Zum Textbeginn - [Accesskey + 1] Zur Navigation - [Accesskey + 2] Zur Marginalspalte - [Accesskey + 3]

Navigation

lokaler Servicebereich (Marginalspalte)

Seiteninhalt/Textbeginn

FAQ-Center Versorgungsdaten

Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen. 

Haben Sie darüber hinaus noch Fragen oder Anregungen? Dann wenden Sie sich an uns: Versorgungsdaten

Warum ist der Bearbeitungsaufwand und die Bearbeitungsdauer von Anträgen höher als ursprünglich angenommen?

Bei so gut wie allen bisher eingereichten Anträgen ist der Beratungs- und Abstimmungsbedarf zur Methodik, deren Umsetzung und zu den Maßnahmen zur Wahrung des Identitätsschutzes der Versicherten sehr hoch (s. Evaluationsbericht Abschnitte 5.1.4 und  6.2.3, vgl. [ID 24 - ID 26]). Hinweis: Mit dem Kürzel [ID XX] wird auf Handlungsoptionen hingewiesen, die insbesondere im Teil 2 des Evaluationsberichts erläutert und bewertet werden.

Eine Abwägung des angestrebten Erkenntnisgewinns und des Identitätsschutzes der Versicherten ist erforderlich. Sie ist im Rahmen der Prüfung eines Antrags nach § 303e (3) SGB V bzw. § 5 (3) DaTraV sowie bei der Festlegung der Maßnahmen zur Sicherstellung der primären und sekundären Geheimhaltung vorzunehmen. Sie ist i.d.R. aufwendig. Sie erfordert u.a. eine inhaltliche Einarbeitung und Bewertung der Fragestellung, der Methodik, deren Umsetzung sowie der Ergebnismenge (s. Evaluationsbericht Abschnitt 5.1.4, vgl. [ID 12 - ID 14]).

Im Rahmen der Wahrung des Identitätsschutzes der Versicherten ist auszuschließen, dass aufgrund der Mindestfallzahlregelung modifizierte Werte (primäre Geheimhaltung) anhand anderer, nicht modifizierter Werte zurückgerechnet werden können. Diese Sicherstellung der sekundären Geheimhaltung ist aufwendig, da sie antragsspezifisch zu konzipieren, umzusetzen und zu prüfen ist (vgl. [ID 51]). Im Gegensatz zur primären Geheimhaltung kann sie nicht (ohne weiteres und ohne andere Nachteile) automatisiert werden.

Aufgrund sehr häufiger und auch länger andauernder Unterbrechungen ist immer wieder eine Einarbeitung in die Inhalte eines Antrags erforderlich. Dazu kommt es, da die beiden Analysten zahlreiche weitere Aufgaben haben (siehe Evaluationsbericht Abschnitt 10.4), Antragsteller Rückfragen des Öfteren nicht zeitnah beantworten oder das First-In-First-Out-Prinzip nicht eingehalten werden kann (vgl. [ID 42 - ID 43]). Dies führt auch dazu, dass eine Einschätzung der Zeit bis zur Bescheidung eines Antrags leider nicht möglich ist.

Den Bearbeitungsaufwand erhöht auch die - aus Sicht der IT-Sicherheit unverzichtbare - Notwendigkeit, dass die DaTraV-Daten auf einem komplett abgeschotteten, von außen also nicht erreichbarem System vorgehalten und ausgewertet werden. Für jede Bereitstellung einer Ergebnismenge oder für jedes Einspielen eines eingereichten Skripts ist daher eine sogenannte "Datenschleusung" mit verschiedenen Prüfschritten vorzunehmen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Kontext, dass zur Qualitätssicherung auch an anderen Stellen Prüfungen erforderlich sind. So gilt z.B. im Rahmen der Identitätsschutzprüfung bei Vorliegen eines Skripts und der Ergebnismenge (inhaltliche Prüfung II) das Vier-Augen-Prinzip (vgl. [ID 31]).

Die langen Bearbeitungszeiten ergeben sich aus den vorgenannten Gründen. Hinzu kommt noch, dass Anträge mit sehr hohem Beratungs- / Abstimmungsbedarf und einfache Anträge nicht unabhängig voneinander bearbeitet werden können. Einfache Anträge werden quasi durch schwierige Anträge ausgebremst (vgl. [ID 29]).

Im Evaluationsbericht im Abschnitt  5.1.2. und 5.1.3 finden sich Empfehlungen wie der Bearbeitungsaufwand und die Bearbeitungsdauer abgesenkt werden können.

Ergänzende Informationen auf unserer Website:

Hinweis: Bei den FAQs handelt es sich um unverbindliche Wissenserklärungen. Bitte beachten Sie, dass daraus dem Grunde nach keine rechtlichen Bindungswirkungen abzuleiten sind.