Der Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) ist die amtliche Klassifikation zum Verschlüsseln von Operationen, Prozeduren und allgemein medizinischen Maßnahmen im stationären Bereich und beim ambulanten Operieren. Seit dem 1. Januar 2013 ist der OPS in der Version 2013 anzuwenden.
OPS 2013
Kostenfreie Referenzfassungen finden Sie im Downloadcenter Klassifikationen. Maschinenlesbare und editierbare Formate zur Weiterverarbeitung erhalten Sie kostenpflichtig im DIMDI Webshop. Ab Juli sind alle Formate kostenfrei.
Das DIMDI gibt den Operationen- und Prozedurenschlüssel OPS im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit heraus, er ist gemeinfrei. Die Anwendung erfolgt im stationären Bereich gemäß § 301 SGB V, im Bereich des ambulanten Operierens gemäß § 295 SGB V.
Der OPS besteht aus zwei Teilen:
Im Vorspann zum OPS finden Sie die Hinweise zur Benutzung. Vorrangig sind aber bereichsspezifische Kodierrichtlinien anzuwenden.
Der OPS ist eine wichtige Grundlage für das pauschalierende Entgeltsystem G-DRG. Es wird im Auftrag der Selbstverwaltungspartner im Gesundheitswesen vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) bereitgestellt und in der stationären Versorgung eingesetzt. Für die Vergütung der ambulanten Operationen nach einheitlichem Bewertungsmaßstab (EBM) werden Operationen und Prozeduren ebenfalls nach OPS kodiert. Auch die Qualitätsberichte der Krankenhäuser basieren auf OPS-kodierten Operationen.
Der OPS wird in einem aufwendigen Pflegeverfahren weiterentwickelt. Die Grundlage dafür bildet ein zurzeit jährlich unter Federführung des DIMDI durchgeführtes Vorschlagsverfahren.
Vorschlagsverfahren zu OPS und ICD-10-GM
Der OPS ist eine Adaption der Internationalen Klassifikation der Prozeduren in der Medizin (ICPM) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). ICPM steht für "International Classification of Procedures in Medicine". Die deutsche Fassung der ICPM entstand auf der Basis einer Übersetzung der erweiterten holländischen Fassung ICPM-DE (Dutch Extension). Diese wurde zum OPS weiterentwickelt. Bis 2004 wurde der OPS als OPS-301 bezeichnet (301 bezieht sich auf den § 301 SGB V, der die Anwendung des OPS vorschreibt). Der OPS ist eine an die Erfordernisse des deutschen Gesundheitswesens angepasste Fassung. Er wird mit den Partnern der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen unter Federführung des DIMDI zurzeit jährlich überarbeitet.
Nomenklaturen und Klassifikationen
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