DIMDI - ICF-Projekte im deutschsprachigen Raum


Schnellnavigation

Befehlstasten/Accesskeys


Abschnittsende: zur Schnellnavigation

globaler Servicebereich

Abschnittsende: zur Schnellnavigation

Navigation

lokaler Servicebereich (Marginalspalte)

Seiteninhalt/Textbeginn

ICF-Projekte im deutschsprachigen Raum

Das DIMDI gibt als WHO-Kooperationszentrum für das System der Internationalen Klassifikationen die deutschsprachige Übersetzung der ICF heraus. In diesem Zusammenhang veröffentlicht das DIMDI als zusätzliche Serviceleistung die nachstehende Übersicht von ICF-Projekten im deutschsprachigen Raum. Wir nehmen in diese Liste Informationen über Projekte bzw. Produkte auf, wie sie uns von Projektverantwortlichen mitgeteilt werden. Damit ist keine Empfehlung des DIMDI und der WHO zu deren Nutzung verbunden. Neu gemeldete Projekte werden jeweils an den Anfang der Liste gestellt.

Laufende Projekte

Alle laufenden Projekte sind hier für Sie aufgelistet.

Entwicklung und Evaluierung eines ICF (CY) basierten Fragebogens zur alltagsnahen Erfassung der Funktionsfähigkeit und Teilhabemöglichkeit von Kindern und Jugendlichen mit Hirntumoren und anderen chronischen Erkrankungen

Durch die kontinuierliche Verbesserung der Behandlungsmethoden bei Hirntumorerkrankungen im Kindes- und Jugendalter steigen auch die Überlebensraten. Gleichzeitig leiden aber auch immer mehr "Survivors" unter den vielfältigen Langzeitfolgen der Erkrankung und Behandlung. Die bisherige Forschung hat den Fokus überwiegend auf das Überleben der Betroffenen gelegt. Welche Auswirkungen speziell neuropsychologische Langzeitfolgen auf die Möglichkeiten zur Partizipation am schulischen und außerschulischen Alltag haben, wurde bislang noch kaum untersucht.

Das vorliegende vom Theodor Körner Fonds und der Deutschen Kinderkrebsnachsorge-Stiftung für das chronisch kranke Kind e.V. geförderte Projekt geht der Frage nach, welche spezifischen Ressourcen bzw. Defizite in einzelnen Funktionsbereichen vollständige Partizipation ermöglichen oder umgekehrt zur Marginalisierung der PatientInnen führen.

Es wurde nun ein Fragebogen auf der Basis eines ICF Core Sets für die Neuropsychologie bei Kindern und Jugendlichen entwickelt. Neben "klassischen" neuropsychologischen Bereichen wie Aufmerksamkeit und Gedächtnis liegt der Fokus auch auf emotionalen und sozialen Faktoren (auf Funktions- und Aktivitätsebene). Ziel ist es, Interventionen in einem interdisziplinären Setting besser planen und noch präziser auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen und deren Umwelt maßschneidern zu können. Durch die Einbeziehung verschiedener Perspektiven (der PatientInnen selbst, deren Eltern und LehrerInnen) kann gezielter erfasst werden, welchen Einfluss die Umwelt auf die Teilhabemöglichkeiten der PatientInnen hat.

Stand: Nach Entwicklung und erster Evaluation der Instrumente (Participation Scales 24/7) wurde eine multizentrische Studie durchgeführt, bei der mehrere Kliniken im deutschsprachigen Raum (im Rahmen der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft in der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämtologie - PSAPOH) teilnahmen. Des Weiteren wurden zur besseren Generalisierbarkeit neben HirntumorpatientInnen auch eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen außerhalb des Zentralnervensystems, eine Gruppe chronisch kranker Kinder- und Jugendlicher sowie eine gesunde Vergleichsgruppe untersucht (n=1022). Anhand erster Ergebnisse konnten wir die Notwendigkeit einer eigenen Reintegrationslehrerin für die Nachsorge unserer HirntumorpatientInnen argumentieren. In Zusammenarbeit mit ihr konnten wir darüber hinaus eine Schulbroschüre "Zurück in die Schule" zur Unterstützung der Lehrer und Lehrerinnen vor Ort erstellen, die den Teilhabegedanken im Schulsystem verankern soll.  Ebenso konnten wir eine Broschüre mit funktionsspezifischen Fördermaterialien sowie empfehlenswerter Literatur (Spiele, Trainingsmaterialien, Computerprogramme etc.) für Eltern, aber auch weiterführende TherapeutInnen erstellen. Aktuell werden die Daten der multizentrischen Studie ausgewertet, der Fragebogen ins Englische übersetzt und eine Online-Version erstellt. In Form von Publikationen und Fortbildungsveranstaltungen sollen die bisherigen Ergebnisse potenziellen AnwenderInnen zugänglich gemacht werden.

Projektteam:
Ulrike Leiss (Koordinatorin), Thomas Pletschko, Agathe Schwarzinger

Ansprechpartner:
Thomas Pletschko
Klinischer Neuropsychologe, wiss. Mitarbeiter
Medizinische Universität Wien
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
Währinger Gürtel 18-20
A-1090 Wien

Tel.: +43 (0)1-40400-1008
thomas.pletschko@meduniwien.ac.at

Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde

 

Zuletzt aktualisiert am: 27.05.2013

Zum Seitenanfang zurück

 

 


Entwicklung der ICF-Core Sets*

Als standardisierte Klassifizierung deckt die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) das gesamte Spektrum von Gesundheit und gesundheitsbezogenen Domänen ab, die die gelebte Gesundheit ausmachen. Mit mehr als 1400 Kategorien wird die ICF häufig dafür kritisiert, dass sie für die Anwendung in der täglichen Praxis zu umfangreich ist und damit für die Benutzer zu kompliziert und nicht praktikabel genug. Dieser offensichtliche Bedarf an benutzerfreundlichen Instrumenten war für die WHO der Anlass, zusammen mit der ICF Research Branch und in Kooperation mit dem WHO-Kooperationszentrum für das System Internationaler Klassifikationen in Deutschland (am DIMDI), ICF-Core Sets zu entwickeln.

Ein ICF-Core Set ist eine Liste von Kategorien, die mit Hilfe eines aufwendigen strukturierten wissenschaftlichen Prozesses aus der gesamten ICF Klassifikation ausgewählt wurden. Eine solche Liste stellt ein Instrument für die Beschreibung von Funktionsfähigkeit und Behinderung dar, welches auch in der Praxis angewendet werden kann.

Ein ICF-Core Set kann die Anwendung der ICF in der alltäglichen Praxis erleichtern, indem er dem Benutzer eine Auswahl von ICF Kategorien, die für eine bestimmte Gesundheitsstörung, eine bestimmte Gruppe von Gesundheitsstörungen oder einen bestimmen Anwendungsbereich relevant sind, zur Verfügung stellt. Der Benutzer muss somit nicht mit der gesamten und sehr umfangreichen Klassifikation arbeiten. Die Beschreibung der Funktionsfähigkeit mit Hilfe von ICF-Core Sets unterstützt die Fachkräfte der Gesundheitsberufe in der Versorgung ihrer Patienten, indem die vorgegebene Liste von ICF Kategorien sicherstellt, dass alle relevanten Aspekte der Funktionsfähigkeit in einem Assessment berücksichtigt werden.

ICF-Core Sets wurden für verschiedenste Bereiche der Gesundheitsversorgung (akut, post-akut, und Langzeit) und für verschiedene Gesundheitsstörungen und für Gruppen bestimmter Gesundheitsstörungen entwickelt. Es gibt auch drei unterschiedliche ICF-Core Set Typen: das umfassende ICF-Core Set, das kurze ICF-Core Set und das generische Set. Bis heute wurden 33 ICF-Core Sets entwickelt. Ein weiteres ICF-Core Set-Projekt für Amputationen der unteren Extremität befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase.

  • Schlaganfall, ischämische Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, Adipositas, obstruktive Lungenerkrankungen, generalisierter Schmerz, lumbaler Rückenschmerz, Osteoarthrose, Osteoporose, rheumatoide Arthritis, Depression, Brustkrebs
    Projektleitung/-koordination: Prof. Dr. Alarcos Cieza
  • Multiple Sklerose
    Projektleitung/-koordination: Dr. Michaela Coenen
  • Neurologische Erkrankungen in der akuten und in der post-akuten Versorgung, kardiopulmonale Erkrankungen in der akuten und in der post-akuten Versorgung, muskuloskeletale Erkrankungen in der akuten und in der post-akuten Versorgung, akute entzündliche Arthritis, geriatrische Patienten, Schwindel
    Projektleitung/-koordination: Prof. Dr. Eva Grill
  • Schädel-Hirn-Trauma
    Projektleitung/-koordination: Dr. med. Sara Laxe, Dr. med. Monserrat Bernabeu
  • Rückenmarksverletzung in der post-akuten und Langzeitversorgung
    Projektleitung/-koordination: Dr. Inge Kirchberger, Dr. Monika Scheuringer
  • Kopf-und Hals-Tumoren
    Projektleitung/-koordination: PD Dr. med. Uta Tschiesner
  • Schlafstörungen
    Projektleitung/-koordination: Felix Gradinger
  • Berufliche Rehabilitation
    Projektleitung/-koordination: Dr. Reuben Escorpizo
  • Spondylitis ankylosans
    Projektleitung/-koordination: Dr. Annelies Boonen, Prof. Dr. Alarcos Cieza
  • Gesundheitsstörungen der Hand
    Projektleitung/-koordination: Sandra Kus, Dr. med. Klaus-Dieter Rudolph
  • Bipolare Störungen
    Projektleitung/-koordination: Prof. Jose Luis Ayuso, Carolina Avila
  • Entzündliche Darmerkrankungen
    Projektleitung/-koordination: Dr. med. Laurent Peyrin-Biroulet, Dr. Michaela Coenen
  • Gehörlosigkeit
    Projektleitung/-koordination: Prof. Berth Danermark, Sarah Granberg
  • Amputationen der unteren Extremität
    Projektleitung/koordination: Prof. Dr. med. Friedbert Kohler

Für einige ICF-Core Sets wurden auch Validierungsstudien durchgeführt. Die Validierung der existierenden ICF-Core Sets ist ein andauernder Prozess und erfolgt sowohl aus der Perspektive unterschiedlicher Fachleute des Gesundheitswesens als auch mittels statistischer Methoden und patientenorientierter Fokusgruppen. Für die verschiedenen ICF-Core Sets befindet sich dieser Validierungsprozess in unterschiedlichen Phasen.

Mehr Information über die ICF-Core Sets, sowie eine PDF-Datei der ICF-Core Sets und eine Liste der korrespondierenden Publikationen sind auf der ICF Research Branch Webseite zu finden.

*Ein Großteil der o.g. Beschreibung wurde entnommen aus: Bickenbach JE, Cieza A, Rauch A, Stucki G (Hrsg.) Die ICF-Core Sets: Praxishandbuch für die klinische Anwendung der ICF. Göttingen, Germany: Verlag Hans Huber; 2012

Ansprechpartner:
Melissa Selb
melissa.selb@paranet.ch

Koordinatorin der ICF Research Branch in Kooperation mit dem WHO-Kooperationszentrum für das System Internationaler Klassifikationen in Deutschland (am DIMDI)
Swiss Paraplegic Research
6207 Nottwil (Schweiz)

ICF Research Branch

 

Zuletzt aktualisiert am: 19.04.2012

Zum Seitenanfang zurück

 

 


Entwicklung von ICF-Core Sets für Schwindel

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung von ICF-Core Sets für Schwindel, um Funktionsfähigkeit und Behinderung von Menschen mit Schwindel zu beschreiben. Das Projekt ist ein Teilprojekt des vom BMBF geförderten integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum für Schwindel, Gleichgewichts- und Augenbewegungsstörungen (IFB).

