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Kategorie und Kode im OPS

OPS-Kodes sind maximal sechsstellig, sie sind nicht rein numerisch, sondern können ab der vierten Stelle auch (kleine) Buchstaben enthalten. Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf die Darstellung der Kodes in der Druckausgabe bzw. in der HTML-Onlinefassung.

Kategorie, Klassentitel und Kode

Das zentrale strukturierende Element des Systematischen Verzeichnisses des OPS ist die dreistellige Kategorie, der Dreisteller. Die Überschrift einer Kategorie wird als Klassentitel bezeichnet. Dem Klassentitel eines Dreistellers ist eine dreistellige Notation, der Kode, zugeordnet; er ist im Druckbild schwarz hinterlegt.

Drei- und Viersteller

OPS-Kodes beginnen mit der Kapitelnummer, gefolgt von einem Bindestrich; dieser wird bei der Zählung der Stellen ignoriert. Dann folgen 2 oder 3 weitere Stellen. Damit ein Kode tatsächlich zum Kodieren angewendet werden kann, muss er mindestens 4 Stellen haben; die Dreisteller haben Überschriftenfunktion und dürfen nicht zum Kodieren verwendet werden.

Screenshot: 3-05 - OPS Version 2010

Abb.1: Drei- und Viersteller

Fünfsteller

Die 5. Stelle ist durch einen Punkt vom Viersteller abgetrennt.

Screenshot: 3-100.1 - OPS Version 2010

Abb. 2: Fünfsteller mit Punkt nach der vierten Stelle

Sechssteller

Bei der Darstellung von Sechsstellern ist zu unterscheiden zwischen präkombinierten und postkombinierten Kodes.

Präkombinierte Sechssteller

Präkombinierte Kodes werden explizit im Kode genannt. Ist ein Fünfsteller auf der 6. Stelle weiter ausdifferenziert, werden die Kodes allerdings nicht als vollständige Sechssteller mit 6 Stellen dargestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden in einer eingerückten Liste nur die 5. und die 6. Stelle mit vorangestelltem Trennpunkt angezeigt: Statt des vollständigen sechsstelligen Kodes "5-010.00 Kalotte" wird ".00 Kalotte" angezeigt.

Screenshot: 5-010.0 - OPS Version 2010

Abb. 3: Präkombinierte Sechssteller

Postkombinierte Sechssteller

Postkombinierte Kodes werden vom Kodierer entsprechend einem Hinweis anhand von Subklassifikations-Listen zusammengesetzt. Sie sind mit einem Doppelstern hinter dem Kode gekennzeichnet.

Screenshot: 5-565 - OPS Version 2010

Abb. 5: Postkombinierte Sechssteller mit Subklassifikationsliste

Im Beispielkode sind dem Hinweis entsprechend mit Doppelstern gekennzeichnete Fünfsteller um eine 6. Stelle zu erweitern. Die 6. Stelle kann einen der in der Liste genannten Werte 0, 1 oder x erhalten; ist eine Kombination - z.B. 5. Stelle 0 und 6. Stelle 1 - nicht möglich, wird darauf hingewiesen. Diese Darstellung dient dazu, einheitliche Gliederungen zusammenzufassen und Redundanz zu vermeiden. Gilt eine Liste für mehr als eine vierstellige Kategorie, steht sie vor der ersten Kategorie, auf die sie angewendet wird; innerhalb des Vierstellers wird jeweils auf die Liste hingewiesen. (Die Doppelpfeile weisen auf die Notwendigkeit eines Zusatzkennzeichens für die Seitigkeit hin. Siehe dazu weiter unten.)

Alphanumerische Kodes

Ab der vierten Stelle können in drei Fällen außer Ziffern auch Buchstaben stehen:

  • Die Restklassen "sonstige" und "n.n.bez." (nicht näher bezeichnete)  Maßnahmen werden mit den Buchstaben x bzw. y bezeichnet; dadurch bleiben 2 numerische Positionen für spezifische Inhalte erhalten.

