Hier finden Sie rund um das Thema Samenspender-Register häufig gestellte Fragen (FAQ) und deren Antworten.

Das Gesetz ist im Juli 2017 verabschiedet worden und tritt zum 1. Juli 2018 in Kraft.

Das Gesetz gilt für alle Kinder, die ab dem 1. Juli 2018 durch heterologe Verwendung von Samen (= Samenspende) bei einer ärztlich unterstützten künstlichen Befruchtung gezeugt worden sind. In diesen Fällen erfasst unser Samenspender-Register Daten.

Zu Kindern, die vor dem 1. Juli 2018 durch eine Samenspende gezeugt wurden, werden keine Daten beim DIMDI gespeichert.

Wer vermutet oder weiß, durch Spendersamen bei einer ärztlich unterstützten künstlichen Befruchtung nach dem 1. Juli 2018 gezeugt worden zu sein, kann bei uns Auskunft aus dem Samenspender-Register erhalten.

Für Kinder unter 16 Jahren können dies die Eltern als ihre gesetzlichen Vertreter beantragen. Daten können uns jedoch nur vorliegen, wenn die ärztlich unterstützte künstliche Befruchtung ab dem 1. Juli 2018 vorgenommen wurde.

Ihr Antrag dazu muss schriftlich erfolgen und Ihren Personalausweises (Kopie) und eine Geburtsurkunde enthalten. Dann können wir prüfen, ob es einen entsprechenden Treffer im Empfängerinnen-Register gibt. Falls ja, ermitteln wir die zugehörigen Spenderdaten im Spender-Register und erfragen seine aktuelle Anschrift bei der Meldebehörde. Vier Wochen vor einer Auskunft informieren wir auch den Samenspender, damit er sich auf eine eventuelle Kontaktaufnahme einstellen kann. Die Informationen zum Samenspender erhalten Sie dann persönlich bei uns in Köln oder wir schicken sie Ihnen per Einschreiben zu (Einschreiben "Eigenhändig").

Auskunft aus unserem Register erhalten in der Regel nur die Kinder. Für Kinder unter 16 können jedoch die Eltern als gesetzliche Vertreter den Anspruch auf Auskunft für ihr Kind geltend machen.

Einem entsprechenden Antrag müssen sie die Geburtsurkunde des Kindes und Kopien der Personalausweise der Eltern beifügen. Andere gesetzliche Vertreter als die Eltern haben zusätzlich einen Nachweis über die gesetzliche Vertretungsbefugnis vorzulegen.

Nein. Auskünfte über andere Personen als den Samenspender sieht das Samenspender-Register-Gesetz nicht vor.

Nein. Rechtsgrundlage für die Übermittlung personenbezogener Daten an das DIMDI ist das Samenspender-Register-Gesetz, dessen Anwendungsbereich auf die heterologe Verwendung von Samen im Rahmen einer ärztlich unterstützten künstlichen Befruchtung beschränkt ist.

Das Samenspender-Register-Gesetz gilt nur für hierzulande durchgeführte ärztlich unterstützte künstliche Befruchtungen. Für außerhalb Deutschlands erfolgte Befruchtungen sieht es keine Eintragungsmöglichkeit im Samenspender-Register vor.

Wurde jedoch Samen von einer ausländischen Samenbank für eine ärztlich unterstützte künstliche Befruchtung in Deutschland verwendet, muss diese nach der Geburt die Daten des Samenspenders an unser Register übermitteln.

Da eine Auskunft meist erst viele Jahre nach einer Samenspende beantragt wird, sind die im Register gespeicherten Spenderadressen dann möglicherweise veraltet. Daher ermitteln wir vor einer Auskunft die aktuelle Anschrift eines Samenspenders.

Falls keine aktuelle Adresse zu ermitteln ist, erhält das Spenderkind mit einem entsprechenden Hinweis die Adresse vom erstmaligen Eintrag im Spenderregister.

Falls keine aktuelle Adresse des Spenders ermittelt werden kann, wird die Auskunft mit dem Hinweis erteilt, dass die Adresse vom erstmaligen Eintrag im Spenderregister stammt und nicht mehr aktuell ist.

Nein, eine Registrierung des Samenspenders beim DIMDI ist weder möglich noch notwendig.

Im Falle einer Geburt übermittelt uns die Einrichtung der medizinischen Versorgung die entsprechenden Daten von Mutter und Kind/-ern zusammen mit der Spenden-ID des verwendeten Samens. Daraufhin fordern wir von der Samenbank die zur ID gehörigen Daten des Samenspenders an. Diese werden dann für die Dauer von 110 Jahren im Register gespeichert.

Nach den allgemeinen datenschutzrechtlichen Regelungen besitzt jeder bezüglich seiner personenbezogenen Daten Auskunfts- und Berichtigungsansprüche. Wir geben Samenspendern Auskunft über ihre im Register gespeicherten personenbezogenen Daten.

Dies müssen Sie schriftlich beantragen und sich gegenüber dem DIMDI zweifelsfrei identifizieren. Für diesen Nachweis müssen Sie dem Antrag eine Kopie des Personalausweises beifügen. Falls nachweislich Fehler in den gespeicherten Daten vorliegen, werden wir diese berichtigen.

Nach den allgemeinen datenschutzrechtlichen Regelungen besitzt jeder bezüglich seiner personenbezogenen Daten Auskunfts- und Berichtigungsansprüche. Wir geben Empfängerinnen einer Samenspende Auskunft über ihre im Register gespeicherten personenbezogenen Daten.

Dies müssen Sie schriftlich beantragen und sich gegenüber dem DIMDI zweifelsfrei identifizieren. Für diesen Nachweis müssen Sie dem Antrag eine Kopie des Personalausweises beifügen. Falls nachweislich Fehler in den gespeicherten Daten vorliegen, werden wir diese berichtigen.

Nach Vollendung des 16. Lebensjahres besitzt nur das Kind einen Anspruch darauf, Auskunft über die personenbezogenen Daten des Samenspenders zu erhalten. Hat das Kind das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet, können die Eltern als gesetzliche Vertreter den Anspruch auf Auskunft für ihr Kind geltend machen.

In diesem Fall müssen die Geburtsurkunde des Kindes und Kopien der Personalausweise der Eltern dem Antrag beigefügt sein.

Die notwendige Struktur der zu übermittelnden Daten und formale Kriterien über zu verwendende Formate werden wir in Kürze an dieser Stelle veröffentlichen.