Stand: Aufbauend auf Informationen aus vier Vorbereitungsstudien (systematische Literaturrecherche, qualitative Studie, Expertenbefragung, empirische Studie), findet im Mai 2012 eine internationale Konsensus-Konferenz zur Erstellung von ICF-Core Sets für Vertigo (Schwindel) statt. Im Rahmen einer weiteren empirischen Studie, welche voraussichtlich Ende 2012 im IFB durchgeführt wird, werden die ICF-Core Sets für Schwindel validiert. Geplanter Abschluss der Validierungsstudie mit Veröffentlichung: Frühjahr 2013.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Eva Grill, MPH
Institut für med. Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie - IBE
Ludwig-Maximilians-Universität München
Marchioninistr. 17
81377 München

Tel.: ++49-89-2180 78223
Fax: ++49-89-2180 78230
Eva.grill@med.uni-muenchen.de

Dr. rer. medic. Martin Müller
Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie - IBE
Ludwig-Maximilians-Universität München
Marchioninistr. 17
81377 München

Tel.: ++49 89 2180 78219
Fax: ++49 89 2180 78230
martin.mueller@med.uni-muenchen.de

Zuletzt aktualisiert am: 27.03.2012

Zum Seitenanfang zurück

 

 


JointConFunctionSet – Entwicklung von ICF-Core-Sets für Patienten mit Gelenkkontrakturen

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Assessment-Instruments zur Beurteilung von Behandlungserfolgen und Interventionen bei Patienten mit Gelenkkontrakturen basierend auf der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der WHO. Neben den Funktionseinschränkungen der Patientinnen und Patienten soll im Rahmen der Studie vor allem auf die Partizipation und Teilnahme an den Aktivitäten des täglichen Lebens eingegangen werden.

Die Studie wird an zwei Studienzentren in München und Witten/Herdecke durchgeführt und vom BMBF gefördert.

Stand: Die Studie begann im Februar 2012 und endet voraussichtlich im Frühjahr 2015.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Gabriele Meyer
School of Nursing Science, Faculty of Health
Witten/Herdecke University (UW/H)
Stockumer Straße 12
58453 Witten

Tel.: +49 2302 926317
Fax: +49 2302 926318
Gabriele.Meyer@uni-wh.de

Gabriele Bartoszek, MScN
School of Nursing Science, Faculty of Health
Witten/Herdecke University (UW/H)
Stockumer Straße 12
58453 Witten

Tel.: +49 2302 926317
Fax: +49 2302 926318
Email: Gabriele.Bartoszek@uni-wh.de

Prof. Dr. Eva Grill, MPH
Institut für med. Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie - IBE
Ludwig-Maximilians-Universität München
Marchioninistr. 17
81377 München

Tel.: ++49-89-2180 78223
Fax: ++49-89-2180 78230
eva.grill@med.uni-muenchen.de

Uli Fischer, M.A.
Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie - IBE
Ludwig-Maximilians-Universität München
Marchioninistr. 17
81377 München

Tel.: ++49 89 2180 78218
Fax: ++49 89 2180 78230
uli.fischer@med.uni-muenchen.de

Zuletzt aktualisiert am: 27.03.2012

Zum Seitenanfang zurück

 

 


Erstellung eines Leitfadens zur Anwendung von klinischen Messverfahren in der Tumornachsorge und Rehabilitation von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren

Ziel des Projektes ist es, die im ICF-Core-Set für Kopf-Hals-Tumore definierten Inhalte einer interdisziplinären Tumornachsorge in einem klinisch-praktischen Leitfaden abzubilden. Dabei werden geeignete Messinstrumente empfohlen zum Überprüfen der Leistungsfähigkeit des Patienten in den verschiedenen Lebensbereichen. Zudem werden der bzw. die Zeitpunkt(e) nach Abschluss der Tumorbehandlung empfohlen, an denen die Messung(en) erfolgen sollte(n). Im Rahmen einer interdisziplinären Tumornachsorge definiert der Leitfaden ebenfalls, welche ICF-Kategorien von welchen Berufsgruppen beurteilt werden.

Der Projektaufbau gliedert sich in drei Teile:

  • Vorstudien: systematische Literaturreview, berufsgruppenspezifische Delphibefragungen, Patienteninterviews
  • Konsensuskonferenz: interdisziplinärer, formaler Entscheidungs- und Konsensusprozess, in den die Erkenntnisse aus den Vorstudien integriert werden und in dem der Leitfaden definiert wird
  • Implementierung des Leitfadens an mindestens drei beteiligten Kliniken

Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Krebshilfe e.V.

Stand: Projektbeginn im Frühjahr 2010; Vorstudien: abgeschlossen; Konsensuskonferenz: im Oktober 2011 durchgeführt; Implementierungsstudie: seit Februar 2012. Laufzeit bis Dezember 2012.

PD Dr. Alarcos Cieza, MPH
Alarcos.Cieza@med.uni-muenchen.de
Leitung der Forschungseinheit für Biopsychosoziale Gesundheit
Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften
Ludwig-Maximilians-Universität

Ansprechpartnerin:
Dr. med. Uta Tschiesner
Klinik für Hals- Nasen- Ohrenheilkunde, Kopf-Hals-Chirurgie
Ludwig-Maximilians-Universität
Marchioninistr. 17
81377 München

Tel.: +49 (0)89 2180 78277
Fax: +49 (0)89 2180 78278
Uta.Tschiesner@med.uni-muenchen.de

Zuletzt aktualisiert am: 19.04.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


ICF eLearning Tool - ein webbasierter Ansatz für die Durchführung von ICF Schulungen

Ziel des Projektes ist es, die Zielsetzungen und Anwendungsmöglichkeiten der ICF in einem standardisierten Lehrprogramm global und online zur Verfügung zu stellen. Das ICF eLearning Tool begegnet dieser pädagogischen Herausforderung mit Hilfe von vier Modulen (Einführung, Basic, Advanced und Specialized), die für verschiedene Anwendungsbereiche geeignet sind: klinische Praxis, Statistiken im Bereich Gesundheit und Behinderung, Behinderten- und Sozialdienste, Forschung und Bildung. Das Einführungs-Modul richtet sich an alle Zielgruppen und Anwendungsbereiche. Seine Hauptziele sind die Vermittlung allgemeiner Informationen über den Hintergrund und Kontext der ICF und die Verbesserung des Verständnisses der ICF, ihrer Struktur und Komponenten sowie des dahinter stehenden Modells.

Die Entwicklung des web-basierten Trainingsprogramms für die ICF erfolgt in Kooperation mit dem WHO Familie der Internationalen Klassifikationen (WHO-FIC) Netzwerk - Education Committee und der Functioning and Disability Reference Group.

Stand: Das Einführungs-Modul ist fertig gestellt und steht derzeit in zwei Sprachen (Englisch und Spanisch) online zur Verfügung. Eine deutsche Übersetzung ist derzeit in Bearbeitung. Die deutsche, sowie die englische und die spanische Version des Einführungs-Moduls werden bis Ende 2012 auf der Webseite der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu finden sein.

PD Dr. Alarcos Cieza, MPH
Leitung der Forschungseinheit für Biopsychosoziale Gesundheit
Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften
Ludwig-Maximilians-Universität

Ansprechpartnerin:
Alicia Garza
Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften
Ludwig-Maximilians-Universität
Marchioninistr. 17
81377 München

Tel.: +49 (0)89 2180 78224-277
Fax: +49 (0)89 2180 78278
Alicia.Garza@med.uni-muenchen.de

Zuletzt aktualisiert am: 19.04.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Entwicklung und Evaluation einer ICF-basierten Patientenschulung für Schlaganfallpatienten in der Phase C und D

Ziel des Projektes war es, eine Patientenschulung basierend auf dem Modell der ICF und dem ICF-Core Set für Schlaganfall zu entwickeln und zu testen. Ziel der Schulung war es, das Verständnis der Patienten für die ihre Funktionsfähigkeit beeinflussenden Faktoren zu vergrößern, die Selbsteinschätzung ihrer Kompetenzen bezogen auf die Bewältigung von Schwierigkeiten und Barrieren, die im Alltag die Funktionsfähigkeit beeinflussen, zu erweitern (Selbstwirksamkeit), ihre Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Umgang mit ihrer Erkrankung zu stärken (Selbstmanagement) und sie darin zu unterstützen, ihre Belange im alltäglichen Leben möglichst autonom und selbst bestimmt vertreten und gestalten zu können (Empowerment).

Die entwickelte ICF-basierte Patientenschulung besteht aus drei Modulen und wird in einer geschlossenen Gruppe mit maximal 4 Patienten, die fünf Tage à 60 Minuten pro Tag zusammenarbeiten, durchgeführt. Im ersten Modul (erster Tag) wird unter Verwendung des ICF-Core Sets für Schlaganfall zunächst die Funktionsfähigkeit des Patienten aus der Sicht des Patienten systematisch erfasst. Im zweiten Modul (zweiter bis vierter Tag) werden die Kategorien des ersten Moduls ausgewählt, die für die meisten Patienten problematisch waren. Zwei Kategorien werden pro Tag dann besprochen, indem alle Patienten nacheinander gefragt werden, welche konkreten Probleme sie damit haben und welche Lösungen sie für diese Probleme sehen, wobei die Erfahrungen der Patienten in der Rehabilitation immer angesprochen werden. Das Suchen nach relevanten Hilfsangeboten in einer für das Projekt entwickelten Broschüre wird so oft wie möglich angeregt. Im dritten Modul (fünfter Tag) erfolgt eine systematische Zusammenfassung der bearbeiteten Themen.

Die Durchführbarkeit und Akzeptanz der Schulung wurden in einer Pilotstudie im August 2008 überprüft Neubert & Sabariego, 2010). Die Evaluation der Patientenschulung erfolgte im Rahmen einer prospektiven, randomisiert kontrollierten Interventionsstudie (RCT) mit drei Messzeitpunkten: prä, post und 6 Monate nach der Intervention. Die ICF-basierte Patientenschulung wurde bei Schlaganfallpatienten während ihres Aufenthaltes in einer Rehabilitationseinrichtung durchgeführt und insgesamt wurden 260 Teilnehmer in sieben neurologischen Kliniken rekrutiert. Als primäre Zielgröße wurde Selbstwirksamkeitserwartung, als sekundäre Zielgrößen Funktionsfähigkeit sowie die allgemeine Lebenszufriedenheit festgelegt. Die longitudinalen Daten wurden mit "Multilevel Model for Change" analysiert. Ein positiver Effekt bezüglich Selbstwirksamkeit und Partizipation wurde in beiden Gruppen beobachtet. Dagegen hat sich die emotionale Funktionsfähigkeit in beiden Gruppen verschlechtert. Ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Interventions- und Kontrollgruppe konnte wie erwartet nicht bewiesen werden. Das Konzept der ICF-basierten Patientenschulung wurde deshalb basiert auf den gesammelten Erfahrungen kritisch überprüft und entsprechend verändert.

Stand: Eine Überprüfung der verbesserten Version im Rahmen einer Pilotstudie ist geplant.

PD Dr. Alarcos Cieza, MPH
Leitung der Forschungseinheit für Biopsychosoziale Gesundheit
Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften

Ansprechpartnerin:
Dipl.-Psych. Carla Sabariego, MPH (Projektleitung)
Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften
Ludwig-Maximilians-Universität
Marchioninistr. 17
81377 München

Tel.: +49 (0)89 2180 78213-14
Fax: +49 (0)89 2180 78230
Carla.Sabariego@med.uni-muenchen.de

Zuletzt aktualisiert am: 19.04.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Implementierung und Anwendung der ICF-Core Sets der Hand in der klinischen Praxis, Rehabilitation und Forschung: das Leuchtturmprojekt Hand

Als Teilprojekt der von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege Hamburg (BGW) organisatorisch geleiteten und vom Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg konzipierten Beugesehnenstudie sind gemeinsam mit der Forschungseinheit für biopsychosoziale Gesundheit der Ludwig-Maximilians-Universität München ICF-Core Sets für Verletzungen/Erkrankungen der Hand erarbeitet worden. Damit steht erstmals für die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) eine ICF-orientierte Beschreibung von Kategorien zur Verfügung, die als Grundlage für die Entwicklung unterschiedlicher Arbeitsinstrumente verwenden werden kann. Die Erarbeitung solcher Instrumente erfordert weitergehende Forschungsarbeiten, die Gegenstand und Inhalt dieser Studie sein sollen. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, sowohl für die Behandlungseinrichtungen (BG-Kliniken usw.) als auch für die UV-Träger selbst auf der Grundlage des ICF-Core Set Hand Behandlungspfade, Prozessbeschreibungen, weitere Arbeitshilfen und ein entsprechendes Berichtswesen zu entwickeln und in der täglichen Praxis zu implementieren.

