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Aufbau der Systematik des OPS

Der OPS ist eine fachgebietsübergreifende, monohierarchisch strukturierte, alphanumerische Klassifikation für Operationen und Prozeduren mit bis zu 6 Hierarchieebenen. Die folgenden Informationen dienen einem ersten Leseverständnis für den OPS. Um zu kodieren, ist die vollständige Kenntnis der "Hinweise für die Benutzung" und - bei Kodierung für Abrechnungszwecke im stationären Bereich - die Anwendung der Deutschen Kodierrichtlinien (DKR und DKR-Psych) der Selbstverwaltungspartner erforderlich.

Kapitelstruktur

Die Systematik des OPS enthält in der aktuellen Fassung sechs Kapitel (1, 3, 5, 6, 8 und 9), die den Bereich aller kodierbaren medizinischen Maßnahmen abdecken. Aus historischen Gründen (Bezug zur ICPM) sind bei den Kapitelnummern Lücken; auch sind nicht alle vierstelligen Schlüsselnummern innerhalb der Kapitel belegt, die freien Stellen ermöglichen Erweiterungen.

Kapitel 5 Operationen ist topographisch-anatomisch gegliedert, Eingriffe sind also unter dem jeweiligen Organkapitel zu finden. Die übrigen Kapitel sind nach den Verfahren strukturiert.

Kap.-Nr.Kode-BereichKlassentitel
11-00... 1-99Diagnostische Maßnahmen
33-03... 3-99Bildgebende Diagnostik
55-01... 5-99Operationen
66-00... 6-00Medikamente
88-01... 8-99Nichtoperative therapeutische Maßnahmen
99-20... 9-99Ergänzende Maßnahmen

Hierarchieebenen: Kapitel, Gruppen, Kategorien, Subkategorien

Monohierarchische Klassifikationen strukturieren ein Fachgebiet in Klassen unterschiedlicher Hierarchieebenen: Beim OPS sind die Kapitel in Gruppen, die Gruppen in Kategorien unterteilt; die Kategorien haben i.d.R. Subkategorien. Kapitel, Gruppen, Kategorien und Subkategorien sind die Klassen der Klassifikation und werden jeweils durch den Klassentitel bezeichnet. Jedem Klassentitel ist ein Kode zugeordnet, der die Klasse eindeutig identifiziert und ihre Position in der Hierarchie wiedergibt.

Zentrales Element ist die Kategorie; dem Klassentitel von Kategorien ist ein dreistelliger numerischer Kode zugeordnet, im Druckbild schwarz hinterlegt. Kapitel und Gruppen werden durch den Bereich der dreistelligen Kodes gekennzeichnet, den sie jeweils umfassen. Die dreistelligen Kategorien haben Subkategorien, deren Kodes vier bis sechs Stellen haben können. Im allgemeinen Sprachgebrauch des OPS ist die Bezeichnung der Klassen nicht einheitlich: Häufig wird für die Begriffe "Klasse", "Kategorie" und "Subkategorie" der Begriff "Kode" synonym verwendet, der Begriff "Kategorie" wird auch für Subkategorien benutzt; oft wird eine Kategorie einfach nach Anzahl ihrer Stellen als 3-, 4-, 5- oder 6-Steller bezeichnet.

Damit ergeben sich folgende Hierarchieebenen:

  1. Kapitel
  2. Gruppe/Bereich
  3. Kategorie/3-Steller
  4. Subkategorie/4-Steller
  5. Subkategorie/5-Steller
  6. Subkategorie/6-Steller

Das folgende Beispiel zeigt die Kategorie "1-10 Klinische Untersuchung". Sie ist im aktuellen OPS die einzige Kategorie der Gruppe/des Bereichs "Klinische Untersuchung" im Kapitel 1 "Diagnostische Maßnahmen". Sie ist vierstellig ausdifferenziert, d.h. hat eine vierstellige Subkategorie/einen vierstelligen Subkode 1-100 mit dem Klassentitel "Klinische Untersuchung in Allgemeinanästhesie". Diese Subkategorie enthält außerdem noch zwei Hinweise zur Kodierung, aber keine fünf- oder sechsstellige Subkategorien.

Screenshot: Kapitel 1 - OPS Version 2010 - Systematik

Weitere Informationen zur Kodestruktur des OPS:

Kategorie und Kode