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Überleitungen für die ICD

Die Überleitungstabellen des DIMDI ordnen die Kodes von zwei aufeinanderfolgenden Klassifikationsversionen einander zu, sie beantworten z.B. die Frage: Welchem Kode der alten Version der ICD-10 entspricht ein bestimmter Kode der neuen Version und umgekehrt. Sie finden die Überleitungstabellen im Downloadcenter Klassifikationen im jeweiligen Versionsordner im Unterordner Metadaten und Überleitung.

Anwendungsmöglichkeiten klassifikatorischer Überleitungen

Überleitungen zwischen zwei Klassifikationen oder zwischen zwei Versionen einer Klassifikation sind immer zweckgebunden. So wird eine Überleitung für epidemiologische Zeitreihen anders aussehen als eine Überleitung für ein ökonomisches Mapping bei DRG-Systemen.

Bei den Überleitungstabellen des DIMDI handelt es sich um eine rein klassifikatorische Überleitung, jede Schlüsselnummer aus der einen Version soll so auf eine Schlüsselnummer der anderen Version abgebildet werden, dass sich die Inhalte der einen Schlüsselnummer in der anderen wiederfinden. Eine solche klassifikatorische Überleitung berücksichtigt jedoch nicht die unterschiedlichen Häufigkeiten oder die unterschiedlichen Kosten von Diagnosen, die unter einer Schlüsselnummer zusammengefasst sind.

Mit Hilfe der Überleitungstabellen kann man kodierte Daten auf die entsprechenden Kodes einer anderen Klassifikationsversion umschlüsseln. Überleitungstabellen unterstützen so z.B. die Fortsetzung statistischer Erhebungen über einen Versionswechsel hinweg (Zeitreihen).

Überleitungstabellen für die ICD

Für die ICD stellt das DIMDI Überleitungstabellen zwischen ICD-10-GM-(SGB-V)-Versionen, Überleitungstabellen zwischen ICD-10-WHO-Versionen und eine Überleitungstabelle zwischen den Revisionen ICD-9-WHO 6.0 und ICD-10-WHO 1.3 bereit. Sie finden die Überleitungstabellen im Downloadcenter Klassifikationen im Unterordner Überleitung im jeweiligen Ordner der Zielversion.

Aufbau der Überleitungstabellen

Die Überleitungstabellen bestehen aus drei Listen:

  • Liste der (alten) Kodes der Ausgangsversion mit ihren Klassentiteln
  • Liste der (neuen) Kodes der Zielversion mit ihren Klassentiteln
  • der sog. Umsteiger, die Liste der Zuordnungen Ausgangskode - Zielkode

Der Umsteiger enthält außer dem Kodepaar alter Kode - neuer Kode zwei weitere Spalten mit dem Hinweis, ob die Überleitung alt - neu bzw. neu - alt automatisch erfolgen kann oder händisch durchgeführt werden muss. Letzteres ist z.B. dann der Fall, wenn für einen Ausgangskode durch Kodedifferenzierung mehr als ein möglicher Zielkode zur Auswahl steht.

Überleitung von der ICD-9 auf die ICD-10-WHO

Die Überleitung von der ICD-9 der WHO auf die ICD-10-WHO erfolgt mit der Überleitungstabelle zwischen der ICD-9-WHO 6.0 und ICD-10-WHO 1.3, zu finden im  Downloadcenter Klassifikationen im Ordner der Zielversion 1.3 der ICD-10-WHO.

Überleitung von der ICD-9 auf die ICD-10-SGB-V

Eine Überleitung von der ICD-9 auf die SGB-V-Fassung der ICD-10 fehlt.

Die ICD-10-SGB-V Version 1.3 unterscheidet sich nur unwesentlich von der ICD-10-WHO Version 1.3: In der vereinfachten ICD-10-SGB-V sind die in Mitteleuropa sehr seltenen Diagnosen nur noch als Dreisteller (z.B. die Pest A20.-) enthalten, während die vierstelligen Schlüsselnummern aus der Systematik entfernt und in einem Anhang aufgeführt sind. Aus den Kapiteln XX und XXI sind nur die Schlüsselnummern aufgenommen, die für die Zwecke des SGB V benötigt werden.

Sie können daher wie folgt vorgehen:

  1. Überleitung der ICD-9-Kodes auf die Kodes der Version 1.3 der ICD-10-WHO
  2. Prüfen Sie, ob auf Kodes übergeleitet wurde, die in der SGB-V-Fassung nicht mehr enthalten sind: Wurde übergeleitet auf Kodes, die in der SGB-V-Fassung in den Anhang der in Mitteleuropa sehr seltenen Diagnosen ausgelagert wurden, oder auf Kodes der Kap. XX und XXI, die entfallen sind? Überleitungen auf solche Kodes müssen dann korrigiert und händisch auf die entsprechenden verbliebenen Dreisteller der seltenen Diagnosen bzw. auf passende Kodes der SGB-V-Fassung erfolgen.
  3. Danach liegen die ursprünglich nach ICD-9 kodierten Kodes als ICD-10-SGB-V-Kodes der Version 1.3 vor.

Eine weitere Überleitung zu anderen SGB-V- bzw. GM-Versionen erfolgt dann anhand der Überleitungstabellen der Folgeversionen.