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Metadaten zur ICD-10-WHO

Metadaten zur ICD-10-WHO enthalten zu jedem ICD-10-WHO-Kode zusätzliche Informationen, die bestimmte Plausibilitätsprüfungen und statistische Gruppierungen nach den Sonderverzeichnissen der ICD-10-WHO ermöglichen. Sie finden die Metadaten in einer maschinenlesbaren Fassung im Downloadcenter Klassifikationen im Unterordner Systematik der jeweiligen Jahresversion.

Umfang und Anwendungsmöglichkeiten der Metadaten

Die Metadaten sind ein aufbereiteter Auszug aus der Vierstelligen allgemeinen Systematik (VAS) der ICD-10-WHO. Die Daten umfassen alle drei- und vierstelligen Schlüsselnummern mit Klassentitel sowie die Überschriften der Gruppen und Kapitel. Die fünfstellige Schlüsselnummern sind optional und daher nicht enthalten. Diese Daten sind in Beziehung gesetzt zu den Sonderverzeichnissen zur Tabellierung der Mortalität und Morbidität im Anhang der Systematik der ICD-10-WHO (Mortalitätslisten, Morbiditätsliste).

Außerdem enthalten die Metadaten Angaben zum Geschlechts- und Altersbezug der einzelnen Schlüsselnummern. Es ist jeweils festgelegt, ob Verletzungen des Geschlechts- oder Altersbezugs als Kann- oder als Muss-Fehler zu behandeln sind. Ferner gibt es eine Markierung für in Mitteleuropa sehr seltene Krankheiten (sog. Exoten). Sie sind grundsätzlich als Kann-Fehler zu behandeln.

Mit den Metadaten können Sie Schlüsselnummern

  • entschlüssen,
  • nach Gruppen, Kapiteln und nach Sonderverzeichnissen der ICD-10-WHO für Statistiken gruppieren,
  • auf ihre formale Korrektheit prüfen und
  • gegen das Geschlecht und das Alter des Patienten prüfen.

Die Metadaten eignen sich für sich genommen nicht für den Aufbau von Kodiersoftware, da wesentliche Teile der ICD-10-WHO fehlen: Ohne die Inklusiva, Exklusiva und Hinweise zu den einzelnen Schlüsselnummern kann mit der Klassifikation nicht sinnvoll gearbeitet werden.