Das Forschungsvorhaben gliedert sich in sechs Arbeitspakete. Das Arbeitspaket 0 ist vorab zu erledigen, um arbeitsfähige Strukturen in Form eines "Koordinationskreis BG-Kliniken", einer "Projektarbeitsgruppe BG" und eines Forschungsbegleitkreises zu etablieren. Fünf weitere Arbeitspakete sind: (1) Bestimmung von Messinstrumenten für die ICF-Kategorien, die im ICF-Core Set der Hand enthalten sind (systematische Literaturreviews, nationale Expertenbefragung), (2) Querschnittstudie zur Erstellung von Indices zur Funktionsfähigkeit, (3) Entwicklung von ICF-basierten Behandlungspfaden und Referenzpunkten für das Rehabilitationsmanagement sowie einer ICF-basierten Berichterstattung für prototypische Verletzungen der Hand, (4) Längsschnittstudie und Machbarkeitsstudie zur Implementierung der ICF-basierten Arbeitshilfen, Behandlungspfade und des Berichtswesens, (5) Entwicklung eines Lernprogramms und Lernmaterialien zu den entwickelten ICF-basierten Arbeitshilfen und Behandlungspfaden unter Berücksichtigung der spezifischen Bedarfe der gesetzlichen Unfallversicherung.

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens können unmittelbar für die praktische Arbeit der Rehabilitationsträger nutzbar gemacht werden und zeigen am Beispiel der ICF-Core Sets der Hand die Anwendungsfelder ICF-basierter Arbeitshilfen allgemein auch für andere Diagnosen/Verletzungsfolgen auf.

Stand: Start Oktober 2011; Projektabschluss September 2015

Forschungsleiter:
Dr. Klaus-Dieter Rudolf
Chefarzt der Abteilung für Hand-,
Plastische und Mikrochirurgie am Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg
k.rudolf@buk-hamburg.de

Ansprechpartner:
Dr. Michaela Coenen und Sandra Kus, MPH
Forschungseinheit für biopsychosoziale Gesundheit
Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung
Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie
Ludwig-Maximilians-Universität
Marchioninistr. 17
81377 München

michaela.Coenen@med.uni-muenchen.de sandra.Kus@med.uni-muenchen.de

Zuletzt aktualisiert am: 19.04.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


ICF-Core-Sets in der Anwendung. ICF-Selector und Code-bezogene Assessments (MT-DOK ®)

Das Projekt verfolgt das Ziel, Anwendern die Erstellung von eigenen ICF-Sets und deren Anwendung und Anpassung zu erleichtern. Es besteht aus einem ICF-Selector, mit dessen Hilfe Sets auch auf Basis vorhandener Core-Sets erstellt, verwaltet, veröffentlicht und ausgedruckt werden können. Andere Anwender können die Sets testen und ggf. kommentieren. Ein zweiter Teil des Projektes MT-DOK ® dient der Erstellung von ICF-Links zu Assessmentverfahren. Ziel dabei ist es, zu einer möglichst umfassenden Zahl von ICF-Codes geeignete Sets und Assessments bereitzustellen.

Stand: Seit 01.03.2011 wird das Projekt als Dauerprojekt geführt und steht externen Anwendern zur Anwendung und Ergänzung von ICF-Sets zur Verfügung.

Leiter des Projekts und Ansprechpartner:
Roland Bruzek
Desimed GmbH & Co KG
Verlag für Neue Medien
Zöllinplatz 3
79410 Badenweiler

Tel.: +49 (0) 7632 / 7677
Fax: +49 (0) 7632 / 7611
rbruzek@desimed.de

Zuletzt aktualisiert am: 02.04.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Entwicklung von Core-Sets für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und komorbide psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters

Ziel des Projektes ist die Erstellung von praxis- und ressourcenorientierten Core-Sets für ADHS und häufig assoziierte Verhaltensauffälligkeiten, wie Störung des Sozialverhaltens, oppositionelle und emotionale Störungen. Die Core-Sets werden in Abstimmung mit Experten verschiedener Disziplinen mehrerer europäischer Staaten entwickelt. Es wird mittelfristig u. a. eine Einbettung der ADHS-Core-Sets in die koordinierten Forschungsaktivitäten des European Network on Hyperkinetic Disorders (Eunethydis) angestrebt.

Stand: im Gange.

Klinik für Psychiatrie & Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, J5
68159 Mannheim

Projektleiter:
Prof. Dr. Dr. Tobias Banaschewski
Tel.: +49 (0)621 1703-4502
Fax: +49 (0)621 1703-4505

Prof. Dr. Sven Bölte, Dipl.-Psych.
Tel.: +46 8 517 77914
Fax: +46 8 517 79696
sven.bolte@ki.se

Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann
Tel.: +49 (0)2381 893-1069
Fax: +49 (0)2381 893-1169
martin.holtmann@wkp-lwl.org

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit

Zuletzt aktualisiert am: 17.04.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


ICF-AG zur Erstellung eines Core Sets Abhängigkeitserkrankungen

Diese durch den Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe (buss) und den Fachverband Sucht (FVS) getragene AG hat das Ziel, ein Core Set "Abhängigkeitserkrankungen" zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde eine Pilotstudie mit 20 Experten durchgeführt, deren Ergebnis im 1. Quartal 2011 veröffentlicht wurde (Suchttherapie 2011; 12: 20-28). Ein Projektplan ist erstellt. In diesem wird derzeit die Phase "Vergleichende Analyse" (mit bereits vorliegenden Instrumenten wie z. B. MATE) bearbeitet.

Stand: Projektphase 2 (Start März 2012)

Koordinator:
Dr. med. Klaus Amann
Rehaklinik Birkenbuck
Birkenbuck 4
79429 Malsburg-Marzell

Tel.: +49 (0)7626-902-400
Fax: +49 (0)7626-902-402
dr.klaus.amann@rehaklinik-birkenbuck.de

Zuletzt aktualisiert am: 30.03.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Erfassung des funktionalen Gesundheitszustandes, der Behinderung, der sozialen Beeinträchtigung und der relevanten Umgebungsfaktoren bei Kindern und Jugendlichen mit psychiatrischen Störungen basierend auf der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)

Kinder und Jugendliche mit psychiatrischen Störungen haben zumeist multiple Beeinträchtigungen in verschiedenen Bereichen, was besonders für die chronischen Erkrankungen gilt. Das Ziel ist, diese Beeinträchtigungen mithilfe von ICF-Core Sets zu erfassen. Deshalb wurden bzw. werden für die wichtigsten kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbilder ICF-Core Sets durch mehrere Experten zusammengestellt, wobei der Schweregrad und die Häufigkeit der Symptome bei der Auswahl der Items entscheidend war bzw. ist. Die häufigsten Beeinträchtigungen wurden in den Domänen D (Aktivität und Teilnahme) und B (Körperfunktionen) gefunden.

Stand: Es wurden Studien mit dem ICF-Core Set für den frühkindlichen Autismus, das Asperger-Syndrom, ADHS, Ess-Störungen sowie Lese- und Rechtschreibstörungen durchgeführt.

Projektleiter:
Prof. Dr. med. Eberhard Schulz
Dr. med. Klaus Hennighausen

Sprecher der Arbeitsgruppe:
PD Dr. med. Christian Fleischhaker
Dr. med. Monica Biscaldi Schäfer
Dr. phil. Reinhold Rauh
PD Dr. Philip Heiser
philip.heiser@uniklinik-freiburg.de

Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik
Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie
im Kindes- und Jugendalter
Universitätsklinikum Freiburg
Hauptstraße 8
79104 Freiburg

Zuletzt aktualisiert am: 23.02.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


ICF in der sozialmedizinischen Nachsorge bei schwerst- und chronischkranken Kindern (Modell Bunter Kreis)

Der gemeinnützige Bundesverband Bunter Kreis e.V. vertritt über 75 Nachsorgeeinrichtungen in ganz Deutschland, die Nachsorge für chronisch kranke Kinder vor Ort anbieten. Die Nachsorge findet als Case Managementleistung im Übergang von der stationären Behandlung in die ambulante Versorgung statt. Aufgrund der nachgewiesenen Effektivität und Effizienz wurde die Nachsorge als Regelleistung im SGB V (§ 43 Abs. 2) "Sozialmedizinische Nachsorge" aufgenommen. Die ärztliche Verordnung der sozialmedizinischen Nachsorge erfolgt nach einem Algorithmus, der auf der ICF beruht. Die Nachsorgemitarbeiter führen nach der Genehmigung durch die gesetzlichen Krankenkassen ein Assessment durch, das ebenfalls auf der ICF-CY beruht.

Aus der umfassenden ICF wurden hierfür die nachsorgerelevanten Items in Expertenrunden und anhand von Meinungen der Nachsorgemitarbeiter ausgewählt. Da im Bereich der Kinderversorgung die Familie ausschlaggebend für die Art und den Erfolg der Versorgung ist, wurden die Komponenten der ICF durch die Komponente "Systemfaktor – Familie" ergänzt. Das Ergebnis ist ein Assessmentbogen mit allen nachsorgerelevanten Items, der in den Nachsorgeeinrichtungen verwendet wird. Darüber hinaus gibt es ICF Core Sets mit nachsorgerelevanten Beispielen und Erläuterungen für die Krankheitsbilder Diabetes Mellitus Typ 1, Früh- und Risikogeborene, Onkologie: Hirntumoren, Leukämien und Cystische Fibrose, die im Praxishandbuch Pädiatrische Nachsorge erhältlich sind.

Stand: Die Nachsorgeeinrichtungen, die im Bundesverband Bunter Kreis e.V. Mitglied sind, werden das ICF-Assessment weiterentwickeln. Die zukünftige Evaluation wird sich auch an Inhalten der ICF orientieren. Die Informationen werden zentral gesammelt, was die Möglichkeit der Reflexion der ICF-Anwendung bietet.

Ansprechpartner:
Andreas Podeswik
Vorstandsvorsitzender Bundesverband Bunter Kreis e.V.
Stenglinstr.  2
86156 Augsburg

Tel.: +49 821 400-4840
andreas.podeswik@bv.bunter-kreis.de

www.bunter-kreis-deutschland.de

Zuletzt aktualisiert am: 26.06.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Entwicklung von personbezogenen Faktoren im deutschen Sprachraum

Ausgehend von einem Ansatz der MDK-Gemeinschaft, die bereits 2006 einen Vorschlag zur Klassifizierung von personbezogenen Faktoren (Viol M. et al.: Personbezogene Kontextfaktoren, Teil I, Gesundheitswesen 2006; 68: 747-759 und Teil II Gesundheitswesen 2007; 69: 34-37) publiziert hat, wurde unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) im Juni 2009 die Arbeitsgruppe "ICF" eingesetzt, deren Ziel es primär war, ein Statement zu dem vorliegenden Ansatz der MDK-Gemeinschaft zur Klassifizierung von personbezogenen Faktoren zu erstellen.

Trägerübergreifend und berufsgruppenunabhängig wurde eine Systematik für einen Pool von personbezogenen Kontextfaktoren entwickelt, die sich an der Bedeutung für die medizinische Behandlung und sozialmedizinische Begutachtung orientiert. Zur Beschreibung der personbezogenen Faktoren wurde eine qualitative Herangehensweise gewählt, insbesondere durch eine ganzheitliche Betrachtungsweise auf das Gesundheitsproblem in seiner Wechselwirkung mit den Kontextfaktoren. Das Zulassen eigener subjektiver Erfahrungen der Experten/Praktiker (Introspektion) als legitimes Erkenntnismittel war hierfür ebenso erlaubt wie die schrittweise Verallgemeinerung aus einzelnen Beobachtungen (induktives Verfahren). Über mehrere Expertenrunden wurden einvernehmlich Kategorien zur Beschreibung von personbezogenen Faktoren gebildet, die im Zusammenhang mit einem Gesundheitsproblem als Förderfaktor oder Barriere relevant sein können. Mit Hilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse konnte das sprachliche Grundmaterial auf überschaubare sechs Kapitel mit zugeordneten Unterkategorien reduziert und systematisiert werden. Das Ergebnis dieses "work in progress" wurde im Dezember 2010 in der Zeitschrift "Das Gesundheitswesen" (Grotkamp S et al.: Personbezogene Faktoren der ICF - Gesundheitswesen 2010; 72: 908– 916) publiziert.

Die AG "ICF" der DGSMP stellt eine für alle an der Thematik interessierten Personen offene Diskussionsplattform dar. Um den Ansatz auch über die Grenzen hinaus zur Diskussion stellen zu können, wurde dieser ebenfalls in englischer Sprache publiziert. (Sabine L. Grotkamp et al. Australian Journal of Rehabilitation Counselling; Volume 18; Number 1; 2012: pp. 1–24.) Die kontinuierlich wachsende, multiprofessionell zusammengesetzte Arbeitsgruppe wurde sukzessive, sowohl um die wissenschaftliche, als auch Betroffenen- und juristische Perspektive erweitert.

