DIMDI medizinwissen, Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information

Institut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)


Seitentitel: DIMDI - ICD-10 Internationale Klassifikation der Krankheiten
Webadresse,URL: http://www.dimdi.de/de/klassi/diagnosen/icd10/index.htm

ICD-10
Internationale Klassifikation der Krankheiten
10. Revision

Ab dem 01.01.2010 ist zur Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung die ICD-10-GM Version 2010 anzuwenden.
Kostenfreie Referenzfassungen finden Sie im Downloadcenter Klassifikationen, die kostenpflichtigen Formate und die Preisinformationen finden Sie im DIMDI Webshop. Ab Juli sind alle Formate kostenfrei.

 

  ICD-10-GM 2011: Sondervorabversion "Leukämien und Lymphome"

 

Für die Todesursachenverschlüsselung gilt weiterhin die ICD-10-WHO Version 2006.

 

Die "Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" (ICD-10) wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt und im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit vom DIMDI ins Deutsche übertragen und herausgegeben. Die Abkürzung ICD steht für "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems", die Ziffer 10 bezeichnet die 10. Revision der Klassifikation. Die ICD-10 ist Teil der Familie der internationalen gesundheitsrelevanten Klassifikationen.

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es für die ICD-10 zwei wesentliche Einsatzbereiche:

1. Verschlüsselung von Todesursachen: ICD-10-WHO
2. Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung: ICD-10-GM

1. Verschlüsselung von Todesursachen

Die ICD-10 wird seit dem 01.01.1998 für die Verschlüsselung von Todesursachen eingesetzt und ist die Grundlage der amtlichen Todesursachenstatistik. Für diesen Zweck wird die ICD-10-WHO, die deutschsprachige WHO-Ausgabe der ICD-10, verwendet. Dabei handelt es sich um eine 1:1-Übertragung der englischsprachigen WHO-Originalausgabe. Die ICD-10-WHO besteht aus drei Teilen:

Zum Ausfüllen der Todesursachenbescheinigung und zur Todesursachenkodierung hat das Education Committee des WHO-Family of International Classification Network Rahmenlehrpläne erarbeitet.

2. Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung

Die ICD-10 wird seit dem 01.01.2000 zur Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung (§§ 295 und 301 SGB V) eingesetzt, insbesondere für die Zwecke des pauschalierenden Entgeltsystems G-DRG (German Diagnosis Related Groups). Für diese Zwecke wird die ICD-10-GM verwendet, die bis zum Jahr 2003 als ICD-10-SGB-V bezeichnet wurde. GM bedeutet "German Modification", SGB V steht für "Sozialgesetzbuch V". Diese spezielle Ausgabe der ICD-10 beruht auf der deutschsprachigen ICD-10-WHO-Ausgabe, wurde jedoch für die Zwecke des Sozialgesetzbuches V deutlich verändert. Die ICD-10-GM besteht aus zwei Teilen:

Zur Morbiditätskodierung hat das Education Committee des WHO-Family of International Classification Network einen Rahmenlehrplan erarbeitet.

Gültigkeitstabelle der Klassifikationen

In der Gültigkeitstabelle der Klassifikationen haben wir für Sie zusammengestellt, wann welche ICD-10-Version für die o.g. Zwecke in der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt wurde und wird. Dort finden Sie auch Hinweise auf die Bekanntmachungen des Bundesgesundheitsministeriums, mit denen die Version jeweils in Kraft gesetzt wurde.

Bei den ICD-10-Dateien des DIMDI handelt es sich um die reinen Klassifikationsdaten; das DIMDI stellt keine Kodiersoftware bereit.
 

Haben Sie noch Fragen oder Anregungen? Dann wenden Sie sich bitte an unser Helpdesk Klassifikationen:

Tel.: +49 221 4724-524
E-Mail: Helpdesk Klassifikationen

Weitere Informationen zur ICD-10: