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Vorschlagsverfahren zur Pflege von OPS und ICD-10-GM

Im Folgenden finden Sie Informationen zum Vorschlagsverfahren OPS und ICD-10-GM, insbesondere zum zeitlichen Ablauf und zu den Vorschlagsformularen.

  1. Zeitlicher Ablauf
  2. Vorschlagsformulare für OPS- und ICD-10-GM-Änderungsvorschläge
  3. Vorschläge aus den Vorschlagsverfahren
  4. Bearbeitungs- und Abstimmungsprozess
  5. Gesichtspunkte für die Weiterentwicklung des OPS

Grundlage für die Entgeltsysteme im stationären und ambulanten Bereich sind die Diagnosen- und Prozedurenklassifikationen ICD-10-GM und OPS. Zur Weiterentwicklung dieser Entgeltsysteme ist daher eine regelmäßige (zurzeit jährliche) Weiterentwicklung der beiden Klassifikationen erforderlich.

Um diesen Weiterentwicklungs- und Anpassungsprozess so transparent und effizient wie möglich zu gestalten, wurde das nachfolgend beschriebene Vorschlagsverfahren festgelegt.

1. Zeitlicher Ablauf

Neue Versionen von ICD-10-GM und OPS werden grundsätzlich zum Anfang eines Jahres wirksam. Für die Einführung neuer Versionen ist jedoch ein zeitlicher Vorlauf erforderlich, der Krankenhäusern und Software-Herstellern genügend Zeit lässt für Software-Anpassungen und Schulung. Deswegen werden i.d.R. bis Mitte August sog. Vorabfassungen veröffentlicht. Es ist zu beachten, dass sich in den endgültigen Fassungen noch Änderungen gegenüber diesen Vorabfassungen ergeben können.

Nach Veröffentlichung der endgültigen Fassungen im Herbst wird i.d.R. Anfang Dezember das Vorschlagsverfahren für die neue Version eröffnet. Nur Änderungsvorschläge, die bis zum Einsendeschluss beim DIMDI eingehen, können im jeweils laufenden Verfahren berücksichtigt werden.

Das Vorschlagsverfahren für die Versionen 2018 von ICD-10-GM und OPS ist eröffnet. Reichen Sie bitte Ihre Vorschläge unter einem prägnanten Betreff bis zum Einsendeschluss am 28. Februar 2017 ein. Der fristgerechte Eingang wird Ihnen per E-Mail bestätigt. Heben Sie diese Eingangsbestätigung bitte als Nachweis auf. Sollten Sie keine Eingangsbestätigung erhalten, wenden Sie sich umgehend an das Helpdesk Klassifikationen: 0221 4724-524.

2. Vorschlagsformulare für OPS- und ICD-10-GM-Änderungsvorschläge

Änderungsvorschläge für ICD-10-GM und OPS werden vom DIMDI zentral über klassifikationsspezifische, elektronische Vorschlagsformulare entgegengenommen. Ausgefüllte Formulare können nur elektronisch an das DIMDI gesendet werden. Um die Transparenz des Vorschlagsverfahrens sicherzustellen, werden alle eingegangenen Vorschläge auf den Internetseiten im Downloadcenter Klassifikationen veröffentlicht. Sollten Sie mit der Veröffentlichung Ihrer personenbezogenen Daten auf der Website nicht einverstanden sein, wird der Vorschlag ab Seite 4, d.h. ohne personenbzogene Daten veröffentlicht.

3. Vorschläge aus abgeschlossenen Vorschlagsverfahren im Downloadcenter

Alle Vorschläge werden veröffentlicht. Sie können sie im Downloadcenter Klassifikationen unter der Kategorie ICD-10-GM bzw. OPS einsehen und herunterladen.
Bitte beachten Sie: Die eingesandten Änderungsvorschläge können unter Umständen urheberrechtlich geschützt sein.

4. Bearbeitungs- und Abstimmungsprozess

Zwischen dem Eingang einer Anforderung für den OPS oder die ICD-10-GM und ihrer Umsetzung in einer neuen Version liegt ein aufwendiger Bearbeitungs- und Abstimmungsprozess, der mit den beiden Arbeitsgruppen AG ICD und AG OPS alle an den Entgelt- und Qualitätssicherungssystemen Beteiligten mit einschließt. Beachten Sie hierzu unser Ablaufdiagramm, in dem der Prozess unter Berücksichtigung des zeitlichen Ablaufs dargestellt ist.

Die Arbeitsgruppen ICD und OPS wurden vom Kuratorium für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen (KKG) eingesetzt mit dem Ziel, das DIMDI bei der Weiterentwicklung der Klassifikationen zu beraten. Die folgenden Organisationen sind in den Arbeitsgruppen vertreten:

  • Bundesärztekammer (BÄK)
  • Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
  • Spitzenverband Bund der Krankenkassen  (GKV-Spitzenverband)
  • Verband der privaten Krankenversicherungen (PKV)
  • Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK)
  • Unfallversicherungsträger (DGUV)
  • Deutsche Rentenversicherung (DRV)
  • Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
  • Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK)
  • Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG)
  • Institut des Bewertungsausschusses (InBA)

Die Sitzungen der Arbeitsgruppen finden in regelmäßigen Abständen statt; zur weiteren Klärung inhaltlicher Fragen können autorisierte Fachvertreter zu den Sitzungen eingeladen werden. Die Beratungsergebnisse der Arbeitsgruppen sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung von OPS und  ICD-10-GM.