Wie bei allen Sozial- und medizinischen Daten sind bei der praktischen Nutzung (z.B. Erhebung, Bewertung und Weitergabe) der personbezogenen Faktoren selbstverständlich die gesetzlichen und speziell die datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu berücksichtigen bzw. einzuhalten. Aufgrund der besonderen und jetzt standardisierten Perspektive der personbezogenen Faktoren sind in einem weiteren Schritt auch diese Aspekte zu beraten. An dem Thema Interessierte sind nach wie vor aufgefordert, sich am laufenden Diskussionsprozess zu beteiligen. Damit kann für mögliche zukünftige Bestrebungen der WHO, diese Komponente offiziell auszufüllen, ggf. ein breit konsentierter und tragfähiger Vorschlag aus dem deutschen Sprachraum für eine internationale Diskussion zur Verfügung gestellt werden.

Stand: Im Hinblick auf mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit, insbesondere für die Betroffenen, wurden die einzelnen Items dieser Auflistung in einer weiteren Publikation mit je einem Beispiel für eine sowohl positive wie negative Wirkung auf die Funktionsfähigkeit erläutert. (Grotkamp S et al.: Personbezogene Faktoren der ICF - Beispiele zum Entwurf der AG "ICF" des Fachbereichs II der DGSMP - Gesundheitswesen 2012; 74: 449-458).

Projektleitung:
Frau Dr. med. Sabine Grotkamp
MDK Niedersachsen
Hildesheimer Str. 202
30519 Hannover

Tel.: +49 511 8785-2601
Fax: +49 511 8785-92601
Sabine.Grotkamp@mdkn.de

Vertretung:
Dr. med. Wolfgang Cibis
Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR)
Walter-Kolb-Str. 9-11
60594 Frankfurt am Main

Tel.:  +49 69 6050-1818
Fax.: +49 69 6050-1829
Wolfgang.Cibis@bar-frankfurt.de

Zuletzt aktualisiert am: 11.05.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Adaptation ICF-CY (International Classification of Functioning, Disability and Health for Children and Youth) in Deutschland

Die Deutsche Interdisziplinäre Arbeitsgruppe zur ICF-CY-Adaptation für den Kinder- und Jugendbereich ist ein Zusammenschluss der folgenden Fachgesellschaften und Verbände:

  • Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR)
  • Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
  • Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e. V. (bvkm)
  • Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e. V. (DGSPJ)
  • Deutsche Vereinigung für die Rehabilitation Behinderter (DVfR)
  • Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE)
  • Deutsche Gesellschaft für pädiatrische Rehabilitation und Prävention (DGPRP)
  • Gesellschaft für die sozialmedizinische Nachsorge in der Pädiatrie (GSNP)
  • Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung (VIFF e.V.)

Zielsetzung der Arbeitsgruppe ist es, zwischen den mit Kindern und Jugendlichen mit besonderen Entwicklungsrisiken befassten Fachdisziplinen und Institutionen ein System auszubilden, das

  • Kommunikation durch gemeinsame Sprache ermöglicht
  • mehrdimensionale Diagnostik abbildet
  • alle relevanten Dimensionen erfasst
  • eine abgestimmte Behandlungsplanung ermöglicht
  • Verläufe dokumentieren kann und nicht defizit-, sondern ressourcenorientiert ist.

Stand: Eine elektronische, deutschsprachige Diskussionsplattform zur Implementierung und Adaptation der ICF-CY wurde eingerichtet. Die ICF-CY wurde ins Deutsche übersetzt. Checklisten für 4 Altersgruppen (0-3 Jahre, 3-6 J., 6-12 J.,12-18 J.) mit etwa 180 Items wurden erstellt und auf Webseiten der beteiligten Organisationen zur Verfügung gestellt. Es wird ein einheitliches Trainingsprogramm entwickelt zur Weiterbildung von Multiplikatoren.

Sprecherin der Arbeitsgruppe:
Prof. Hedwig Amorosa
h.amorosa@gmx.de

Projektleitung:
Prof. Olaf Kraus de Camargo, MD, PhD, FRCPC
Associate Professor - Developmental Pediatrics
McMaster University - Chedoke Site Evel Building
Rm 311
Tel.: +1-905-521-2100 Ext. 74275
P.O. Box: 2000
Hamilton, ON L8N 3Z5
Kanada
krausdc@mcmaster.ca

Zuletzt aktualisiert am: 29.03.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Leistungsbeschreibungen nach ICF für die Ergotherapie in der ambulanten Rehabilitation

Der Deutsche Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE) hat Leistungsbeschreibungen nach ICF entwickelt. Die Leistungsbeschreibungen stellen die Indikationen und Ziele der Ergotherapie in verschiedenen Bereichen der ambulanten Rehabilitation (muskuloskelettale, neurologische, psychische/psychosomatische, onkologische und geriatrische ambulante und mobile Rehabilitation) dar und beschreiben die Leistungen der Ergotherapie bei den einzelnen Indikationen. Dies soll Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuthen die Anwendung der ICF erleichtern und das Leistungsspektrum der Ergotherapie in einer berufsgruppenübergreifend verständlichen Sprache transparent machen.

Stand: Abgeschlossen und publiziert sind die Leistungsbeschreibungen für die muskuloskelettale, neurologische, onkologische, psychische/psychosomatische Rehabilitation sowie für die mobile und ambulante geriatrische Rehabilitation. Die abgeschlossenen Leistungsbeschreibungen sind in gedruckter Form beim DVE erhältlich. Aktuell wird die Erstellung von Leistungsbeschreibungen für die Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen sowie für die betriebliche Gesundheitsförderung vorbereitet.

Sabine George, Vorstandsmitglied für Standards & Qualität
s.george@dve.info
Reimund Klier, Vorstandsmitglied für Versorgung & Kostenträger
r.klier@dve.info

Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE)
Postfach 2208
76303 Karlsbad

Tel.: +49 (0)7248 91810

Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE)

Zuletzt aktualisiert am: 27.02.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Ausbildungsmaterialien zur ICF

Erstellung von Ausbildungsmaterialen zur ICF einschließlich Übungen und PowerPoint-Präsentationen für Ausbilder. Die bisherigen Ergebnisse, die sich auch für das Selbststudium eignen, sind erschienen in Schuntermann: ICF – Einführung in die ICF, Grundkurs, Übungen, offene Fragen. 3. Aufl., ecomed, 2009.

Stand: Im Gange; Aktualisierungen.

Dr. Michael F. Schuntermann
MSchuntermann@AOL.de
Odenwaldstr. 8
12161 Berlin

Zuletzt aktualisiert am: 27.04.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


ICF, "Clinical Reasoning" und Assessments in der physiotherapeutischen Falldokumentation:
Entwicklung eines webbasierten Software-Moduls für schulische Zwecke

Ziel des Projektes ist es, dass Studierende der Weiterbildung Physiotherapie an der ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) Falldokumentationen mittels webbasierter Software erstellen.
Grundlage bildet das ICF-basierte RPS-Blatt (Rehabilitation Problem Solving Form gemäß Publikation Steiner et al. 2002). Die Webapplikation «RehabNET®-IPS» der Firma RehabNET in Zürich wird um ein Modul "ICF und Clinical Reasoning" erweitert und angepasst. Die Software bietet ein systematisches und zeitsparendes Vorgehen und fördert den Gebrauch von standardisierten Fragebogen und Tests. Wesentlich ist dabei die Verknüpfung von Problemerfassung (ICF-basiert, unterstützt durch integrierte ICF-Browser), klinischem Denkprozess (dargestellt im RPS-Blatt mit kommentierbaren Verbindungslinien zwischen Zielen und Reha-Ansatzpunkten) und Einsatz von standardisierten Fragebogen und Tests.
Steiner WA, Ryser L, Huber E, Uebelhart D, Aeschlimann A, Stucki G. Use of the ICF model as a clinical problem-solving tool in physical therapy and rehabilitation medicine. Phys Ther. 2002 Nov; 82(11):1098-107.

Stand: Bereits realisiert: Administrationsdatenbank für "Verwaltung von Dozierenden, Studierenden und Klassen, ICF Browser für Erwachsene und Kinder, RPS-Blatt, mehrere Assessments.
In Entwicklung: "kommentierbare Verbindungslinien" zwischen Zielen und Reha-Ansatzpunkten, diverse weitere Assessments.
Geplanter produktiver Start: Frühjahr 2013.

Ansprechpartner:
Frau Omega E. Huber
BScPT, MAS FH
Leiterin Weiterbildung & Dienstleistung
Institut für Physiotherapie
Departement Gesundheit
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW
Technikumstr. 71
8401 Winterthur

Tel.: +41 58 934 6505
Fax: +41 58 934 6505
Natel: +41 79 258 28 52
Omega-E.Huber@zhaw.ch

Dr. Werner Steiner
RehabNET AG Schweiz
Hofackerstr. 7
8032 Zürich

Tel.: +41 44 384 90 90
Fax: +41 44 384 90 99
wsteiner@rehabnet.ch

Zuletzt aktualisiert am: 25.07.2012

Zum Seitenanfang zurück

 

 


Abgeschlossene Projekte

Alle abgeschlossenen Projekte sind hier für Sie aufgelistet.

Assessmentorientierte ICF-Applikation mit Aufnahme-, Verlaufs- und Abschlussdokumentation für Physio- und Ergotherapie - Godeshöher Motorik-Dokumentation (GMD)

Die "Physiotherapie-Dokumentation" (s.u. in der Projektliste) wurde von Juli 2012 bis April 2013 zur Godeshöher Motorik-Dokumentation (GMD) für die Abteilungen Physiotherapie und Ergotherapie weiterentwickelt. Das System soll ab September 2013 genutzt werden.

Die GMD ist eine ICF-Befundapplikation, die von allen Physio- und Ergotherapeuten des Neurologischen Rehabilitationszentrums Godeshöhe zur Dokumentation von Patienten der Phase B, C und D genutzt werden wird. Sie besteht aus einem Aufnahme- und Abschlussbefund sowie einer Verlaufsdokumentation, die in die Klinikdatenbank integriert ist.

Bei Aufnahme legt das Case-Management die Aktivitäts-Items auf der zweiten Ebene fest und passt so den Befund an die motorischen Fähigkeiten des Patienten an. In Abhängigkeit zu diesen Items wählt der Physio-/Ergotherapeut die für den Patienten zutreffenden Items der dritten Ebene aus und beurteilt ihn mit den Beurteilungsmerkmalen 1 bis 3 oder mit evidenzbasierten Assessments zu der entsprechenden Aktivität. Des Weiteren wählt der Therapeut die Körperfunktionen mit den dazugehörigen Strukturen aus und beurteilt diese. Die Ansteuerung und Auswahl der Items und der Beurteilungsmerkmale erfolgt über Popup-Menüs. So entsteht trotz der komplexen ICF-Terminologie ein genaues und standardisiertes Bild vom Patienten, das schnell erstellt werden kann.

Über den gesamten Rehabilitationsverlauf werden dann die im Aufnahmebefund festgelegten Aktivitäts-Items der dritten Ebene in die Verlaufsdokumentation übernommen und wie im Aufnahmebefund standardisiert beurteilt. Für den Kostenträger entsteht eine einheitliche Verlaufsdokumentation nach ICF.

Im Abschlussbefund werden die Aktivitäts-Items und die Körperfunktionen des Aufnahmebefunds beurteilt.

Alle Daten werden dann in einer Druckversion generiert und per Datenübernahme in den Arztbrief übernommen.

Stand: Abgeschlossen. Weiterentwicklung: Die Godeshöher Motorik-Dokumentation soll in einer Evaluierungsstudie überprüft werden.

Ansprechpartner:
Dr. med. Guido Ketter
Waldstr. 2-10
53177 Bonn
ketter@godeshoehe.de

Projektleiter:
Jochen Pfeifer (Programmierung, Entwicklung)
ambulanz-gsrt@godeshoehe.de

Projektteam:

Matthias von Heesen - Leitung Motorische Rehabilitation

Antje Bieniok - Leitung Ergotherapie

Joachim Seidel - IT

Thomas Stage - Testung

Manfred Bernads - Testung

Danny Winkelmann - Testung

Michael Ramershoven - Integration in die Klinikdatenbank

Zuletzt aktualisiert am: 10.06.2013

Zum Seitenanfang zurück

 

 


 

Entwicklung eines ICF-basierten Dokumentationssystems in einer Tagestätte für Menschen mit einer schweren Mehrfachbehinderung.

Die Tagestätte (Beschäftigung) des Schweizerischen Epilepsie-Zentrums in Zürich hat die Aufgabe, den entwicklungsbeeinträchtigten Klientinnen und Klienten die Teilhabe am Lebensbereich Arbeit und am Leben in der Gemeinschaft sowie eine geregelte Tagesstruktur zu ermöglichen. Aufgrund der Schwere der Beeinträchtigungen oder des speziell herausfordernden Verhaltens wird das Angebot erlebnis-, material- und bewegungsorientiert gestaltet.

