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Informationssystem HTA - gesetzliche Grundlagen

Aufgrund der Neuregelung des § 135 Abs. 1 SGB V im Rahmen des 1. Gesetzes zur Neuordnung von Selbstverwaltung und Eigenverantwortung in der gesetzlichen Krankenversicherung (1. GKV-Neuordnungsgesetz - 1. NOG) vom 23. Juni 1997 wurde die Implementierung der Verfahren zur Bewertung von Technologien und Verfahren eine Ergänzung mit Blick auf die Evaluation und systematische Betrachtung von Leistungen im Sinne der evidenzbasierten Medizin eingeführt. Die Erfüllung dieser Aufgabe setzt voraus, dass der Bundesausschuss bzw. der hierfür eingerichtete Arbeitsausschuss "Ärztliche Behandlung" einen unmittelbaren Zugang hat zu den relevanten wissenschaftlichen Erkenntnissen. zum Gesetz »

Im Jahre 2000 erhielt das DIMDI den Auftrag, ein Informationssystem "Gesundheitsökonomische Evaluation medizinischer Verfahren und Technologien" (engl. Health Technology Assessment, HTA) zu errichten und zu betreiben. Neben der evidenzbasierten Medizin wurde damit auch das HTA Konzept in das deutsche Gesundheitswesen eingeführt. Dieser Auftrag ist festgeschrieben in (Artikel 19) GKV-Gesundheitsreformgesetz 2000 vom 22. Dezember 1999. In dieser frühen Implementierungsphase von HTA wurde dem DIMDI zudem die Aufgabe der Vergabe von Forschungsaufträgen erteilt. Mit der gesetzlichen Änderungen im Jahre 2003 wurde nicht nur ein neues Institut mit Bezug zur evidenzbasierten Medizin gegründet Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), sondern auch dem Institut das Recht gegeben werden, DIMDI direkte Berichte im HTA-Umfeld nach Artikel 33 des GKV-Modernisierungsgesetzes vom 14. November 2003 zu beauftragen. Diese Regelungen wurden im heutigen Gesetz über ein Informationssystem zur Bewertung medizinischer Technologien (MTInfoG) zusammengefasst.

Im Jahre 2015 wurde dieses Gesetz vor dem Hintergrund der Entwicklungen seit dem Jahre 1997 weiterentwickelt. HTA ist heute ein gesetzlich in Deutschland verankertes und in vielen Bereichen als Standard eingeführtes Konzept. Die Notwendigkeiten zum verbesserten Zugriff auf qualitätsgesicherte Informationen sind durch das Internet nicht geringer geworden, sondern es ist zunehmend schwer qualitativ hochwertige Daten zugreifen zu können. Zugleich wurden in zahlreichen Prozessen HTA-Verfahren als Grundlage der täglichen Arbeit implementiert. Die Aufgaben des DIMDI im MTInfoG wurden daher auf die Arbeiten im Informationssystem HTA fokussiert. Das Informationssystem erschließt den professionellen HTA-Nutzern einen schnelleren Zugang zu nationalen und internationalen relevanten Datenbanken und erfasst Studien und sonstige Materialien zum Stand der nationalen und internationalen wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der Technologiebewertung in der Medizin (Artikel 18 des Gesetzes zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG vom 16. Juli 2015)).

MTInfoG in der Änderung vom 16. Juli 2015:

„Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) errichtet und betreibt ein datenbankgestütztes Informationssystem für die Bewertung der Wirksamkeit oder der Effektivität sowie der Kosten medizinischer Verfahren und Technologien. Das Informationssystem erschließt den Zugang zu den relevanten Datenbanken und erfasst Studien und sonstige Materialien zum Stand der nationalen und internationalen wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der Technologiebewertung in der Medizin.“ (eigene nichtamtliche Zusammenstellung des Gesetzestextes) zum Gesetz »