrei verfügbar.

Die Links zur englischen Originalausgabe und zur zweisprachigen französisch-englischen Ausgabe finden Sie auf unser Seite Basisinformation MeSH.

Die MEDLINE-Datenbank ist eine der größten biomedizinischen Literaturdatenbanken. Sie enthält Literaturhinweise (i.d.R. Autor, Titel, Quelle, Zusammenfassung) auf Artikel biomedizinischer Fachzeitschriften. Hervorgegangen ist die Datenbank MEDLINE aus der bereits seit mehr als 100 Jahren von der National Library of Medicine (NLM) herausgegebenen Bibliographie Index Medicus, die die weltweit umfassendste biomedizinische Fachliteratursammlung enthält. Der als Wortschatzquelle zugrunde liegende MeSH-Thesaurus ist ein systematisch geordnetes biomedizinisches Schlagwortregister, mit dessen Deskriptoren der Inhalt jedes Artikels der MEDLINE-Datenbank inhaltlich beschrieben, d.h. indexiert wird. Diese so vergebenen Deskriptoren können dann wiederum bei einer thematischen Suche in MEDLINE (z. B. in PubMed) für die Suchanfrage verwendet werden und ermöglichen dadurch den gezielten und spezifischen Zugriff auf die gewünschten Literaturdokumente.

Das DIMDI übersetzt die MeSH-Deskriptoren in enger Anlehnung an die amerikanische Vorlage, so bleibt der Charakter des Thesaurus bzw. Schlagwortregisters gewahrt.

Für die deutsche Fassung werden die Hauptschlagwörter der Originalfassung 1:1 übersetzt. Sie werden durch Synonyme ergänzt, die im deutschen Sprachraum gebräuchlich sind. Da sich Sprachraum und Sprachgebrauch unterscheiden, sind auch die Zahlen deutscher und englischer Synonyme verschieden.

Die Originalfassung enthält viele Anmerkungen, Verweise und Definitionen zu den einzelnen Deskriptoren. Diese sind in der deutschen Übersetzung nicht enthalten. Bei professioneller Nutzung des deutschen MeSH sollte daher auch die englische Ausgabe mit den zusätzlichen Hinweisen herangezogen werden.

Der MeSH wird von der National Library of Medicine, USA, (NLM) jährlich aktualisiert. DIMDI überträgt das Update der NLM ins Deutsche. Gleichzeitig mit der Umstellung des MeSH von der deskriptor- auf die konzeptbasierte Struktur wurde auch die Übersetzung und Pflege des deutschen MeSH umgestellt und erfolgt jetzt online auf dem Rechner der National Library of Medicine. Die jeweils aktuelle Ausgabe der deutschen Übersetzung der MeSH-Deskriptoren ist in zwei Formaten (XML-Fassung und Datenbankfassung im CSV-Format) beim DIMDI erhältlich.

In der zweisprachigen deutsch-englischen Fassung des MeSH sind rund 25.000 Deskriptoren enthalten. Die aktuellen Zahlen finden Sie in der Basisinformation zum MESH.

Der MeSH ist polyhierarchisch strukturiert und besteht traditionell aus den drei Teilen MeSH Tree Structures (systematischer Teil), MeSH Annotated Alphabetic List (alphabetisches Verzeichnis) und Permuted MeSH (permutiertes Verzeichnis). Ende 1980 wurde der Original-MeSH der NLM und nachfolgend auch der deutsche MeSH von einer Deskriptorhierarchie auf eine Konzepthierarchie umstrukturiert. Das MeSH-Vokabular blieb unberührt. Vorteil ist eine bessere Abbildung der Beziehungen der MeSH-Begriffe untereinander und die verbesserte Integration in den konzeptbasierten UMLS-Thesaurus. Weitere Informationen finden Sie auf unseren Internetseiten zum MeSH.

Die Abkürzung MeSH steht für Medical Subject Headings. Hierbei handelt es sich um einen Thesaurus, den die National Library of Medicine (NLM), USA erstellt und fortlaufend pflegt. Er wird zur Katalogisierung der Bibliotheksbestände und zur Indexierung der von der NLM hergestellten Datenbanken benutzt. Weil im deutschsprachigen Raum ein in diesem Umfang vergleichbarer medizinischer Thesaurus fehlte, hat das DIMDI eine deutsche Übersetzung der MeSH-Deskriptoren erstellt. Das Urheberrecht für den deutschen MeSH liegt beim DIMDI, das für die englischen MeSH-Terms bei der NLM. Ausführliche Informationen zum MeSH und seiner Anwendung finden Sie auf unseren Internetseiten zum MeSH.