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Wozu wird mit dem OPS kodiert?

Ein modernes Gesundheitssystem wie das deutsche ist gekennzeichnet durch ein hohes Maß an Kooperation und kommunikativer Vernetzung auf funktionaler, sektoraler, regionaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Zur Sicherstellung der Kommunikation zwischen verschiedenen Bereichen sind gemeinsame Sprachen, d.h. standardisierte Terminologien/terminologische Standards erforderlich. Sie müssen nicht nur in der Mensch-zu-Mensch-Kommunikation unmissverständlich sein, sondern auch dann, wenn in der Kommunikationskette elektronische Systeme zwischengeschaltet sind.

Zweckorientierte Standardisierung: Von der Krankenakte zu Abrechnung und Statistik

Patientendokumentationen im Krankenhaus oder beim niedergelassenen Arzt dienen der Therapiedokumentation und -optimierung. Sie sind arztindividuell und behandlungsorientiert und daher in einer variationsreichen und äußerst detaillierten medizinische Fachsprache verfasst. Dies gilt für Angaben über Krankheitszustände und Diagnosen, aber auch für die Angabe von Operationen, Prozeduren und medizinischen Maßnahmen.

Der OPS ist eine Klassifikation für Operationen, Prozeduren und medizinische Maßnahmen mit parallel geführten maschinenlesbaren Kodes. Er dient in erster Linie der Verschlüsselung für Abrechnung und Statistik; an diesen Zwecken orientieren sich Bildung, Bezeichnung und Umfang der einzelnen Klassen.

Durch die  Anwendung des OPS auf die dokumentierten Bezeichnungen von Operationen, Prozeduren und medizinischen Maßnahmen werden deren Inhalte verallgemeinert und die Sprache auf verbindliche, eindeutige Vorzugsbezeichnungen reduziert; den Klartextbezeichnungen wird ein eindeutiger maschinenlesbarer Schlüssel/Kode zugeordnet. Durch verbindliche bereichsspezifische Kodierrichtlinien wird eine bundesweit einheitliche Anwendung sichergestellt.

OPS in der Leistungsabrechnung

OPS-kodierte Prozeduren sind die Grundlage der Leistungsabrechnung im stationären und im ambulanten Bereich:

OPS in Statistik und Qualitätssicherung

Auch bei der Angabe der Fallzahlen durchgeführter Operationen und Prozeduren in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser wird auf die OPS-kodierten Prozeduren zurückgegriffen. Auf Basis der in Krankenhäusern kodierten Prozeduren und Operationen ermittelt das statistische Bundesamt jährliche Statistiken zu den häufigsten Operationen sowie zu speziellen Bereichen wie z.B. Herzoperationen.