Klassifikationen / ICD-10-GM

Wie viele Schlüsselnummern gibt es in der ICD-9 und in der ICD-10?

Eine Auszählung der Schlüsselnummern unterschiedlicher Revisionen, Fassungen und Versionen ist relativ aufwendig und ein Vergleich der Zahlen schwierig. Aus diesem Grund verzichten wir auf die Publikation genauer Zahlen. Einige Überlegungen sollen den Hintergrund verdeutlichen:

Zunächst muss festgelegt werden, was man zählen will - nur die Kodes der Krankheitskapitel oder auch die von Kap. XX (die ehemalige E-Klassifikation der ICD-9) und Kap. XXI (die ehemalige V-Klassifikation der ICD-9).

  • Kapitel: Diese Zahl ist leicht zu bestimmen.
  • Gruppen: Hier dürfen nur die Gruppen der untersten Gruppenebene gezählt werden; es gibt nämlich einige Kapitel mit mehreren Gruppenebenen, bei denen Gruppen zu Obergruppen zusammengefasst sind.
  • Dreisteller (Kategorien): Diese Zahl ist ebenfalls leicht zu bestimmen.
  • Viersteller (Subkategorien): Diese Zahl ist schon schwieriger zu bestimmen. Es wird unterschieden zwischen präkombinierten und postkombinierten Kodes. Präkombinierte Viersteller z.B. sind explizit als Viersteller in der Klassifikation aufgeführt; ihre Zahl ist leicht zu bestimmen. Postkombinierte Viersteller können vom Anwender mittels einer Subklassifikation, also einer Liste mit möglichen Werten für die vierte Stelle, gebildet werden (z.B. T10.- in der ICD-10-WHO). Häufig gelten solche Listen nicht nur für einen Kode, sondern für mehrere. Die Anzahl postkombinierter Kodes ist nicht exakt zu bestimmen, da - vor allem im Kapitel XX - nicht jede Kombination sinnvoll ist.
  • Fünfsteller: Auch diese Zahl ist schwierig zu bestimmen, da fast alle Fünfsteller postkombiniert sind.
  • Endständige/terminale Schlüsselnummern oder kodierbare Endpunkte: Als endständig werden alle Schlüsselnummern bezeichnet, die nicht weiter differenziert sind, also keine Subkodes haben. Drei- und Viersteller können endständig sein; Fünfsteller sind immer endständig, da es in der ICD-10 keine Sechssteller gibt.

Ein Vergleich der Zahlen der GM-Ausgabe mit der SGB-V-Ausgabe wird noch schwieriger, denn im sogenannten Minimalstandard der SGB-V-Ausgabe konnten auch nichtterminale Dreisteller als gültige Schlüsselnummern verwendet werden - es sei denn, alle zugehörigen Viersteller waren im Minimalstandard, denn dann war der Dreisteller nicht im Minimalstandard.

Genaue Zahlen sind also schwierig zu ermitteln und die Gefahr einer falschen Interpretation ist groß.

Die folgende Tabelle enthält daher nur gerundete Werte, und zwar ohne Berücksichtigung des Minimalstandards. Wenn die Zahlen in aufeinanderfolgenden Versionen ähnlich sind, bedeutet das nicht unbedingt, dass keine Änderungen stattgefunden haben: Löschungen und Neuzugänge halten sich die Waage. Zum Vergleich: Die ICD-9 enthielt ca. 6.900 kodierbare Endpunkte.

Version ICD-10 Systematik* ICD-10 Alphabet**
SGB-V 1.3 ca. 9.000 --
SGB-V 2.0 ca. 12.400 ca. 31.200***
GM 2004 ca. 13.000 ca. 53.800
GM 2005 ca. 13.100 ca. 64.300
GM 2006 ca. 13.200 ca. 73.500
GM 2007 ca. 13.200 ca. 73.900
GM 2008 ca. 13.300 ca. 75.500
GM 2009 ca. 13.300 ca. 75.600
GM 2010 ca. 13.300 ca. 75.800
GM 2011 ca. 13.300 ca. 76.400
GM 2012 ca. 13.300 ca. 76.500
GM 2013 ca. 13.400 ca. 76.800
GM 2014 ca. 13.400 ca. 76.900
GM 2015 ca. 13.400 ca. 77.400
GM 2016 ca. 13.500 ca. 78.700
GM 2017 ca. 13.600 ca. 79.500
GM 2018 ca. 13.700 ca. 79.800
GM 2019 ca. 13.750 ca. 80.900
GM 2020 ca. 13.750 ca. 80.900
GM 2021 ca. 13.800 ca. 83.800

* endständige Kodes
** Einträge in der EDV-Fassung
*** ICD-Diagnosenthesaurus Version 4.0

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