In dieser chronologischen Übersicht finden Sie unsere Pressemitteilungen aus den letzten drei Jahren.
22.12.2011
Grundlage für die amtliche Fassung ist die internationale ATC/DDD-Klassifikation der WHO. Diese wird ebenfalls einmal jährlich aktualisiert. Um dem deutschen Arzneimittelmarkt gerecht zu werden, wird sie jährlich an die Besonderheiten der Versorgungssituation in Deutschland angepasst. Dazu dient ein transparentes, regelgebundenes Verfahren. Das DIMDI gibt die ATC-Klassifikation im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit heraus.
Die Klassifikation erlaubt es, Tagestherapiekosten von Arzneimitteln anzugeben und zu vergleichen. Das ermöglichen die DDD-Angaben, die einzelnen Wirkstoffen zugeordnet werden. Gesetzliche Grundlage hierfür bildet § 73 Abs. 8 Satz 5 im Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V). Die DDD-Angaben beruhen auf der angenommenen mittleren täglichen Erhaltungsdosis für die Hauptindikation eines Wirkstoffes bei Erwachsenen. Sie entsprechen daher nicht zwangsweise der im Einzelfall angewendeten Dosierung eines Arzneimittels. Gleiches gilt für die auf dieser Basis errechneten Tagestherapiekosten.
Die aktuelle amtliche deutsche ATC/DDD-Klassifikation mit DDD und ihre Vorversionen erhalten Sie online beim DIMDI als PDF-Datei. Eine maschinenlesbare Fassung im Excel-Format finden Sie auf den Webseiten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).
Das DIMDI stellt über das Internet hochwertige Informationen für
alle Bereiche des Gesundheitswesens zur Verfügung. Es entwickelt
und betreibt datenbankgestützte Informationssysteme für
Arzneimittel und Medizinprodukte und verantwortet ein Programm zur
Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien (Health Technology Assessment,
HTA). Das DIMDI ist Herausgeber amtlicher medizinischer
Klassifikationen wie ICD-10-GM und OPS und pflegt medizinische
Terminologien, Thesauri, Nomenklaturen und Kataloge (z. B. MeSH,
UMDNS, Alpha-ID, LOINC, OID), die für die Gesundheitstelematik von
Bedeutung sind.
Das DIMDI ermöglicht den Online-Zugriff auf seine
Informationssysteme und über 60 Datenbanken aus der gesamten
Medizin. Dafür entwickelt und pflegt es moderne Software-Anwendungen und betreibt
ein eigenes Rechenzentrum.