HTA-Bericht gewinnt David-Sackett-Preis


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DIMDI Aktuell HTA

In der chronologischen Übersicht finden Sie unsere News zum Informationssystem HTA aus den letzten zwei Jahren.


HTA-Bericht gewinnt David-Sackett-Preis

21.03.2012

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V. (DNEbM) hat den David-Sackett-Preis 2012 an die Autoren des HTA-Berichts "Individuelle Gesundheitsleistungen" verliehen. Es würdigt damit ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsversorgung.

Die Autoren sind Petra Schnell-Inderst, Theresa Hunger, Katharina Hintringer, Ruth Schwarzer, Vanadin Seifert-Klauss, Holger Gothe, Jürgen Wasem und Uwe Siebert. Ihr im Herbst 2011 vom DIMDI veröffentlichter Bericht fasst auf Basis wissenschaftlicher Studien den Stand des Wissens zu den sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) zusammen. Patienten bezahlen diese ärztlichen Leistungen normalerweise privat, da sie außerhalb des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung liegen.

Der Bericht hatte eine rege Diskussion um IGeL angestoßen. Schließlich fanden die Autoren keine wissenschaftliche Evidenz für einen Nutzen für die Patienten zu den beiden am häufigsten erbrachten IGeL: das Screening auf Grünen Star und das vaginale Ultraschall-Screening (VUS) auf Eierstock-/Gebärmutterkrebs. Das DIMDI hatte dazu bereits im Oktober 2011 Stellungnahmen der Autoren veröffentlicht.

Begründung zur Preisverleihung

Das DNEbM zeichnet den HTA-Bericht mit seinem Wissenschaftspreis aus, weil er wissenschaftlich hochwertig einen bisher selten öffentlich diskutierten Versorgungsbereich darstellt. Die Ergebnisse belegen, dass bei den beiden am häufigsten erbrachten Selbstzahler-Leistungen die wissenschaftliche Evidenz zu patientenrelevantem Nutzen missachtet wird.

Mit der Preisverleihung an die Autoren möchte das DNEbM die Aufmerksamkeit auf die Schutzfunktion der evidenzbasierten Medizin und auf die ethischen Aspekte dieses Versorgungsbereichs lenken. In seiner Laudatio betonte der stellvertretende Netzwerkvorsitzende Prof. Dr. David Klemperer, wie wichtig die wissenschaftliche Aufbereitung dieses Themas war und ist. Den Autoren des HTA-Berichtes und ihren Auftraggebern sei dafür ausdrücklich zu danken.

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