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Geschichte des DIMDI

Das DIMDI wurde am 1. September 1969 als nicht-rechtsfähige Bundesanstalt gegründet, um Informationen aus der gesamten Medizin und ihren Randgebieten bereit zu stellen. Zu dieser Zeit gab es weder CD-ROM noch Mikroprozessoren. Die Informations- und Kommunikationstechnologie steckte 1969 noch in den Kinderschuhen. Die Informationsversorgung mittels elektronischer Medien war eine Zukunftsvorstellung weniger Visionäre - noch 1977 gab es weltweit nur rund 300 Datenbanken. Das Internet war noch völlig unbekannt.

Ein kurzer Überblick

Das DIMDI war lange Vorreiter als Datenbankanbieter für die Medizin und als Entwickler von Recherche-Anwendungen in Deutschland. In den ersten 20 Jahren stellte das DIMDI zunehmend Informationsquellen für den Geschäftsbereich des Gesundheitsministeriums und die medizinische Fachöffentlichkeit bereit, erschloss die Inhalte deutscher medizinischer Fachzeitschriften mithilfe von Schlagworten (Indexierung) und führte Auftragsrecherchen durch. Mit seinen Software-Entwicklungen gehörte das DIMDI zu den Pionieren der Datenbankbranche in Deutschland.

Die erste Datenbank beim DIMDI war MEDLINE von der NLM im Jahr 1970. Ihr folgten sukzessive viele weitere Datenbanken aus Medizin, Biologie und Veterinärmedizin. Forschungsinstitute und Fachbibliotheken konnten schon 1975 über DIMDINET selbständig online auf die Datenbanken beim DIMDI zugreifen - lange vor der Verbreitung des Internets. Viele Generationen von wissenschaftlich Tätigen im In- und Ausland nutzten seither den Rechercheservice des DIMDI für die Suche nach Fachliteratur und medizinischen Fakten.

Seit den 90er Jahren führten zahlreiche weitere gesetzliche Aufgaben zum heute sehr breiten und vielfältigen Aufgabenspektrum des DIMDI: Aufbau und Betrieb von speziellen Informationssystemen für Arzneimittel, Medizinprodukte, Health Technology Assessment (HTA) und die Arbeit an verschiedenen Klassifikationen, Terminologien, Nomenklaturen und Thesauri. Diese Begriff- und Ordnungssysteme dienen längst nicht mehr nur der eindeutigen Kodierung für epidemiologische Zwecke und als Grundlage für die Entgeltsysteme in Klinik und ärztlicher Praxis (G-DRG), sondern immer stärker dem elektronischen Datenaustausch in der Medizin (Gesundheitstelematik).

Mit diesen neuen Themen entwickelte sich das Institut zum heutigen Experten für medizinische Informationssysteme und Begriffssysteme an der Schnittstelle von Medizin und Informationstechnologie (IT). Entsprechend verstärkte sich die von Anbeginn intensive internationale Vernetzung des DIMDI, u. a. mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der europäischen Arzneimittelbehörde EMA, der National Library of Medicine (NLM, USA) u. v. m.

Auch zukünftig wird das DIMDI neue Informationssysteme aufbauen und vorhandene weiterentwickeln. Schwerpunkte liegen dabei auf der intelligenten Vernetzung von medizinischen Daten mit komfortablen Zugriffsmöglichkeiten für Gesundheitswesen und Politik, Forschung und Industrie, Patienten und Ärzte.

Ergänzende Informationen auf unserer Website:

Geschichte im Detail

1969-1991: Schwerpunkt medizinische Fachinformation

Eine wissenschaftliche Informationskrise zeichnete sich Ende der 1950er Jahre ab - auch in der Medizin. Die erstmalige Forderung nach einem eigenständigen Institut für medizinische Dokumentation wurde 1959 von Bundesärztekammer und Bundesrechnungshof formuliert.mehr »

1992-2009: Schwerpunkt medizinische Begriffssysteme und Informationssysteme

Bereits Mitte der 80er Jahre zeichneten sich Änderungen für die Arbeitsaufträge des DIMDI ab: Das Gesundheitsministerium setzte auf IT-Unterstützung bei der Umsetzung von Gesetzen, die medizinische Inhalte berührten. Daraus ergaben sich in den Folgejahren viele neue Aufgaben für das DIMDI: mehr »

Meilensteine des DIMDI

Die Liste der Meilensteine spiegelt die spannende Entwicklung des DIMDI in Schlaglichtern wider.mehr »