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FAQ-Center Versorgungsdaten

Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen. 

Haben Sie darüber hinaus noch Fragen oder Anregungen? Dann wenden Sie sich an uns: Versorgungsdaten

Warum macht es Sinn eine Auswertungspopulation zu definieren?

Es macht in der Regel Sinn, eine Auswertungspopulation zu definieren, da z.B.

  • inkonsistente Angaben zum Geschlecht, Geburtsjahr, Versterben und/oder zum Gemeindeschlüssel innerhalb eines Berichtsjahres vorliegen können. (s. FAQ 28)
  • inkonsistente Angaben zum Geschlecht, Geburtsjahr und/oder zum Versterben von Berichtsjahr zu Berichtsjahr vorliegen können

Für unterschiedliche Angaben zum Geschlecht eines Versicherten kann es durchaus gute inhaltliche Gründe (z.B. eine Geschlechtsumwandlung) geben. Leider ist es aber anhand der Daten nicht möglich, zwischen einer inhaltlich begründeten Änderung und einer fehlerhaften Angabe zu unterscheiden. Man kann auch nicht einfach davon ausgehen, dass die jüngste Angabe die korrekte ist. Sie sollten also eine bewusste Entscheidung treffen, dokumentieren und kommunizieren, wie Sie mit unterschiedlichen Angaben zum Geschlecht eines Versicherten im Rahmen Ihrer Analyse umgehen wollen.

Unterschiedliche Angaben zum Geburtsjahr können sich zumindest zu Teilen aus unterschiedlichen Herangehensweisen an die Registrierung von Geburten ergeben, die sich aus dem Geburtsort und der Historie des Geburtslandes ergeben können. Insofern könnte die Festlegung, nur Versicherte mit konsistenten Angaben zum Geburtsjahr im Rahmen einer Analyse zu betrachten, durchaus einmal zu unerwünschten Verzerrungen führen. Sie sollten also auch zu diesem Aspekt eine bewusste Entscheidung treffen, diese dokumentieren und kommunizieren, wie Sie mit unterschiedlichen Angaben zum Geburtsjahr eines Versicherten im Rahmen Ihrer Analyse umgehen wollen.

In den Daten kommen auch Versicherte vor, die in einem Jahr als verstorben gekennzeichnet sind und in Folgejahren dennoch wieder erscheinen. Für Ihre Analyse könnte dies aber durchaus von Bedeutung sein, und daher sollten Sie auch zu diesem Aspekt eine bewusste Entscheidung treffen.

Nicht für alle Versicherten liegen die vollständigen Informationen z.B. zu Diagnosen und Arzneimittelverordnungen pro Berichtsjahr vor. Dies ist u.a. der Fall, wenn Versicherte im Folgejahr das GKV-System verlassen haben (vgl. FAQ 13). Aber auch Dokumentationslücken, die sich z.B. aus einem Kassenwechsel innerhalb des GKV-Systems oder durch Erstattung der ambulant erbrachten Leistungen nach §13(2) oder §53(4) SBG V ergeben, können einen relevanten Einfluss auf das Analyseergebnis haben. Ob und ggf. in welchem Umfang Sie Dokumentationslücken für Ihre Analyse in Kauf nehmen können, sollten Sie ebenfalls bewusst entscheiden, dokumentieren und kommunizieren.

Wir empfehlen in jedem Fall konkret zu erwägen, ob die Auswertungspopulation anhand folgender Kriterien im Kontext Ihrer Fragestellung hinreichend gut definiert werden kann:

  • konsistente Angaben zum Geburtsjahr
  • konsistente Angaben zum Geschlecht
  • mindestens 360 Versichertentage pro Berichtsjahr (bitte beachten Sie hierzu auch FAQ 23)
  • Ausschluss von Versicherten mit Versichertentagen nach §13(2) und §53(4) SGB V

Hinweis: Es kann sinnvoll sein, die Anwendung dieser und auch anderer von Ihnen in Betracht gezogener Kriterien auf ihre möglichen Auswirkungen hin zu analysieren. Dies gilt beispielsweise dann, wenn Sie sehr seltene Erkrankungen untersuchen wollen.

Bitte schauen Sie sich auch einmal unser Beispielskript an.

Hinweis: Bei den FAQs handelt es sich um unverbindliche Wissenserklärungen. Bitte beachten Sie, dass daraus dem Grunde nach keine rechtlichen Bindungswirkungen abzuleiten sind.