DIMDI - ICD-10-GM- und OPS-Vorschlagsverfahren


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Vorschlagsverfahren zur Pflege von OPS und ICD-10-GM für Zwecke des G-DRG-Systems

Im Folgenden finden Sie Informationen zum Vorschlagsverfahren OPS und ICD-10-GM, insbesondere zum zeitlichen Ablauf und zu den Vorschlagsformularen.

  1. Zeitlicher Verlauf
  2. Vorschlagsformulare für OPS- und ICD-10-GM-Änderungsvorschläge
  3. Vorschläge aus den Vorschlagsverfahren
  4. Bearbeitungs- und Abstimmungsprozess
  5. Gesichtspunkte für die Weiterentwicklung des OPS

§ 17b Krankenhausfinanzierungsgesetz schreibt die Einführung eines durchgängigen, leistungsorientierten und pauschalierenden Vergütungssystems in der stationären Versorgung vor, welches sich an einem international bereits eingesetzten Vergütungssystem auf der Grundlage der Diagnosis Related Groups (DRG) orientieren soll. Die Organe der Selbstverwaltung hatten seinerzeit vereinbart, die Grundstrukturen des Vergütungssystems an den australischen AR-DRGs zur orientieren und dieses System an die Erfordernisse des deutschen Gesundheitswesens anzupassen.

Grundlage des DRG-basierten Vergütungssystems sind die Diagnosen- und Prozedurenklassifikationen ICD-10-GM (vormals ICD-10-SGB-V) und OPS (vormals OPS-301), die bereits in der Vergangenheit für die Abrechnung von Sonderentgelten und Fallpauschalen in der stationären Versorgung verwendet wurden. Insbesondere in der Einführungsphase des DRG-Systems wird eine regelmäßige (meist jährliche) Weiterentwicklung der o.g. Klassifikationen und dabei ihre Anpassung an die Bedingungen des neuen Vergütungssystems erforderlich werden.

Um diesen Weiterentwicklungs- und Anpassungsprozess so transparent und effizient wie möglich zu gestalten, wurde das nachfolgend beschriebene Verfahren ausgearbeitet, welches die Koordinierung aller Beteiligten mit einschließt.

1. Zeitlicher Ablauf

Neue Versionen der o. g. Klassifikationen werden grundsätzlich zum Anfang eines Jahres wirksam. Für die Einführung neuer Versionen ist jedoch ein zeitlicher Vorlauf erforderlich, der Krankenhäusern und Software-Herstellern genügend Zeit lässt für Software-Anpassungen und Schulung.

Für die aktuell und in naher Zukunft stattfindenden weiteren Arbeiten am OPS und an der ICD-10-GM wurden bisher folgende Termine festgelegt:

Das Vorschlagsverfahren für die Versionen 2011 von ICD-10-GM und OPS ist abgeschlossen, Redaktionsschluss war der 28.02.2010.


Die Klassifikationen OPS und ICD-10-GM werden in einem kontinuierlichen Prozess fortlaufend bearbeitet und weiterentwickelt. Änderungsvorschläge, die bis zum Redaktionsschluss beim DIMDI eingehen, können im jeweils laufenden Revisionsverfahren berücksichtigt werden. Vorschläge, die später eingehen, können erst für das jeweils nächstjährige Revisionsverfahren berücksichtigt werden.

2. Vorschlagsformulare für OPS- und ICD-10-GM-Änderungsvorschläge

Änderungsvorschläge zu ICD und OPS werden vom DIMDI zentral über klassifikationsspezifische, elektronische Vorschlagsformulare entgegengenommen. Ausgefüllte Formulare können nur elektronisch an das DIMDI gesendet werden. Das DIMDI beabsichtigt, eingehende Vorschlagsformulare auf seinen Internetseiten zu veröffentlichen, um die Transparenz des Vorschlagsverfahrens zu erhöhen. Weitere Informationen zum Verfahren und zum Datenschutz finden Sie in den Formularen.

Vorschlagsformulare und E-Mail-Adresse werden jeweils mit Eröffnung des Vorschlagsverfahrens an dieser Stelle veröffentlicht.