Ein neues Dokumentationssystem mittels ausgewählten ICF-Komponenten und Domäne wurde entwickelt mit den prioritären Zielen, die Betreuung, Begleitung und Förderung der Klientinnen und Klienten zielgerichtet zu unterstützen sowie das Qualitätsmonitoring sicherzustellen und wichtige Impulse für die Qualitätsentwicklung der Beschäftigungsangebote zu verleihen. Unter Berücksichtigung des Auftrags an unsere Tagesstätte zielen die Beschäftigungsangebote darauf, die Funktionsfähigkeit der Klientinnen und Klienten zu fördern besonders, was die Komponenten Aktivitäten und Partizipation sowie die personbezogenen Faktoren betrifft. Als zentrales Arbeitsinstrument unterteilt sich das Klienteninfoblatt einerseits in eine Spalte, in der die Ressourcen bzw. Beeinträchtigungen der Klientinnen und Klienten anhand einer gezielten Auswahl von Domänen innerhalb der Komponenten "Aktivitäten und Partizipation" und "personbezogene Faktoren" erfasst und beschrieben werden und andererseits in eine Spalte, in der entsprechende Beschäftigungsangebote im Sinne von positiv wirkenden Umweltfaktoren festgehalten werden.

Stand: Das im Januar 2010 begonnene Projekt wurde Ende 2011 abgeschlossen. Anwendung des Instruments seit 01.01.2012. Projektgruppe: Lic. phil. Matteo Innocenti (Leitung), Lic. phil. Stefania Calabrese, Kathrin Vogler, Erika Gysin.

Ansprechpartner:
Matteo Innocenti, lic. phil.
Leiter Beschäftigung
Schweizerisches Epilepsie-Zentrum
Bleulerstrasse 60
8008 Zürich
matteo.innocenti@swissepi.ch

Schweizerischen Epilepsie-Zentrum

Zuletzt aktualisiert am: 02.07.2012

Zum Seitenanfang zurück

 

 


Die ICF als Referenzrahmen zur Bewertung von Effectivenessstudien bei demenziellen Erkrankungen – ICF-Effeke

Das Projekt war eine Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Allgemeinmedizin am Zentrum für psychosoziale Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der ICF Research Branch. Die Ziele des Projekts waren 1) unter Anwendung der ICF zu untersuchen, inwieweit in Interventionsstudien die für die Betroffenen relevanten Therapieziele berücksichtigt werden und 2) zu überprüfen, ob die Entwicklung neuer Erhebungsinstrumente, welche auf diese relevanten Therapieziele fokussieren, notwendig ist.
Um diese Ziele zu erreichen, wurden folgende Schritte unternommen:
Systematischer Literaturreview: alle mit Menschen mit Demenz und/oder mit betreuenden Angehörigen durchgeführten und zwischen 2006-2008 publizierten Effectivenessstudien wurden identifiziert und die Ziele der durchgeführten Interventionen, die Outcome-Variablen und verwendeten Outcome-Instrumente ermittelt.
Interviews mit 8 Menschen mit Demenz und mit 23 Angehörigen von Menschen mit Demenz wurden durchgeführt, um die Probleme und Herausforderungen aus Patienten- und Angehörigensicht zu erfassen.
Die Ergebnisse aus dem systematischen Literaturreview und den Interviews wurden in die Sprache der ICF übersetzt, unter Verwendung der ICF als Referenzsprache wurden die Ziele von Interventionen, die Outcome-Variablen und die aus Patienten- und Angehörigensicht benannten Probleme und Herausforderungen gegenüberstellt und die Ergebnisse dieser Untersuchungen in einer Datenbank im Internet zur Verfügung gestellt.
Die Finanzierung des Projektes erfolgte im Rahmen des Förderprogramms "Leuchtturmprojekt Demenz" durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

Stand: Das Projekt wurde 2010 abgeschlossen.

Ansprechpartner:
Dr. Marita Stier-Jarmer MA, MPH
Marita.Stier-Jarmer@med.uni-muenchen.de
Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften
Ludwig-Maximilians-Universität
Marchioninistr. 17
81377 München

Tel.: +49 (0)89 2180 78227-198
Fax: +49 (0)89 2180 78230

ICF Research Branch

Zuletzt aktualisiert am: 19.04.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Die Weiterentwicklung des Generischen ICF Set

Zur Weiterentwicklung des generischen ICF-Core Sets (Cieza A. et al. Identification of candidate categories of the International Classification of Functioning Disability and Health (ICF) for a Generic ICF-Core Set based on regression modeling BMC Med Res Methodol. 2006 Jul 27;6(1):36) wurde eine minimale Menge von 7 ICF-Kategorien definiert, die sowohl für Menschen mit als auch ohne Gesundheitsstörungen und somit auch für die Allgemeinbevölkerung relevant sind. Basierend auf einer statistischen Analyse folgender Datensätze wurde ein Vorschlag für eine derartige Menge von ICF-Kategorien erarbeitet:

  • Daten zu Patienten aus allen derzeit erhältlichen ICF-Core-Set Studien,
  • Daten der Allgemeinbevölkerung Deutschlands aus dem Bundesgesundheitssurvey 1998 (GHS98) und
  • Daten der Allgemeinbevölkerung der USA aus dem National Health and Nutrition Examination Survey 2007/2008 (NHANES 07/08).

Die Entwicklung des generischen ICF Sets erfolgte in Kooperation mit der Functioning and Disability Reference Group des WHO Familie der Internationalen Klassifikationen (WHO-FIC) Netzwerks.

Stand: Abgeschlossen. Die Ergebnisse werden 2012 veröffentlicht.

PD Dr. Alarcos Cieza, MPH
Leitung der Forschungseinheit für Biopsychosoziale Gesundheit,
Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften

Ansprechpartnerin:
Dipl.-Stat. Cornelia Oberhauser
Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften

Tel.: +49 (0)89 2180 78222
Fax: +49 (0)89 2180 78230
Cornelia.Oberhauser@med.uni-muenchen.de

Forschungseinheit für biopsychosoziale Gesundheit
Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung
Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie
Ludwig-Maximilians Universität
Marchioninistr. 17
81377 München

ICF Research Branch

Zuletzt aktualisiert am: 19.04.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


EULAR

European League against Rheumatism Europäische Validierung der ICF-Core Sets für fünf musculoskelettale Krankheiten: rheumatische Arthritis, Osteoarthritis, Osteoporose, Rückenschmerz und chronischer Schmerz

Das Ziel dieses Projektes ist es, die erste Version der ICF-Core Sets für rheumatoide Arthritis, chronisches Schmerzsyndrom, lumbaler Rückenschmerz, Osteoarthrose und Osteoporose innerhalb Europas zu validieren. Dafür wird derzeit eine multizentrische europäische Validierungsstudie durchgeführt.

Stand: Abgeschlossen.

Verantwortlich:
Prof. Dr. med. Gerold Stucki
Dr. Alarcos Cieza, MPH
Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften
ICF-Forschungsstelle des WHO-Kooperationszentrums für das System Internationaler Klassifikationen im DIMDI
Ludwig-Maximilians-Universität
Marchioninistr. 17
81377 München

Ansprechpartnerin:
Dr. Susanne Schwarzkopf
Klinik und Poliklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation
Ludwig-Maximilians-Universität
Marchioninistr. 15
81377 München

ICF Research Branch

Zum Seitenanfang zurück

 


Anwendung der ICF-Core Sets in der Begutachtung von Patienten mit lumbalen Rückenschmerzen und generalisiertem Schmerzsyndrom

Ziel des Projektes ist es, zu überprüfen, ob die ICF-Core Sets als Basis zur Anfertigung von Gutachten über Patienten mit chronischen lumbalen Rückenschmerzen und generalisiertem Schmerzsyndrom dienen können. Eine Begutachtung von Patienten auf Grundlage der ICF könnte zu einer systematischen und umfassenden Berücksichtigung aller für Patienten mit chronischen Schmerzen relevanten Aspekte der Funktionsfähigkeit und Behinderung führen, zur Standardisierung von Gutachten beitragen und die Kommunikation zwischen Ärzten und Renten- und Versicherungsträgern durch Verwendung der standardisierten ICF-Kategorien erleichtern.

Der Inhalt von zufällig ausgewählten ärztlichen Gutachten wird analysiert und der identifizierte inhaltliche Gutachtentext in die Sprache der ICF übersetzt. In diesem sogenannten "Linking", das von sozialmedizinischen Gutachtern sowie von Mitarbeitern des IHRS durchgeführt wird, wird jedem inhaltlichen Gutachtentext eine entsprechende ICF-Kategorie zugeordnet. Die auf diese Weise identifizierten ICF-Kategorien werden daraufhin überprüft, ob sie in den Core Sets für chronische lumbale Rückenschmerzen und generalisierte Schmerzsyndrome enthalten sind.

Als Ergebnis der Studie können Aussagen darüber gemacht werden, ob sich der Inhalt der Gutachten durch die ICF-Kategorien der ICF-Core Sets vollständig abbilden lässt. Es können einerseits Aspekte der Funktionsfähigkeit und Gesundheit identifiziert werden, die für Patienten relevant sind (und daher in den ICF-Core Sets enthalten sind), aber eventuell in der Begutachtung nicht berücksichtigt werden. Andererseits können auch Aspekte identifiziert werden, die in Gutachten enthalten sind, aber in den Core Sets nur unzureichend beschrieben sind. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wäre es möglich, für den Zweck der Begutachtung eine entsprechende Ergänzung oder Differenzierung der ICF-Core Sets vorzunehmen. Die Verwendung dieser ICF-Core Sets als Grundlage der Begutachtung würde damit zur Qualitätssicherung und Standardisierung der Begutachtung beitragen.

Das Projekt wurde von der Deutschen Rentenversicherung Bund Berlin finanziert. Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Bund Berlin, Bayern Süd, Mitteldeutschland und Rheinland-Pfalz.

Stand: Das Projekt wurde Anfang 2008 in Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Klinikum der Universität München (Dr. med. Andreas Winkelmann und Dr. Thomas Ewert) begonnen und wurde Mitte 2010 abgeschlossen.

Ansprechpartner:
Michaela Kirschneck
Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung Institut für Medizinische Informationsverarbeitung,
Biometrie und Epidemiologie – IBE Forschungseinheit für Bio-Psycho-Soziale Gesundheit
Ludwig-Maximilians-Universität
Marchioninistr. 17
81377 München

Tel.: +49 (0)89 2180 78227-198
Fax: +49 (0)89 2180 78230
michaela.kirschneck@med.uni-muenchen.de

ICF Research Branch

Zuletzt aktualisiert am: 26.04.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Kooperationsprojekt: Entwicklung der ICF-Core Sets für Ankylosing Spondylitis

Basierend auf gegenwärtigen Empfehlungen der Arbeitsgruppe Ankylosing Spondylitis (ASAS) wurde dieses Projekt initiiert, um ICF-Core Sets für Ankylosing Spondylitis zu entwickeln.

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der ICF-Forschungsstelle des WHO-Kooperationszentrums für das System Internationaler Klassifikationen im Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) und der Abteilung für Rheumatologie im Universitätskrankenhaus Maastricht, Niederlande durchgeführt.

Stand: Das Projekt ist abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden 2009 veröffentlicht:

ASAS/WHO ICF-Core Sets for ankylosing spondylitis (AS): how to classify the impact of AS on functioning and health
A Boonen, J Braun, I E van der Horst Bruinsma, et al.

Ann Rheum Dis 2010 69: 102-107 originally published online March 11, 2009
doi: 10.1136/ard.2008.104117

Verantwortlich:
Prof. Dr. med. Gerold Stucki
Dr. Alarcos Cieza, MPH
Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften
ICF-Forschungsstelle des WHO-Kooperationszentrums für das System Internationaler Klassifikationen im DIMDI
Ludwig-Maximilians-Universität
Marchioninistr. 17
81377 München

Ansprechpartnerin:
Annelies Boonen, MD, PhD
University Hospital Maastricht
Po Box 5800
6202 AZ
Maastricht The Netherlands

Tel.: 0031 43 387 5026
Fax: 0031 43 387 5006
a.boonen@mumc.nl

ICF Research Branch

Zum Seitenanfang zurück

 

 


Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) in der Beruflichen Rehabilitation - die ICF als Grundlage des Core-Sets "Teilhabe am Arbeitsleben"

In Kooperation mit einer Rehabilitationseinrichtung wird der Einsatz der ICF in einem am Rehab-CYCLE ® (Assessment, Assignment, Intervention, Evaluation) orientierten Vorgehen erprobt. Das Ziel des Projektes besteht darin, Potentiale und Weiterentwicklungsansätze der bestehenden Klassifikation zu ermitteln, um das medizinisch dominierte Einsatzspektrum der ICF pilothaft durch die Komponente Berufliche Rehabilitation zu erweitern.