Der Beratung- und Abstimmungsprozess umfasst folgende Phasen:

In der Eingangsphase von Anfang Dezember bis Ende Februar können die Vorschläge von Fachgesellschaften, Fachverbänden, Organisationen oder Einzelpersonen eingereicht werden. In dieser Phase finden die erste Sitzung der AG ICD und die erste Sitzung der AG OPS des Verfahrens statt, auf der jahresübergreifende Themen besprochen und die weiteren Treffen geplant werden.
Auch in dieser Phase finden wie rund ums Jahr je nach Bedarf themenspezifische Sondersitzungen und Beratungen statt, zu denen das DIMDI entsprechend ausgewählte Experten und Fachgesellschaften einlädt.

In der Aufbereitungsphase von Anfang März bis Ende April werden die eingegangenen Vorschläge vom DIMDI gesichtet, die Stellungnahmen der Fachgesellschaften vervollständigt und die Vorschläge aufbereitet.

In der Sitzungs- und Bearbeitungsphase von Ende April bis Juli/August beraten AG ICD und AG OPS unter Federführung des DIMDI über die Vorschläge und stimmen sie mit den Fachgesellschaften und den Entwicklern von Entgeltsystemen und Qualitätssicherungssystemen ab; die Vorschläge werden vom DIMDI entsprechend weiter aufbereitet. Für die Konsensfindung bei sich widersprechenden Stellungnahmen von Fachgesellschaften ist Stichtag der 10. Mai.
Die Vorschläge werden in abgestimmter Fassung in die DIMDI-internen Datenbanken für ICD und OPS aufgenommen und bei Bedarf fortlaufend aktualisiert.

Die Produktions- und Publikationsphase Vorabfassung im Juli/August beginnt mit der Fertigstellung und der Qualitätssicherung der Datenbanken. Es folgt die Produktion und die Qualitätssicherung der verschiedenen Formate der Vorabfassung. Ende Juli wird die Vorabfassung des Systematischen Verzeichnisses der ICD-10-GM, Mitte August die Vorabfassung des Systematischen Verzeichnisses des OPS publiziert.

In der Abschluss- und Entscheidungsphase im August/September erfolgt nach ggf. noch erforderlichen letzten Abstimmungen die abschließende Entscheidung über die einzelnen Vorschläge durch das DIMDI auf Basis der Beratungsergebnisse; ggf. werden letzte Änderungsanforderungen von Entgeltsystementwicklern und Politik eingearbeitet. Die Datenbanken werden entsprechend aktualisiert und erneut qualitätsgesichert.

In der letzten Phase, der Produktions- und Publikationsphase Endfassung von September bis November, erfolgt zunächst die Produktion und Qualitätssicherung der verschiedenen Formate zur Endfassung des Systematischen und des Alphabetischen Verzeichnisses der ICD-10-GM und deren Publikation Ende September bzw. Mitte Oktober, gefolgt von der Produktion und Qualitätssicherung der verschiedenen Formate zur Endfassung des Systematischen und des Alphabetischen Verzeichnisses des OPS und deren Publikation Ende Oktober bzw. Anfang November.

Ablaufdiagramm "Vorschlagsverfahren im DIMDI" (PDF, 45 kB)

5. Gesichtspunkte für die Weiterentwicklung des OPS

Der OPS (vormals OPS-301) ist ein nationaler Prozedurenschlüssel, der sich ursprünglich auf die Verschlüsselung von Operationen beschränkte und schrittweise an die Erfordernisse des australischen AR-DRG-Systems angepasst wurde. Bei der Weiterentwicklung des OPS steht seine Anwendung für die Zwecke des G-DRG-Systems und des PEPP-Entgeltsystems und der damit zusammenhängenden externen Qualitätssicherung im Vordergrund. Es ist nicht beabsichtigt, den OPS zu einem umfassenden Prozeduren- oder Einzelleistungskatalog auszubauen, der allen erdenklichen Anforderungen der medizinischen Dokumentation genügen kann. Dennoch wird sich auch der weitere Ausbau des OPS - wie bisher - im Spannungsfeld unterschiedlicher Zielsetzungen bewegen.

Die Arbeitsgruppe OPS hat in ihrem Memorandum "Gesichtspunkte für zukünftige Revisionen des OPS" die wichtigsten Aspekte für die Weiterentwicklung des OPS zusammengestellt und bittet darum, diese Informationen bei der Erarbeitung von Vorschlägen für die Weiterentwicklung des Schlüssels zu berücksichtigen.

Gesichtspunkte für zukünftige Revisionen des OPS in der aktuellen Fassung vom 21.02.2013 (PDF, 35 kB)

Vorgängerfassungen