3. Vorschläge aus den Vorschlagsverfahren

Die Vorschläge aus den abgeschlossenen Vorschlagsverfahren sind in tabellarischen Übersichten veröffentlicht.
Die Original-Vorschlagsbögen können Sie im Downloadcenter Klassifikationen unter der Kategorie ICD-10-GM bzw. OPS einsehen und herunterladen.
Bitte beachten Sie: Die eingesandten Änderungsvorschläge können unter Umständen urheberrechtlich geschützt sein. Daher kann eine Zustimmung des Einsenders vor Verwertung durch Dritte erforderlich sein.

Vorschläge für die ICD-10-GM
Vorschläge für den OPS

4. Bearbeitungs- und Abstimmungsprozess

Zwischen dem Eingang einer Anforderung an den OPS oder die ICD-10-GM und ihrer Umsetzung in einer neuen Version liegt ein aufwendiger Bearbeitungs- und Abstimmungsprozess, der alle Beteiligten am Entgeltsystem mit einschließt und in einem Ablaufdiagramm dargestellt ist.

Die eingegangenen Änderungsvorschläge werden - soweit nötig - für die Umsetzung in den betreffenden Klassifikationen aufbereitet. Dazu werden autorisierte Fachvertreter zu Rate gezogen, um inhaltliche Fragen zu klären.

Die aufbereiteten Vorschläge werden dann der Selbstverwaltung (im Diagramm: InEK), der BQS und den Arbeitsgruppen OPS bzw. ICD-10 zugesandt und - nach einer ausreichenden Vorbereitungszeit - in den Arbeitsgruppen diskutiert.

Die Arbeitsgruppen OPS und ICD-10 wurden vom Kuratorium für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen (KKG) eingesetzt mit dem Ziel, das DIMDI bei der Weiterentwicklung der Klassifikationen zu beraten. Die folgenden Organisationen sind in den Arbeitsgruppen vertreten:

  • Bundesärztekammer (BÄK)
  • Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
  • Spitzenverband Bund der Krankenkassen  (GKV-Spitzenverband)
  • Verband der privaten Krankenversicherungen (PKV)
  • Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK)
  • Unfallversicherungsträger (DGUV)
  • Deutsche Rentenversicherung (DRV)
  • Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
  • Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK)
  • Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS)
  • Institut des Bewertungsausschusses

Die Sitzungen der Arbeitsgruppen finden in regelmäßigen Abständen statt; zur weiteren Klärung inhaltlicher Fragen können autorisierte Fachvertreter zu den Sitzungen eingeladen werden.

Das Beratungsergebnis der Arbeitsgruppen ist jeweils eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung von OPS und  ICD-10-GM.

Ablaufdiagramm Vorschlagsverfahren (PDF, 53 kB)

5. Gesichtspunkte für die Weiterentwicklung des OPS

Der OPS (vormals OPS-301) ist ein nationaler Prozedurenschlüssel, der sich ursprünglich auf die Verschlüsselung von Operationen beschränkte und schrittweise an die Erfordernisse des australischen AR-DRG-Systems angepasst wurde. Bei der Weiterentwicklung des OPS steht seine Anwendung für die Zwecke des DRG-Systems und der damit zusammenhängenden externen Qualitätssicherung im Vordergrund. Es ist nicht beabsichtigt, den OPS zu einem umfassenden Prozeduren- oder Einzelleistungskatalog auszubauen, der allen erdenklichen Anforderungen der medizinischen Dokumentation genügen kann. Dennoch wird sich auch der weitere Ausbau des OPS - wie bisher - im Spannungsfeld unterschiedlicher Zielsetzungen bewegen.

Die Arbeitsgruppe OPS hat in ihrem Memorandum "Gesichtspunkte für zukünftige Revisionen des OPS" die wichtigsten Aspekte für die Weiterentwicklung des OPS zusammengestellt und bittet darum, diese Informationen bei der Erarbeitung von Vorschlägen für die Weiterentwicklung des Schlüssels zu berücksichtigen.

Gesichtspunkte für zukünftige Revisionen des OPS in der aktuellen Fassung vom 16.03.2007 (PDF, 24 kB)

Gesichtspunkte für zukünftige Revisionen des OPS-301 in der Fassung vom 06.03.2002 (PDF, 26 kB)

 

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