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30.05.2012
Den vollständigen Bericht finden Sie kostenfrei zum Download auf unseren Webseiten.
Phytoöstrogene und Kräuter gegen Hitzewallungen
Bis Ende der 90er Jahre wurden Wechseljahres-Beschwerden meist hormonell behandelt. Studien zeigten jedoch, dass die eingesetzten Östrogen- und Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparate nicht immer wie erwartet oder sogar nachteilig wirkten: Teilweise stieg nach mehrjähriger Hormontherapie das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, eine Demenz zu entwickeln oder Lungenembolien zu erleiden.
Seitdem geraten verstärkt alternative Heilmittel und Methoden in den Fokus. Die Autoren verfolgen einige dieser Behandlungsansätze auf Basis wissenschaftlicher Studien in ihrem HTA-Bericht. Dabei fragen sie unter anderem, ob hormonähnliche Pflanzenstoffe (sog. Phytoöstrogene) und Kräuter Wechseljahres-Beschwerden lindern können und kommen u.a. zu folgenden Ergebnissen:
Allerdings beklagen die Autoren, die Wirksamkeit alternativer Behandlungsansätze nicht abschließend einschätzen zu können: Die Studien verfolgten zu viele verschiedene Behandlungsansätze und Endpunkte und entsprächen zu selten den Kriterien der Evidenz-basierten Medizin. Außerdem mussten Sie ihre Fragestellung auf postmenopausale Frauen beschränken, was die Übertragbarkeit auf Wechseljahres-Beschwerden im Allgemeinen begrenze.
Hintergrund: Wechseljahresbeschwerden
Die Wechseljahre beschreiben den Übergang zur nicht reproduktiven Phase im Leben einer Frau - meist in deren 50ern. Ein zentrales Ereignis ist die Veränderung des Hormonspiegels. Häufig treten Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen auf. Viele Frauen klagen auch über Herzbeschwerden, Muskel- und Gliederschmerzen sowie depressive Verstimmungen, Nervosität und Reizbarkeit.
Alternative Methoden zur Behandlung postmenopausaler
Beschwerden
Pamela Aidelsburger, Svenja Schauer, Kristin Grabein, Jürgen
Wasem
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