Hintergrund dessen sind zwei Faktoren, denen (möglicherweise) durch die umfassende, kohärente und internationale Ausgestaltung der ICF Rechnung getragen werden kann: die aus der Dynamisierung des Arbeitsmarktes resultierende Notwendigkeit passgenauer Rehabilitationsmaßnahmen (basierend auf einem individuellen Potentialprofil des Rehabilitanden) sowie die sozialrechtlich und sozialpolitisch untermauerte Erfordernis von (standardisierten) träger- und nutzerübergreifenden Rehabilitationsgrundlagen.

Stand: Das Projekt ist abgeschlossen und wurde dokumentiert in: Bender, D. (2010) Voraussetzungen für die nachhaltige Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) in der Rehabilitationspraxis. Ergebnisse einer Analyse im Spannungsfeld von globaler Konzeption und lokaler Umsetzung. Wissenschaftliche Beiträge. Reihe Pädagogik. Band 21. Marburg : Tectum Verlag 

Ansprechpartner:
Agentur für Forschung, Entwicklung, Beratung und Schulung in der Rehabilitation (AFEBS Reha)
Professor Dr. Gerd Grampp

Dipl.-Päd. David Bender
david_bender@web.de

Zuletzt aktualisiert am: 01.03.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


ICF-Core Sets bei bestimmten Krankheitsbildern

Das Projekt wird in Zusammenarbeit von Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt. Die Erstellung einer Klassifikation der funktionalen Gesundheit in der rehabilitativen Praxis ist das angestrebte Ziel.

Stand: Projekt ist abgeschlossen: J Rehab Med 2004; Volume 36, Supplement 44

Univ.-Prof. Dr. Michael Quittan
Karl Landsteiner Institut für Remobilisation und funktionale Gesundheit
Kaiser Franz Joseph Spital SMZ-Süd
Kundratstraße 3
A-1100 Wien

Tel.: +43 1 60191 9993402
michael.quittan@wienkav.at

Zuletzt aktualisiert am: 10.05.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


ICF-Core Sets in der Frührehabilitation

Das Projekt, das gemeinsam mit der Uni. München durchgeführt wird, soll untersuchen auf welche Bereiche die von der WHO entwickelten Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (Classification of Functioning, Disability and Health, WHO 2001) angewandt werden kann. Dieses zeigt die Beeinträchtigung der funktionalen Gesundheit und der Pflegebedürftigkeit bei Patienten in der ergänzenden Frührehabilitation. Die damit erstellten sollen als Kommunikationsplattform zwischen den einzelnen Berufsgruppen der Rehabilitation dienen.

Stand: Projekt ist abgeschlossen: München Disabil Rehabil. 2005;27(7-8)

Univ.-Prof. Dr. Michael Quittan
Karl Landsteiner Institut für Remobilisation und funktionale Gesundheit
Kaiser Franz Joseph Spital SMZ-Süd
Kundratstraße 3
A-1100 Wien

Tel.: +43 1 60191 9993402
michael.quittan@wienkav.at

Zuletzt aktualisiert am: 10.05.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


ICF-Core Set der EUMASS für die sozialmedizinische Begutachtung langfristiger Beeinträchtigung der beruflichen Leistungsfähigkeit

Die Arbeitsgruppe ICF der Europäischen Vereinigung der Sozialversicherungsärzte (EUMASS), zu der der Berufsverband der Sozialversicherungsärzte Deutschlands e.V. (BSD) gehört, erstellte 2006 ein Core Set der ICF für die sozialmedizinische Begutachtung bei langfristiger Beeinträchtigung der beruflichen Leistungsfähigkeit. Beteiligte Länder: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Niederlande, Norwegen, Schweden, Tschechien und Ungarn. Das Core Set besteht aus 20 Kategorien. In Deutschland wurde es durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) Baden-Württemberg im Jahr 2008 erprobt und bewährte sich.

Stand: Das Projekt ist abgeschlossen. Die Veröffentlichung des Vorgehens und des Core Sets erfolgte 2008: Brage S et al. Development of ICF core set for disability evaluation insocial security. Disabil Rehabil 2008;30(18):1392-6

Dr. med. Elisabeth Nüchtern M. A.
MDK Baden-Württemberg
Hauptverwaltung
Ahornweg 2
77933 Lahr

Tel.: +49 (0)7821 938-1153
elisabeth.nuechtern@mdkbw.de

Zum Seitenanfang zurück

 


Praxisorientierte Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) in der medizinischen Rehabilitation von psychisch erkrankten und behinderten Menschen

Nachdem das Rehabilitationsmanagement seit 1998 auf Grundlage der ICIDH (Core Set-Bildung im Hause) erfolgte, wurde nach Erscheinen der ICF eine breitere Grundlage gewählt. In Zusammenarbeit mit zwei weiteren Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen (RPK) wurde in einem zweistufigen Delphi-Verfahren ein einrichtungsspezifisches Core Set entwickelt und in den Rehabilitationsalltag eingeführt. Hauptgründe für die Einführung lagen in der Einheitlichkeit der Terminologie und der Möglichkeit, eine Disziplin übergreifende Sprache nutzen zu können. Seit Oktober 2004 wird das ICF-Core Set in den Häusern am Latterbach, Herzogsägmühle standardmäßig eingesetzt. Im rehabilitativen Alltag hat es sich gut bewährt. Dies wurde möglich, indem Zielsetzungen und Maßnahmen nicht auf einzelne ICF-Items bezogen werden, sondern sogenannte Problemfelder oder Problemcluster gebildet werden. Weitere Ziele sind die Unterlegung einzelner Items (vor allem bei Aktivitäten) mit typischen Beispielen, um die gleichsinnige Anwendung weiter zu fördern. Des Weiteren wird die Anwendung in komplementären Bereichen in der Region angestrebt, um auch im Längsschnitt eine fortlaufende gemeinsame diagnostische Grundlage zu erhalten.

Stand: Das Projekt ist abgeschlossen und im rehabilitativen Alltag eingeführt.

Dr. Klaus Keller
Michael Bräuning-Edelmann
Rehabilitationszentrum Häuser am Latterbach
Medizinische Rehabilitation
Am Latterbach 13
86971 Peiting - Herzogsägmühle

Tel.: +49 (0)8861219-301
k.keller@herzogsaegmuehle.de

m.braeuning-edelmann@herzogsaegmuehle.de

Zuletzt aktualisiert: 03.05.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Entwicklung, psychometrische Testung und Implementierung eines an der ICF orientierten Instruments für die Erfassung von Aktivitäten und Partizipation bei Patienten mit psychischen Erkrankungen

Die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit in Beruf und Alltag spielt neben der Verbesserung der gesundheitlichen Situation in der Rehabilitation von Patienten mit psychischen Erkrankungen eine entscheidende Rolle.

Im Rahmen eines umfangreichen Projektes wurde für Patienten mit psychischen Erkrankungen in den vier Hauptindikationsgruppen Anpassungsstörungen, Angststörungen sowie somatoforme und affektive Störungen ein ICF-bezogenes Selbsteinschätzungsinstrument zu "Aktivitäten und Partizipation" entwickelt, psychometrisch getestet und implementiert.

Auf Basis von Literaturanalyse, Patientenfokusgruppen und Expertenbefragungen wurde zunächst ein ICF-Core-Set entwickelt, das anschließend in einen Fragebogen umgesetzt wurde. Dieser wurde an einer Stichprobe von insgesamt N=2256 Patienten aus stationären psychosomatischen/psychotherapeutischen Rehabilitationseinrichtungen psychometrisch überprüft. Das ICF-PsychA&P umfasst 31 Items, die sich in die sechs Skalen Funktionsfähigkeit, Kommunikation, Mobilität, Beziehungen, Freizeit und Interaktion unterteilen lassen. Das Selbsteinschätzungsinstrument bewies sich als reliabel und valide. Auch die Praktikabilität hat sich in der klinischen Routineversorgung gezeigt. Im Rahmen des Projekts konnte in acht Kliniken eine Rückmeldung zu patientenberichteten Beeinträchtigungen der Aktivitäten und der Partizipation implementiert werden. Die Behandler bekamen die Ergebnisse des Selbstberichts zu Behandlungsbeginn und Behandlungsende in grafischer und in Textform zur Verfügung gestellt und konnten diese Informationen für die weitere Behandlungsplanung nutzen. Die Effekte auf das Outcome der Behandlung erwiesen sich allerdings als gering.
Dennoch erwies sich der ICF-PsychA&P als praktikables Instrument, das im klinischen Alltag Informationen zu den Beeinträchtigungen der Aktivitäten und der Partizipation von Patienten mit psychischen Störungen darstellen kann. Das Instrument steht nun kostenfrei zur Verfügung und kann auf Anfrage zugesandt werden.

Stand: Das Projekt endete im Januar 2011. Es wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunkts zur versorgungsnahen Forschung: Chronische Krankheiten und Patientenorientierung.

Projektleitung:
Assoz. Prof. Dr. Sylke Andreas
.Sylke.Andreas@aau.at

Prof. Dr. Holger Schulz
schulz@uke.de

Ansprechpartnerin: Dipl.-Psych. Anna Levke Brütt.abruett@uke.de

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Zentrum für Psychosoziale Medizin
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Martinistr. 52, Haus W 26
20246 Hamburg
Tel.: +49 (0)40/7410-57313

Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie

Zuletzt aktualisiert am: 23.03.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Rehab-CYCLE.

Die Rehab-CYCLE Software war die erste umfassende, ICF-basierte Software für das Rehabilitations-Management (Prozess-Management) von Patienten. Die ICF-basierte Software enthielt alle notwendigen Tools für die erfolgreiche Bewältigung der vielfältigen Anforderungen, welche durch die moderne Rehabilitation täglich gefordert werden. Das Reha-Team wurde durch die vier Schritte des Rehab-CYCLEs: "Assessment, Assignment, Intervention und Evaluation" geführt. Zusätzlich beinhaltete die Software einen ICF Browser, diverse ICF-Core Sets, ein Diagnose-Modul und eine Fall-Administration.

Stand: Abgeschlossen. Von 2004 bis 2011 wurde die Software (Deutsch) in Kliniken und ambulanten Zentren in der Schweiz und in Deutschland eingesetzt. Die Rehab-CYCLE Software wurde 2012 abgelöst durch die neue Web-Applikation «RehabNET®-IPS», welche sowohl ICF-basiertes Patienten-Management erlaubt, als auch gleichzeitig umfangreiche Assessments mit Sofort-Auswertungen.

Ansprechpartner:
Dr. Werner Steiner
RehabNET AG Schweiz
Hofackerstr. 7
8032 Zürich

Tel.: +41 44 384 90 90
Fax: +41 44 384 90 99
wsteiner@rehabnet.ch

RehabNet

Zuletzt aktualisiert: 25.07.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


ICF und Bewegungsanalyse

Im März 2005 wurde im Auftrag des Instituts für Bewegungsanalyse (iba) eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit den Zusammenhängen zwischen der ICF und der Bewegungsanalyse, Methode Cary Rick befasst. Das Resultat der Auseinandersetzung liegt nun als Buch mit dem Titel "Bewegungsanalyse, Methode Cary Rick und die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)“ vor. Der erste Teil der Publikation untersucht die Verbindung zwischen der ICF und der Bewegungsanalyse (BA), vergleicht die technischen Termini und spezifiziert mittels der bewegungsanalytischen Theorie die Wechselwirkung der Faktoren. Der zweite Teil präsentiert den bewegungsanalytischen Befund als ICF-basiertes Assessmentverfahren, welches im dritten Teil anhand von Fallbeispielen die bewegungsanalytische Praxis in den Kontext der interdisziplinären Diskussion stellt. Zur Herstellung des Befundes wird im Anhang eine Auswahl an praxisrelevanten ICF-Short-Lists verfügbar gemacht.

Die Publikation ist erhältlich beim IBA und kann online bestellt werden.

Stand: Das Projekt ist abgeschlossen. Die Ergebnisse sind publiziert. Nähere Informationen sind auf der Institutswebsite.

iba Institut für Bewegungsanalyse
Leitung:

Cary Rick, BC-DMT

Sekretariat:
Martina Rick
Riehenring 199
4058 Basel
Schweiz

Tel.: +41 (0)61 843 05 08
Fax: +41 (0)61 843 05 09
info@institutfuerbewegungsanalyse.net

Zuletzt aktualisiert am: 05.02.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


"Netzwerk individuelle Rehabilitationsplanung" – Entwicklung und Einführung einer ICF-basierten Rehabilitationsplanung, -diagnostik und -dokumentation

In der Kieler RPK-Einrichtung (medizinische und berufliche Rehabilitation für Menschen mit psychischen Erkrankungen/Behinderungen) der Brücke SH wird ein ICF-basiertes Rehabilitationsmanagement (Rehabilitationsdiagnostik, -planung und -dokumentation) modellhaft eingeführt. Ressourcenorientierung und Geschlechtersensibilität werden besonders beachtet. Eine Prozessbeschreibung soll entstehen, die andere Leistungserbringer im Bereich der Rehabilitation unterstützen kann, ein ICF-basiertes Rehabilitationsmanagement einzuführen. Ermöglicht wird das Projekt durch den europäischen Sozialfond (EQUAL). Es ist Bestandteil der Entwicklungspartnerschaft Indigo.

Stand: Seit Ende 2007 abgeschlossen.

Projektleiter:
Dipl.-Psych. Thomas Lübke-Sommer
t.luebke-sommer@bruecke-sh.de

Projektmitarbeiterinnen:
Dipl.-Psych. Birte Ernst
b.ernst@bruecke-sh.de

Dipl.-Psych. Antje Jürgens
a.juergens@bruecke-sh.de
Brücke Schleswig-Holstein gGmbH
RPK-Einrichtung
Dreiecksplatz 7
24105 Kiel

Tel.: + 49(0)431-57066-60

Zum Seitenanfang zurück

 


Bremer Reha-Tool 3.1 (Mai 2006) - eine ICF-Arbeitshilfe für Schulungen, Kurzlistenerstellung und andere Funktionen auf CD-ROM

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit der WHO (ICF, 2001) liegt seit Oktober 2005 in der deutschsprachigen Endfassung vor (DIMDI, Köln).
Das Bremer Reha-Tool 3.1 enthält die vollständigen Codes der deutschsprachigen Version der Komponenten "Körperfunktionen, Körperstrukturen, Aktivität und Teilhabe, Umweltfaktoren" in den Domänen und Kategorien aller 4 Ebenen.

Nicht enthalten sind die Beurteilungsmerkmale und die zur Klassifikation gehörenden umfassenden Textpassagen und Anlagen.

Das Bremer Reha-Tool 3.1 stellt die komplette Vollversion der ICF (Tabellen) in einer einzigen Excel-Tabelle mit Hilfe von Fenstern dar, sodass eine einfache Übersicht über die Systematik der ICF und ein schneller Zugriff auf alle ca. 1500 Kategorien einschließlich der vollständigen Erläuterungen der Kategorien sowie der Ein- und Ausschlüsse gegeben ist.

Das Bremer Reha-Tool 3.1 enthält zusätzlich die ICF-Kurzversion und die ICF-Vollversion (jeweils alle Kategorien) in Komplett-Tabellen, aus denen beliebige, auf den jeweiligen Zweck der Anwendung gerichtete Kurzlisten erstellt werden können. Die CD-ROM enthält eine Video-Demo, die durch das Tool führt.

Stand: Das Bremer Reha-Tool 3.1 ist beendet und wurde von der WHO für Deutschland, Österreich und die Schweiz lizenziert (Genf, Mai 2006).

Dr. med. Michael Sperling
Carionweg 1
10709 Berlin

fmsperling@web.de

Bremer Reha-Tool 3.1

Zuletzt aktualisiert am: 23.02.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


ICF in der interdisziplinären Frühförderung

Die Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung - Nord (ViFF-Nord) hat ein Projekt zur Standardisierung der Eingangs- und Verlaufsdiagnostik initiiert. Mit Hilfe einer modifizierten Checklist erfolgt die Dokumentation der Beeinträchtigungen und Ressourcen der vorgestellten Kinder und Familien in den Dimensionen der ICF. Darauf aufbauend werden die Therapieziele in der Fallkonferenz festgelegt.

Stand: Ein Pilotprojekt wurde an zwei Frühförderstellen in Norddeutschland durchgeführt und abgeschlossen. Dabei wurden ca. 200 Kinder erfasst. Aus den gewonnenen Daten erfolgt derzeit eine Überarbeitung der Checklist mit dem Ziel einer breiteren Nutzung durch interessierte Frühförderstellen.

Dr. med. Olaf Kraus de Camargo,
2. Vorsitzende der ViFF-Nord
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Sozialpädiatrie und KinderneurologieLuskroog 1723730 Neustadt in Holstein
Interdisziplinäres Qualitätsmanagement
Luskroog 17
2. Vorsitzende der ViFF-Nord

Tel.: +49 (0)175 175-4264
Fax: +49 (0)4561 513453
k-d-c@web.de

Zum Seitenanfang zurück

 


Arbeitshilfe zur Anwendung der ICF in der sozialmedizinischen Beratung und Begutachtung (Arbeitshilfe "ICF")

Erläuterungen zur Konzeption, Sprache und Struktur der ICF. Zweckbestimmung der ICF in der sozialmedizinischen Begutachtung einschließlich eines Vorschlags für relevante personbezogene Faktoren im Zusammenhang mit der Einzelfallbegutachtung.

Stand: Abgeschlossen. Die 2. Auflage – Stand: April 2010 – ist über dem MDS verfügbar.

Ansprechpartnerin:
Dr. med Sabine Grotkamp
Leiterin der SEG 1 der MDK Gemeinschaft
beim MDK Niedersachsen
Hildesheimer Str. 202
30519 Hannover 

Tel.: +49 511 8785-2601
Fax: +49 511 8785-92601
Sabine.Grotkamp@mdkn.de

Sozialmedizinische Informationsdatenbank für Deutschland (SINDBAD)

Zuletzt aktualisiert am: 03.05.2011

Zum Seitenanfang zurück

 


Entwicklung eines adaptiven, an den Grundstrukturen der ICF orientierten Patienten/Arzt-Fragebogens zur Erfassung von für die GKV wesentlichen Bereichen der Aktivitäten/Teilhabe (Mobilität, Selbstversorgung) (MOSES-Fragebogen)

Die Zielsetzung des Projekts besteht darin, ein adaptives, rehabilitationsspezifisches Assessmentinstrument zu entwickeln, welches Mobilität und Selbstversorgung erfasst und sich inhaltlich orientiert an den Kategorien der ICF. Das Instrument soll als Fragebogen in einer Patienten- und einer Arzt-Version vorliegen und nach der probabilistischen Testtheorie (Rasch-Modell) erarbeitet werden. Zur Erprobung des Instruments wird der Fragebogen in zwei Phasen an insgesamt ca. 1.800 Patienten aus ca. 30 Rehabilitationseinrichtungen getestet. Nutzer können sich registrieren lassen und erhalten anschließend den Fragebogen kostenfrei (E-Mail an Herrn Dr. Farin oder auf der AQMS-Website unter "Download Instrumente").

Stand: Abgeschlossen.

Dr. phil. Dipl. Psych. Erik Farin
Universitätsklinikum Freiburg
Abt. Qualitätsmanagement und Sozialmedizin (Direktor: Prof. Dr. Jäckel)
Breisacher Str. 62 / Haus 4
79106 Freiburg

Tel.: +49 (0)761 270-7443
erik.farin@uniklinik-freiburg.de

Abteilung Qualitätsmanagement und Sozialmedizin (AQMS)

Zum Seitenanfang zurück

 


Erfassung von Menschen mit hohem Förder- und / oder Begleitungsbedarf

Auswahl von ICF Schlüsselkriterien zur Erfassung von Menschen mit hohem Förder- und/oder Begleitungsbedarf und Erarbeiten einer praxisorientierten Skalierung. Erarbeitung von Summen Scores und Grenzwerten. Erarbeitung eines Handbuches mit Durchführungsbestimmungen sowie zugehöriges Formularwesen. Erarbeitung von Dokumentationsblättern und Musterbeispielen. Ab 01.1.2004: Verpflichtende Dokumentation in allen Einrichtungen, welche mit Menschen mit hohem Förder- und/oder Begleitungsbedarf betreuen und dafür vom Amt der Kärntner Landesregierung unterstützt werden.

Stand: Abgeschlossen; Revision Januar 2005 mit geringen Modelländerungen. Weiterhin in Anwendung.

Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung
Leitung: Mag. Isabella Scheiflinger
Fromillerstraße 20
A-9020 Klagenfurt am Wörthersee

Tel.: +50 536-41371
Mobil: 0664-80536 41371
Fax: +50 536 41375
isabella.scheiflinger@ktn.gv.at

Dr. Klemens Fheodoroff
Gailtal-Klinik Hermagor
Abt. für Neurologische Rehabilitation
Radniger Straße 12
A-9620 Hermagor
klemens.fheodoroff@gailtal-klinik.at

Zum Seitenanfang zurück

 


Klassifizieren oder Abklassifizieren?

Die "International Classification of Functioning, Disability and Health" (ICF), ihre Potenzen und Probleme; Kritische Anmerkungen zur ICF; Kritische Anmerkungen zur Kodierung mit der ICF
Befassen sich u.a. mit praktischen und konzeptionellen Problemen der ICF, mit dem Behinderungsbegriff in ICIDH, ICF und SGB IX, mit den möglichen Auswirkungen auf das Bild von Menschen mit Behinderungen, mit den Themen: Die ICF und die Ethik, Die ICF und das Individuum, Die ICF und Betreuung, Assistenz und Selbstbestimmung, Die ICF und die (Sonder-)Pädagogik. Zum Teil überlappt die Arbeit mit dem Vortrag und der anderen vorliegenden Kritik, anderes ist nur in ihr enthalten.

Stand: Abgeschlossen.

Almut-Hildegard Meyer
Deutschland
Tel.: +49 (0)731 3885253

Zum Seitenanfang zurück

 


Memorandum zur ICF

Situations- und Problemanalyse; Zum Verhältnis von ICIDH zur ICF; Schlussfolgerungen zur Anpassung und Umsetzung der ICF in der BRD; Empfehlungen an die Spitzenverbände der GKV

Stand: Das Projekt ist abgeschlossen.

Projektleiter:
Leistner, Klaus, Doz.Dr.med. MDS Essen
Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) Essen
Lützowstraße 53
45116 Essen

Tel.: +49 (0)201 8327 0
Fax:+49 (0)201 8327 490

Zum Seitenanfang zurück

 


NURSING data

NURSING data schafft unter Berücksichtigung der nationalen und internationalen Gegebenheiten die Grundlagen für vergleichbare, standardisierte Pflegedaten, die auf alle Pflegebereiche des schweizerischen Gesundheitswesens anwendbar sind. Dabei geht es insbesondere um die Eruierung und Selektion der Daten, die für die Beschreibung der Pflege relevant sind sowie um deren begriffliche Bestimmung in den drei Amtssprachen.

Stand: Projekt ist abgeschlossen.

Anne Berthou
Anne Berthou, Cheffe de projet, Institut de santé et d'économie (ISE), Bâtiment la Ruche
Site de Cery

1008 Prilly (Suisse)

Tel. direkt : + 41 21 641 05 83
Tel. Sekr.: + 41 21 641 05 80
Fax : + 41 21 641 05 81
Anne.Berthou@isesuisse.ch

Zum Seitenanfang zurück

 


Personbezogene Kontextfaktoren

Die MDK-Gemeinschaft hat bereits 2006 einen Vorschlag zur Klassifizierung von personbezogenen Faktoren unterbreitet, der sowohl in einer Langversion mit Kommentierungen als auch in einer Kurzfassung publiziert wurde.
Die "Kurzversion" ist integraler Bestandteil der MDK-internen Arbeitshilfe zur Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit in der sozialmedizinischen Beratung und Begutachtung (Arbeitshilfe "ICF").

Stand: Abgeschlossen.

Veröffentlichung:

  • Viol M. et al.: Personbezogene Kontextfaktoren, Teil I, Gesundheitswesen 2006; 68: 747-759
  • Viol M. et al.: Personbezogene Kontextfaktoren (Kurzversion), Teil II; Gesundheitswesen 2007; 69: 34-37

Ansprechpartnerin:
Dr. med. Sabine Grotkamp
Leiterin der SEG 1 der MDK Gemeinschaft
beim MDK Niedersachsen
Hildesheimer Straße 202
30519 Hannover

Tel.: +49 511 8785-2601
Fax: +49 511 8785-92601

Sabine.Grotkamp@mdkn.de

ICF Diskussionsforum des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Niedersachsen (MDKN)

Zuletzt aktualisiert: 03.05.2011

Zum Seitenanfang zurück

 


Rehab-Gespräche, ICF-strukturiert

Bei unseren Rehab-Gesprächen (Patient, Arzt, Physio, Pflege) wird die Gesprächsführung und -protokollierung nach dem ICF-Konzept geführt. Allgemein sind die Anwender damit sehr zufrieden (ca. 1.100 Patienten/Jahr).

