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ICD-10-WHO 2019: Corrigenda publiziert

25.06.2019
Im Regelwerk (Band 2) zur ICD-10-WHO 2019 sind aufgrund einer Änderung der Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes (Personenstandsverordnung) nach der Publikation Anpassungen erforderlich. Wir nehmen das zum Anlass, auf Korrekturerfordernisse auch bei Metadaten einzelner Kodes hinzuweisen. Die Einzelheiten finden Sie in der Corrigenda zur ICD-10-WHO vom 13. Juni 2019.

Die Änderungen der Personenstandsverordnung beziehen sich auf die Definition von tot geborenen Kindern.

Bisher galt eine Totgeburt als tot geborenes Kind, wenn das Geburtsgewicht mindestens 500 Gramm betrug; andernfalls galt die Totgeburt als Fehlgeburt, die nicht im Personenstandsregister beurkundet wurde.

Nach der neuen Regelung gilt eine Totgeburt auch dann als tot geborenes Kind, wenn das Geburtsgewicht zwar unter 500 Gramm liegt, aber die 24. Schwangerschaftswoche erreicht wurde. Außerdem können Fehlgeburten dem Standesamt angezeigt und bescheinigt werden.

Neu ist auch die Regelung, dass eine Fehlgeburt als tot geborenes Kind zu beurkunden ist, wenn sie Teil einer Mehrlingsgeburt mit mindestens einem lebend oder tot geborenen Kind ist.

Weitere Korrekturerfordernisse ergeben sich aus Hinweisen zu einzelnen Metadaten einiger Kodes, diese müssen sowohl im Format ClaML als auch im Format Metadaten korrigiert werden.

Alle Korrekturerfordernisse im Regelwerk sowie in der ClaML-Fassung und in den Metadaten finden Sie im Detail in der Corrigenda zur ICD-10-WHO vom 13. Juni 2019.

Wir weisen darauf hin, dass keine der fehlerhaften Dateien ausgetauscht wurden.

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