    Screenshot: 1-585 - OPS Version 2010

        Abb. 6: Restklassen mit alphanumerischer Notation

  • Wenn es mehr als 10 Subkodes gibt und die Ziffern 0 bis 9 für die spezifischen Inhalte nicht ausreichen, wird mit den Buchstaben a, b, c... fortgesetzt.

    Screenshot: 3-59 - OPS Version 2010

        Abb. 7: Spezifische Klassen mit alphanumerischer Notation

  • Ein vierstelliger Kode mit einen x auf der vierten Stelle und einem unspezifischen Klassentitel wie "andere" Maßnahmen ist ein Platzhalterkode, z.B. für Weiterentwicklungen.

    Screenshot: 3-05x - OPS Version 2010

         Abb. 8: Platzhalterkode mit alphanumerischer Notation

Endständige bzw. terminale Kodes

Ein Kode, der keine Subkodes hat, heißt endständig oder terminal. Zum Kodieren dürfen nur endständige Kodes verwendet werden. Dadurch ist sichergestellt, dass so spezifisch wie möglich kodiert wird. Die Forderung nach spezifischer Kodierung beinhaltet auch, dass Restklassen wie "sonstige" oder "n.n.bez." nur in den Fällen angewendet werden sollen, bei denen tatsächlich keine spezifische Information dokumentiert ist.

Klassenattribute und weitere Elemente, Begriffe und Symbole eines Kodes

Einschlussbemerkungen/Inklusiva werden durch "Inkl.:" eingeleitet und enthalten nähere Angaben zum Inhalt des Kodes oder Beispiele für Sachverhalte, die diesem Kode zuzurechnen sind.

Ausschlussbemerkungen/Exklusiva werden durch "Exkl.:" eingeleitet und nennen Maßnahmen, die nicht unter den betrachteten Kodes fallen; der tatsächlich zutreffende Kodes ist in Klammern angegeben. Ist kein zutreffender Kode angegeben, kann die Maßnahme nicht kodiert werden.

Hinweise werden durch "Hinw.:" eingeleitet und enthalten Hinweise zur Anwendung des Kodes. Sie weisen darauf hin, wann der Kode angewendet werden kann, oder wenn Komponenten eines komplexen Eingriffes, ergänzende Angaben zum Eingriff oder der Zugang für einen Eingriff  gesondert und zusätzlich kodiert werden müssen.

Die Klassenattribute Ein- und Ausschlussbemerkungen und Hinweise gelten für alle ihnen nachgeordneten Hierarchieebenen, d.h. ist z.B. ein Hinweise einem Dreisteller zugeordnet, bezieht er sich auch auf alle Vier-, Fünf-  und Sechsteller dieses Kodes. Bei Betrachtung z.B. eines Sechststellers muss daher immer geprüft werden, ob sich in den übergeordneten Hierarchieebenen auf den Sechssteller anzuwendende Ein- und Ausschlussbemerkungen und Hinweise finden.

Und folgende ("ff."): In Exklusiva und Hinweisen eines Kodes kann auf einzelne Kodes oder auf Kodegruppen verwiesen werden. "ff." hinter einem nicht endständigen Kode bedeutet hier, dass alle untergeordneten endständigen Kodes dieses Kodes gemeint sind: Mit "1-63 ff." sind alle Kodes von 1-630.0 bis 1-63b gemeint, mit  "1-212 ff." alle Kodes unter 1-212, also 1-212.0 bis 1-212.y.

Doppelpfeile ↔ kennzeichnen Kodes, für die ein Zusatzkennzeichen für die Seitigkeit bei Maßnahmen an paarigen Organen obligatorisch ist: (R für Rechts, L für Links, B für Beidseits)

Doppelsterne  ** kennzeichnen Fünfsteller, die anhand einer Liste um eine 6. Stelle erweitert werden müssen.

Runde Klammern () enthalten optionale Bestandteile von Bezeichnungen einer Maßnahme; ihr Vorhandensein oder Fehlen hat keinen Einfluss auf die Kodierung.

Eckige Klammern [] enthalten Synonyme  oder andere Schreibweisen einer Prozedurenbezeichnung.

"Und" wird in den Klassentiteln von drei- und vierstelligen Kodes im Sinne von "und/oder" verwendet.