• Klassifikationen Pressemitteilung

DIMDI erneut WHO-Kooperationszentrum für internationale Klassifikationen

22.05.2020
Die Weltgesundheitsorganisation hat das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information als WHO-Kooperationszentrum für das System Internationaler Klassifikationen bestätigt. Die Ernennung für weitere vier Jahre bis Mai 2024 unterstreicht die langjährige Kompetenz des Instituts auf diesem Gebiet.

"Die Wertschätzung der WHO für die erfolgreiche Arbeit des DIMDI auf dem Gebiet der Klassifikationen erfüllt mich mit Stolz. Ich freue mich darauf, diese Expertise künftig unter dem Dach des BfArM als Teil unserer Digitalisierungsstrategie weiter ausbauen zu können", kommentierte Prof. Karl Broich, kommissarischer Leiter des DIMDI und Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die erneute Ernennung. Mit der Eingliederung des DIMDI ins BfArM zum 26. Mai 2020 wird auch das WHO-Kooperationszentrum im dann gemeinsamen BfArM fortgeführt werden. Erstmals wurde das DIMDI bereits 2003 zum WHO Collaborating Centre for the Family of International Classifications ernannt. Damit wurde sein langjähriger Einsatz für die internationale Klassifikationsarbeit auch institutionell gewürdigt.

"Klassifikationen und Terminologien sind die Basis für einen standardisierten Datenaustausch. Für die Digitalisierung im Gesundheitswesen bauen wir auf internationale Lösungen und freuen uns deshalb, die Kooperation mit der WHO fortführen zu können", so Dr. Stefanie Weber, Leiterin des WHO-Kooperationszentrums.

Zum System der internationalen Klassifikationen zählen die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) und von diesen abgeleitete Spezialausgaben wie die ICD-O zur Verschlüsselung von Tumorerkrankungen.

DIMDI aktiv bei Weiterentwicklung

Neben der Übersetzung und alljährlichen Revision arbeitet das DIMDI u.a. an der Weiterentwicklung der Klassifikationen, an der Entwicklung von Methoden für ihren Einsatz und untersucht Beziehungen zu anderen Terminologien und Nomenklaturen.

So ist ein Grund für die Bestätigung als Kooperationszentrum sicher die aktive Beteiligung des DIMDI in den vergangenen vier Jahren an der Fertigstellung der ICD-11. Federführend betreute das Institut beispielsweise die Task Force zur ICD-11, brachte aber auch nationale Kompetenz in die Entwicklung einer internationalen Prozedurenklassifikation (ICHI) ein. Diese Themen werden auch den Schwerpunkt der Arbeiten der kommenden vier Jahre darstellen, denn die ICHI steht kurz vor der Verabschiedung und die ICD-11 soll laut WHO ab 2022 schrittweise zur Anwendung kommen. Die Arbeiten zur Übersetzung laufen bereits, auch erste Tests zum Einsatz sind durchgeführt. Dennoch wird der Umstieg auf die ICD-11 noch einige Jahre in Anspruch nehmen und somit sicher im Mittelpunkt der WHO-Kooperation der kommenden vier Jahre stehen.

Kontakt

Klassifikationen Tel.: +49 221 4724-524

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