DIMDI medizinwissen, Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information

Institut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)


Seitentitel: Chemikalien und Kontaktallergie
Webadresse,URL: http://www.dimdi.de/de/db/dbinfo/ka00.htm

Chemikalien und Kontaktallergie (KA00)

Chemikalien und Kontaktallergie enthält Bewertungen der kontaktallergenen Wirkung von synthetisch hergestellten Chemikalien sowie chemisch definierten Inhaltsstoffen aus Naturprodukten. Zur Erkennung der kontaktallergenen Eigenschaften und zur Beurteilung ihrer entsprechenden Wirkungsstärke wurden neben klinischen Erfahrungen auch tierexperimentelle Befunde herangezogen.

 

 

Datenbank-Inhalt

Sachgebiete

Toxikologie/Medizin

DatenbanktypFaktendatenbank
SpracheDeutsch
Quellen

Arbeitskreis Allergenliste des BfR mit Experten aus Universitäten sowie Fachärzten, Vertretern der chemischen Industrie und von wissenschaftlichen Bundesoberbehörden

Datenbankgruppen

Für einige Fachgebiete gibt es vordefinierte Datenbankgruppen.

Die Datenbank Chemikalien und Kontaktallergie ist in folgenden Datenbankgruppen enthalten:
XTOXFACT.

Datenbank-Bestand

Umfang244 (Stand 03/2005)
Datenbestand

Den tagesaktuellen Datenbankumfang finden Sie im Update-Status.

AktualisierungsintervallKeine Aktualisierung

Recherche

Hinweise

Bei der bewertenden Zusammenstellung von Chemikalien mit kontaktallergenen Eigenschaften treten zwischen den einzelnen Stoffen und Stoffgruppen sehr große Unterschiede sowohl in der sensibilisierenden Wirkungsstärke als auch in der Häufigkeit des Auftretens der von Ihnen ausgelösten allergischen Reaktionen auf. Um homogene Gruppen von Stoffen mit vergleichbarer Wirkungsstärke und Bedeutung zu erhalten, wurden die Stoffe in 3 verschiedene Kategorien eingeteilt, die in der Datenbank suchbar sind:

  • Kategorie A: Bedeutendes Kontaktallergen
  • Kategorie B: Begründeter Hinweis auf kontaktallergene Wirkung
  • Kategorie C: Unbedeutendes Kontaktallergen oder fragliche kontaktallergene Wirkung

Daueraufträge (SDI) sind nicht möglich, da diese Archiv-Datenbank nur unregelmäßig bzw. nicht mehr aktualisiert wird.

Vokabular

Chemische Terminologie (NAME; SY; TE)

CAS-Nummern (CR) (Chemical Abstracts Service Registry Numbers)

Sprache des Vokabulars: Deutsch

Suchbare Textfelder

Folgende Dokumentabschnitte werden bei der Freitextsuche (FT) berücksichtigt:

Kategorie (GRC)
Erfahrungen am Menschen (HTOX)
Substanz (NAME)
Bemerkungen (NOTE)
Tierexperimentelle Ergebnisse (NTOX)
Synonyme (SY)
Schlussfolgerungen (TXHR)
Vorkommen (USE)

Suchsprache(n) im Basic Index:

Deutsch

Datenfelder, alphabetisch

Erläuterungen:

D = DISPLAY F = FIND S = SHOW
1 : Front-End-Maskierung wird empfohlen
2 : Wort für Wort mit Feldbezeichnung suchbar
3 : nur selektiv suchbar
(F): Feld ist nur Freitext suchbar (siehe Basic Index)  

Kommando Feldbezeichnung Beispiele Anmerkungen
D F S CR CAS-Nummer F CR=99-76-3  
S DAT Datenpflegeangaben    
D F S GRC Kategorie F GRC= bedeutendes kontaktallergen  
D F S GRCC Kategoriecode D GRCC=?
F GRCC=a
Zu GRC gehöriger Code.
(F) S HTOX Erfahrungen am Menschen F ekzem?/HTOX  
(F) S IDEN Identifizierung F mansonon/IDEN Feldgruppe. Anordnung der Felder: siehe hierarchische Tabelle.
S LINK Originaldokument   Originaldokument in WORD-Format
D F S MF Summenformel F MF=c21h36o2  
D F S NAME Substanz F NAME=urushiol Die Felder Name und Synonyme können gemeinsam durch das Feld TE abgesucht werden.
D F S ND Dokumentnummer F ND=ka147  
(F) S NOTE Bemerkungen F kreuzreaktivität/NOTE Zusätzliche Informationen z.B. Verweis Interaktionen.
(F) S NTOX Tierexperimentelle Ergebnisse F draize-test/NTOX  
S OSID Weitere Substanzidentifizierung    
D F² S RF Literatur F parker/RF  
D F S RL Dokumentenlänge RL:3664  
S SNUM Substanzidentifizierungsnummern    
S SSTRU Substanzstruktur   Graphische Darstellung der Substanzstruktur kann nur als WORD-Dokument aufgerufen werden.
S STRUCD Strukturformel    
D F S SY Synonyme F 2-Propenoic acid, 2-hydroxypropyl ester/SY Die Felder Name und Synonyme können gemeinsam durch das Feld TE abgesucht werden.
D F S TE Chemische Terminologie F TE=urushiol Erstreckt sich über NAME; SY.
(F) S TOXI Toxizität/ Wirkungen F kontaktdermatiden/TOXI Feldgruppe. Anordnung der Felder: siehe hierarchische Tabelle.
(F) S TXHR Schlussfolgerungen F hautirritation/TXHR  
(F) S USE Vorkommen F essigbaum/USE  
Datenfelder, systematisch