Stand: Seit 2 Jahren routinemäßig angewandt.

Ansprechpartnerin:
med. prakt. Jutta Rosskopf
Gellertstraße 144, Postfach
4020 Basel
Schweiz

Tel.: +41 (61) 315 23 24
Fax:+41 (61) 315 23 34
Jutta.Rosskopf@bethesda.ch

BETHESDA

Zum Seitenanfang zurück

 


Synopsis von ICIDH und ICF

Tabellarische Gegenüberstellung der Dimensionen, Konstrukte und Komponenten der ICIDH und ICF mit ihren sozialrechtlichen Entsprechungen.

Stand: Das Projekt ist abgeschlossen.

Projektleiter:
Leistner, Klaus, Doz.Dr.med. MDS Essen
Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) Essen
Lützowstraße 53
45116 Essen

Tel.: +49 (0)201 8327 0
Fax:+49 (0)201 8327 490

Zum Seitenanfang zurück

 


Umsetzung der "International Classification of Functioning, Disability and Health" (ICF) in die Alltagspraxis der Neurorehabilitation

Ein interdisziplinäres Projektteam der Abteilung für Rehabilitation erarbeitete die Grundlagen zur ICF-Umsetzung im Abteilungsalltag. Ziel war es die ICF-Denkweise allen Mitarbeiterinnen vertraut zu machen und eine ICF-konforme Sprache an Rehabilitationsrapporten und in den Dokumentationen einzuführen. Als Erstes wurde für alle Domänen ein verbindlicher, einfacher ICF-Grundraster für die interdisziplinäre Anwendung definiert, der von den Spezialdisziplinen durch einen Fachraster zum Eigengebrauch erweitert wurde. Der Ablauf der interdisziplinären Rehabilitationsrapporte wurde auf der Basis der ICF-Systematik neu gestaltet. Diese bauen auf den Grundrastern auf, die Rapportabfolge erfolgt nicht mehr in Reihenfolge der verschiedenen behandelnden Fachbereichen, sondern sie bewegt sich entlang der ICF-Systematik (Funktion / Struktur - Aktivitäten / Partizipation - Kontext), wobei für jede Domäne festgelegt wurde, welcher Fachbereich die Erstinformationen gibt. Das seit April 2002 in den Abteilungsalltag umgesetzte Projekt führte zu einer Verbesserung der interdisziplinären Arbeitsprozesse und bewirkte ein systematischeres Vorgehen bei der Rehabilitationsplanung. Das Projekt ist abgeschlossen und im Alltag umgesetzt. Zur Zeit werden die Umsetzungsmodalitäten noch verfeinert, so ist ein Folgeprojekt zur "Rehabilitationszielformulierung auf ICF-Basis" geplant.

Stand: Abgeschlossen und im Alltag umgesetzt.

Dr. med. Hans Peter Rentsch
Leitender Arzt für Rehabilitation, Abteilung für Rehabilitation
Kantonsspital Luzern
6000 Luzern 16
Schweiz

Tel.: (+41) (0) 41 205 54 37
Hanspeter.rentsch@ksl.ch

Zum Seitenanfang zurück

 


Verwendung der ICF in der sozialmedizinischen Beurteilung: Eine explorative Studie zur Umsetzung in der neurologischen Rehabilitation

Leistungsbeurteilung in der neurologischen Rehabilitation

Stand: Projekt ist abgeschlossen.

Dipl.-Pol. Max Ueberle
Franz-Henle-Straße 2
65929 Frankfurt am Main

Tel.: +49 (0)69 24750714
Mobil: 0173 493 79 44
max.ueberle@gmx.de

Zum Seitenanfang zurück

 


Die Messung der Teilhabestörung nach SGB IX: Eine Multicenterstudie zur Machbarkeit

Für die Bereiche Bewegungsapparat und Neurologie wurden reharelevante Sachverhalte identifiziert und ein mnemonischer Drei-Letter-Code eingeführt, um die Brauchbarkeit und das Verständnis zu erleichtern, z.B. FAB – Familienbeziehungen. Das Messsystem basiert auf der Zuteilung von Deskriptoren aus ICD und ICF, die vom Arzt gradiert werden (Urban 2003). Somit können sowohl die Ausgangslage wie auch der Grad der Zielerreichung und das Rehabilitationsergebnis als Messgrößen angegeben werden. Ca. 260 Rehabilitanden aus vier Kliniken sind bis jetzt erfasst, die Rückmeldungen weisen auf eine gute Machbarkeit hin, die ersten Auswertungen laufen zur Zeit. Es läuft eine weitere Studie zur Bestimmung der Interrater-Reliabilität. Da jeder Patient von einem Arzt aus dem Akuthaus und zwei Ärzten aus der Rehaklinik beurteilt wird, kann die Interrater-Reliabilität auch fächerübergreifend bestimmt werden.

Stand: Abgeschlossen. Aus dem Projekt ist ein neuer Ansatz zur praxisorientierten Nutzung der ICF hervorgegangen.

Prof. Dr. med. Eckart Jacobi
eckart.jacobi@uni-ulm.de

Dr. Rainer Kaluscha
Institut für rehabilitationsmedizinische Forschung an der Universität Ulm
Tel. 07582 / 800 - 5201
Fax                     - 5200
Wuhrstr. 2 / 1
88422 Bad Buchau
rainer.kaluscha@uni-ulm.de

Tel.: +49 (0) 7564 304-163
Fax: +49 (0) 7564 304-8163

Website des Forschungsinstitutes für Rehabilitationsmedizin an der Universität Ulm

Zum Seitenanfang zurück

 


Diskursanalyse der ICF

Diskursanalyse der ICF, fokussiert werden: das Verständnis von Behinderung und der Normalitätsbegriff der ICF. Die Analyse wurde im November 2009 unter dem Titel: "Behinderung im internationalen Diskurs. Die flexible Klassifizierung der Weltgesundheitsorganisation" veröffentlich.

Stand: Abgeschlossen.

Marianne Hirschberg
FSP Biotechnik, Gesellschaft und UmweltFG Medizin/ Neurobiologie
Falkenried 94
20251 Hamburg

Tel.: +49 (0)40 42803-6313
Fax: +49 (0)40 42803-6315
m_hirschberg@gmx.de

Zuletzt aktualisiert am: 10.05.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Tesauros – Quantifizierte Befunddokumentation auf ICF-Basis

Tesauros ist eine Excel-Datei, mit der eine zeitoptimierte, standardisierte Befunddokumentation durchgeführt werden kann. Die Entwicklung erfolgte von Mai 2007 bis Dezember 2008. Im Erst- und Abschlussbefund entsteht mit Hilfe von Dropdown-Menüs und Verkettungen von Zellen ein Satz, der die Ebenen Aktivität/Partizipation, Funktion und Struktur variabel miteinander kombinieren kann, sie in einen direkten logischen Zusammenhang bringt und diese quantifiziert (nach den Richtlinien des Zentralverbandes der Physiotherapeuten). Das System wird von Physio- und Ergotherapeuten benutzt. Eine Weiterentwicklung im Bereich der Sprachtherapie ist möglich.

Das System wurde im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Hochschule Aalen im Fachbereich Informatik von April bis Oktober 2009 weiterentwickelt. In einem relationalen Datenbanksystem sind alle ICF-Items/-Kodierungen für eine standardisierte Befundaufnahme, die Zielsetzungen und die Verlaufsdokumentationen enthalten. Diese können auf Basis einer HTML-Technologie ausgewählt werden. Die Ebenen Aktivität/Partizipation, Funktion und Struktur werden dabei in Zusammenhang gebracht. Patientenziele können auf der Aktivitäts- und Partizipationsebene mit einer Prioritätsskala standardisiert festgelegt werden. Des Weiteren ist es möglich, die Beurteilungsmerkmale der ICF-Items mit international anerkannten Messverfahren zu verknüpfen. So entsteht ein differenziertes und standardisiertes Bild des Patienten.

Darüber hinaus ist der "Casemanagement-Index" (CMI), welcher vom Arbeitskreis ICF des Neurologischen Rehabilitationszentrums Godeshöhe entwickelt wurde, in die Software integriert worden. Der CMI stellt eine Verbindung aus Barthel-Index und ICF dar. Dabei lassen sich die Barthel-Punkte und die ICF-Kodierung auf Basis eines gekoppelten Auswahlmenüs darstellen.

Das gesamte System kann im Bereich der Physio-, Ergo- und Sprachtherapie sowie in der Pflege, der Neuropsychologie, dem Sozialdienst und von Ärzten benutzt werden und soll in einem Drittmittelprojekt weiterentwickelt werden.

Ziel:

  • Integration des CMI in den Klinikalltag
  • Weiterentwicklung der Software im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit
  • Verbindung des Systems mit anerkannten und zu entwickelnden Messverfahren zu den Beurteilungsmerkmalen jedes einzelnen ICF-Items (Fernziel).

Stand: Abgeschlossen.

Ansprechpartner:
Neurologisches Rehabilitationszentrum Godeshöhe
Hochschule Aalen

Arbeitskreis ICF des Neurologischen Rehabilitationszentrums Godeshöhe:
Dr. med. Guido Ketter
ketter@godeshoehe.de

Dr. med. Güldenberg
güldenberg@godeshoehe.de

Anna Marten
Thomas Stage
casemanagement@godeshoehe.de

Joachim Seidel
j.seidel@godeshoehe.de

Jochen Pfeifer
ambulanz-gsrt@godeshoehe.de
Waldstrasse 2-10
53177 Bonn-Bad Godesberg

Tel.:+49 (0)228 381-780

Hochschule Aalen (Fachbereich Informatik):
Prof. Dr. Rainer Werthebach
Rainer.Werthebach@htw-aalen.de
Tel.: +49 (0)7361 576 - 4347

B.Sc. Daniel Sebel
Daniel.Sebel@hotmail.de

Studien- und Abschlussarbeit (Hochschule Aalen)

Zuletzt aktualisiert am: 10.05.2012

Zum Seitenanfang zurück

 


Physiotherapie-Dokumentation

Aus dem Projekt "Tesauros – Quantifizierte Befunddokumentation auf ICF-Basis" wurde von Juli 2011 bis Januar 2012 die Physiotherapie-Dokumentation für den stationären Bereich des neurologischen Rehabilitationszentrums Godeshöhe entwickelt. Im Februar und März 2012 erfolgte die Schulung aller Physiotherapeuten und ab Mitte Mai wird das System in der bestehenden Klinikdatenbank genutzt.

Die Plattform für die Physiotherapie-Dokumentation ist wiederum eine Excel-Tabelle. Das Befundsystem wird für alle Patienten der Phase B bis D genutzt. Bei Aufnahme des Patienten legt das Case-Management die Aktivitäts-Items auf der zweiten Ebene fest. In Abhängigkeit zu diesen Items wählt der Physiotherapeut das für den Patienten zutreffende Item der dritten Ebene aus und beurteilt ihn mit den Beurteilungsmerkmalen 1 bis 3. Des Weiteren wählt der Therapeut die Körperfunktionen mit den dazugehörigen Strukturen aus und beurteilt diese.

Über den gesamten Rehabilitationsverlauf werden dann die im Aufnahmebefund festgelegten Aktivitäts-Items der dritten Ebene standardisiert beurteilt und aktualisiert. Für den Kostenträger entsteht eine einheitliche Verlaufsdokumentation nach ICF.

Im Abschlussbefund werden dann wieder dieselben Aktivitäts-Items des Aufnahmebefunds beurteilt sowie die Körperfunktionen und Strukturen. Alle Daten werden dann in einer Druckversion generiert.

Status: Abgeschlossen.

Weiterentwicklung: Es soll ein interdisziplinäres Dokumentationssystem für die gesamte motorische Abteilung, bestehend aus Physiotherapie und Ergotherapie, entstehen.

Ansprechpartner:
Dr. med. Guido Ketter
Waldstr. 2-10
53177 Bonn
ketter@godeshoehe.de

Jochen Pfeifer
Projektleitung, Programmierung, Entwicklung
ambulanz-gsrt@godeshoehe.de

Matthias von Heesen
Entwicklung

Thomas Stage
Entwicklung

Joachim Seidel
IT

Michael Ramershoven
Integration in die Klinikdatenbank

Zuletzt aktualisiert am: 10.05.2012

Zum Seitenanfang zurück