(Anordnung in der Dokumentationseinheit)

Erläuterungen:

D = DISPLAY F = FIND S = SHOW

1 : Front-End-Maskierung wird empfohlen
2 : Wort für Wort mit Feldbezeichnung suchbar
3 : nur selektiv suchbar
(F): Feld ist nur Freitext suchbar (siehe Basic Index)

Feldbezeichnung Kommando
++ DAT Datenpflegeangaben S
ND Dokumentennummer D F S
RL Dokumentenlänge D F S
++ IDEN Identifizierung (F) S
+ TE Chemische Terminologie D F S
NAME Substanz D F S
SY Synonyme D F S
+ SNUM Substanzidentifizierungsnummern S
CR CAS Nummer D F S
+ SSTRU Substanzstruktur S
MF Summenformel D F S
STRUCD Strukturformel S
+ OSID Weitere Substanzidentifizierung S
GRCC Kategoriecode D F S
GRC Kategorie D F S
++ USE Vorkommen (F) S
++ TOXI Toxizität / Wirkungen (F) S
HTOX Erfahrungen am Menschen (F) S
NTOX Tierexperimentelle Ergebnisse (F) S
THXR Schlussfolgerungen (F) S
++ NOTE Bemerkungen (F) S
++ RF Literatur D F² S
++ Link Originaldokument S
Ausgabe der Suchergebnisse

Mit den Ausgabekommandos: SHOW (S) / MAIL.

Je nach Copyrightbestimmung muss der Parameter USE= DLOAD hinzugefügt werden. Aus den gefundenen Dokumenten können alle Datenfelder, einzelne Datenfelder oder Gruppen von Datenfeldern angefordert werden. Werden die auszugebenden Felder im Kommando nicht explizit angegeben, so wird in allen Ausgabekommandos die Standardmenge (F=STD) ausgegeben.

Feldmengen bei der Ausgabe:

Kommando Ausgabe zugehörige Datenfelder
F=STD Standard Wie F= ALL
F= ALL alle Felder ND, RL, NAME, SY, CR, MF, STRUCD, GRCC, GRC, USE, HTOX, NTOX, TXHR, NOTE, RF, LINK
Suchbeispiel(e)

Mögliche Auswahl der Datenbank in der DIMDI ClassicSearch: SBAS KA00

1. Substanzsuche: Eine Substanzsuche kann durchgeführt werden mit Hilfe des Deskriptor- Identifiers TE (direkte Suche in den Feldern Name, Synonym) oder mit der CAS Registry Number (CR):

Suchprofil:

Parameter Suchschritt Trefferanzahl Suchformulierung
C=  244   KA00
S=  1   TE=CARABRON
  1   CR=1748-81-8

2. Thematische Suche: Es werden pflanzliche Inhaltsstoffe gesucht, die eine starke kontaktallergene Wirkung haben und Ekzeme beim Menschen auslösen.

Suchprofil:

Parameter Suchschritt Trefferanzahl Suchformulierung
C=  244   KA00
S=  9   PFLANZE#  OR PFLANZLICH?  OR ?BAUM  OR KRA#UT
  49   EKZEM?/HTOX
  84   HAUT?/HTOX
  118   3 OR 4
  100   GRCC=A
  3   AND 5  AND 6
Beispieldokument(e)

2/1 of 1   DIMDI: Chemikalien und Kontaktallergie (KA00) © BfR

++ DAT Datenpflegeangaben
   ND     Dokumentnummer: KA127
   MD     Maschinendatum: 14.01.2003
   RL     Dokumentlaenge: 3664
++ IDEN Identifizierung
 + TE Terminologie, chemische
   NAME   Substanz: (R)-3,4-Dimethoxydalbergion
   SY     Synonyme: (R)-2,3-Dimethoxy-5-(1-phenyl-2-propenyl)-2,5-cyclohexadiene-1,4-dione;
(R)-2,3-Dimethoxy-5-(1-phenylallyl)-p-benzochinon
 + SNUM Substanzidentifizierungsnummern
   CR    CAS-Nummer: 3755-64-4
 + SSTRU Substanzstruktur
   MF     Summenformel: C17H16O4
   STRUCD Strukturformel: B_3755-64-4.doc
 + OSID Weitere Substanzidentifizierung
   GRCC   Kategoriecode: A
   GRC    Kategorie: Bedeutendes Kontaktallergen
++ USE Vorkommen
  (R)-3,4-Dimethoxydalbergion ist ein Naturstoff und kommt als Chinon oder in Form seiner phenolischen Vorstufe in Konzentrationen von 0,5 % bis 3,5 % im Holz von Machaerium-Arten, insbesondere in Machaerium scleroxylon Tul. vor [8]. Das auch als Pao ferro, Caviuna vermelha, Moradillo, Santos-Palisander bezeichnete Holz stammt aus Südamerika (Brasilien) und wurde auch als Ersatz für Rio-Palisander (Dalbergia nigra) angeboten.
++ TOXI Toxizitaet/Wirkungen
   HTOX   Erfahrungen
          am Menschen:
Bei der Verarbeitung des Holzes zu Möbeln, Furnieren, Blasinstrumenten u.a. wurden Fälle von akuten Kontaktdermatiden bei den Exponierten in gehäuftem Umfange beobachtet, die auf die Einwirkung des feinen Holzstaubes zurückzuführen waren [1,2,3,5,6,8]. In einer Übersichtsarbeit wird über 140 Krankheitsfälle berichtet [4]. Als auslösendes Agens wurde das stark sensibilisierende R-3,4-Dimethoxydalbergion erkannt [8]. Noch in geringen Konzentrationen von 0,1 % und darunter wurden positive Epikutan-Teste erhalten. Das hohe Sensibilisierungspotential, welches das von anderen Dalbergionen deutlich übertrifft, geht auch daraus hervor, dass eine einmalige, in Form eines üblichen Epikutan-Testes vorgenommene Applikation mit Machaerium-Holzstaub Sensibilisierungen induziert hat [7].
   NTOX   Tierexperiment.
          Ergebnisse:
An Meerschweinchen wurde mit Hilfe einer relativ unempfindlichen Methode (zweimalige subkutane Injektion einer 1/100 molaren Lösung mit FCA im Abstand von 4 Tagen) das hohe Sensibilisierungspotential bestätigt. Bei der Auslösebehandlung reagierten noch 11 von 12 Tieren auf eine 1/500 molare Lösung (etwa 0,06 %), auf eine 1/1000 molare Lösung ( ca. 0,03 %) noch 10 von 12 Tieren schwach bis deutlich positiv [9].
   TXHR   Schluss-
          folgerung:
(R)-3,4-Dimethoxydalbergion wirkt sowohl beim Menschen als auch beim Tier stark sensibilisierend. Es besitzt das stärkste Sensibilisierungsvermögen aller Dalbergione. Es gehört nach Primin (Becherprimel) und Desoxylapachol (Teakholz) zu den stärksten, natürlich vorkommenden Allergenen von Chinon-Struktur [9].
++ RF Literatur
  [1]Beck, M.H.; Hausen, B.M.; Dave, V.K.: Allergic contact dermatitis from Machaerium scleroxylon Tul. in a joinery shop. Clin. Exp. Dermatol. 9, 159-166 (1984);
[2]Chieregata, C.; Vincenzi, C.; Guerra, L.; Rapacchiale, S.: Occupational airborne contact dermatitis from Machaerium scleroxylon. Contact Dermatitis 29, 164-165 (1993);
[3]Conde-Salazar, L.; Garcia-Diez, A.; Rafeensberger, F.: Contact allergy to the Brazilian rosewood substitute Machaerium scleroxylon Tul. (Pao ferro). Contact Dermatitis 6, 246-250 (1980);
[4]Hausen, B.M.: Häufigkeit und Bedeutung toxischer und allergischer Kontaktdermatiden durch Machaerium scleroxylon Tul., einem Ersatzholz für Palisander (Dalbergia nigra All.). Hautarzt 33, 321-328 (1982);
[5]Hjorth, N.: Occupational dermatitis from Pao ferro. Contact Dermatitis Newsletter 16, 473 (1974);
[6]Holst, R.; Kirby, J.; Magnusson, B.: Sensitization to tropical woods giving erythema multiforme-like eruptions. Contact Dermatitis 2, 295-296;
[7]Maibach, H.J.: Active sensitization to wood extracts. Contact Dermatitis Newsletter 7, 149 (1970);
[8]Morgan, J.W.W.; Orsler, R.J.; Wilkinson, D.S.: Dermatitis due to the wood dusts of Khaya anthotheca and Machaerium scleroxylon. Br. J. Ind. Med. 25, 119-125 (1969);
[9]Schulz, K.H.; Garbe, I.; Hausen, B.M.; et al.: The sensitizing capacity of naturally occuring quinones. Benzoquinones. Arch. Dermatol. Res. 264, 275-286 (1979)
++ LINK Originaldokument
  3755-64-4.doc

Ausgabe-Format: SHOW F=STD

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