DAHTA-Datenbank


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DAHTA-Datenbank (DAHTA)

Die DAHTA-Datenbank enthält die in Deutschland erstellten HTA-Berichte der Deutschen Agentur für Health Technology Assessment des DIMDI (DAHTA des DIMDI) sowie anderer Institutionen im deutschen Gesundheitswesen wie der Bundesärztekammer oder den Bundesausschüssen.

Zudem werden kontinuierlich aktuelle internationale HTA-Berichte zusammen mit der deutschen Übersetzung der ausführlichen Zusammenfassungen eingestellt. Ergänzend stehen Kommentare und wesentliche Informationen, die nach Veröffentlichung eines Berichts erschienen sind, zur Verfügung. Die Datenbank ist Teil des Informationssystems HTA des DIMDI und ist auch über den HTA-Bereich der DIMDI-Website zu erreichen. Die Suche ist  zum Beispiel nach Autor, Erscheinungsjahr oder Schlagwort möglich.

 

 

Datenbank-Inhalt

Sachgebiete

Bewertung medizinischer Verfahren, Medizin, Gesundheitsökonomie, soziale und ethische Aspekte

DatenbanktypLiteraturdatenbank
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Quellen
  • HTA-Berichte
  • methodische Informationen
  • Kommentare
  • Ergänzungen
  • Aktualisierungen
Datenbankgruppen

Für einige Fachgebiete gibt es vordefinierte Datenbankgruppen.

Die Datenbank DAHTA-Datenbank ist in folgenden Datenbankgruppen enthalten:
XHTA, XMEDALL.

Datenbank-Bestand

Umfang312 (Stand 06/2012)
Datenbestand

Den tagesaktuellen Datenbankumfang finden Sie im Update-Status.

AktualisierungsintervallUnregelmäßig

Recherche

Hinweise

Daueraufträge (SDI) sind für Premium-Kunden möglich.

Vokabular

Controlled Terms (CT)
Sprache des Vokabulars: Englisch

Controlled Terms Ger (CTG)
Sprache des Vokabulars: Deutsch

Device Name (UMDNS Engl) (IT)
Sprache des Vokabulars: Englisch

Device Name (UMDNS Ger) (ITG)
Sprache des Vokabulars: Deutsch

Uncontrolled Terms (UT)
Sprache des Vokabulars: Englisch

Uncontrolled Terms Ger (UTG)
Sprache des Vokabulars: Deutsch

Suchbare Textfelder

Folgende Dokumentabschnitte werden bei der Freitextsuche (FT) berücksichtigt:

Abstract (AB)
ATC English (ATCE)
ATC German (ATCG)
Controlled Terms (CT)
Controlled Terms Ger (CTG)
Document Type (DT)
Device Name (UMDNS Engl) (IT)
Device Name (UMDNS Ger) (ITG)
Notes (NOTE)
Publishing Data (PU)
Series Title (SE)
Title (TI)
Uncontrolled Terms (UT)
Uncontrolled Terms Ger (UTG)

Suchsprache(n) im Basic Index:

Deutsch; Englisch

Datenfelder, alphabetisch

Erläuterungen:

D = DISPLAY F = FIND S = SHOW
1 : Front-End-Maskierung wird empfohlen
2 : Wort für Wort mit Feldbezeichnung suchbar
3 : nur selektiv suchbar
(F): Feld ist nur Freitext suchbar (siehe Basic Index)   

 

Kommando Feldbezeichnung Beispiele Anmerkungen
  (F) S AB Abstract F heart/AB Viele Abstracts zweisprachig (in Deutsch und Englisch).
D F   AI Abstract Indicator F … AND AI=?
F AI= abstract online
D AI=?
Sucht nach Dokumenten mit einem Abstract online.
D F S ATC ATC Code F ATC=l03ab Nummer der Anatomisch-therapeutisch-chemischen Klassifikation (ATC). Nicht in jedem Dokument vorhanden.
D F S ATCE ATC English F ATCE= interferons
F glucocorticoids/ATCE
Nicht in jedem Dokument vorhanden.
D F S ATCG ATC German F ATCG= interferone
F glucocorticoide/ATCG
Nicht in jedem Dokument vorhanden.
D F S AU Author F AU=heiderhoff m
D AU=droste?
Endmaskierung ist sinnvoll, wenn Vorname(n) nicht bekannt.
D F S CT Controlled Terms F CT=back pain
F health policy/CT
MeSH-Begriffe nicht in jedem Dokument enthalten.
D F S CTG Controlled Terms Ger F CTG=rückenschmerzen  
D F S DOI Digital Object Identifier D DOI=?
F DOI="10.1002/ab.20196"
Muss in Anführungszeichen gesetzt werden.
DOI ist ein eindeutiger und unveränderlicher Code für digitale Objekte.
D F S DT Document Type F DT=tagungsband
F hta-bericht/DT
D DT=?
Nur zwei Dokumenttypen: HTA-Bericht und Tagungsband
D F S EDR Editor F EDR=rüther a
D EDR=?
 
D F S EDT Edition Statement F EDT=1. auflage  Ist Teil von SO.
D F S IC Device Code (UMDNS) F IC=10-688 Enthält die UMDNS Nummer. Nicht in jedem Dokument vorhanden.
D F S ICD ICD Number F ICD=d3? Enthält Schlüsselnummern der Internationale Klassifikation der Krankheiten / International Classification of Diseases (ICD). Nicht in jedem Dokument vorhanden.
D F S ICDCH ICD Chapter F ICDCH=j00-j99 Nicht in jedem Dokument vorhanden.
D F S ICF ICF Number F ICF=b2300 Enthält Schlüsselnummern der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit / International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF). Nicht in jedem Dokument vorhanden.
D F S ISBN ISBN F ISBN=3-7890-5898-X Internationale Standard Buchnummer. 
D F S ISSN ISSN F ISSN=1548-923X Internationale Standard Zeitschriftennummer
D F S IT Device Name (UMDNS Engl) F IT=catheter?
F scanner?/IT
D IT=?
Enthält den englischen UMDNS-Begriff. Nicht in jedem Dokument vorhanden.
D F S ITG Device Name (UMDNS Ger) F ITG=katheter?
F röntgenaufnahmegerät/ITG
Enthält den deutschen UMDNS-Begriff. Nicht in jedem Dokument vorhanden.
D F S LA Language F … AND LA=germ  
D F   METH Methods F METH=ja METH=ja: Bericht behandelt Methode zur Durchführung von HTA.
D F S ND Number of Document F ND=dahta1  
D 2 F 2 S NOTE Notes F NOTE=?
F full-text/NOTE
Nur in wenigen Dokumenten vorhanden.
D F S NR Number of Report F NR=bua023 Enthält Nummern der Prozedurenklassifikation (OPS).
(F) S OTI Original Title F diagnose/OTI Titel in Originalsprache. Ist Teil von TI.
D F S OPS OPS Number F OPS=3-003 OPS 301 SGB V. Nicht in jedem Dokument vorhanden.
D 2 F 2 S PU Publishing Data F PU=nomos verlagsgesellschaft
F medicombooks/PU
Name und Ort der publizierenden Einrichtung.
D F S PY Publication Year F … AND PY=2003 Ist Teil von SO.
D 2 F 2 S SE Series Title F SE=schriftenreihe hta
F dimdi/SE
Name der Schriftenreihe.
    S SO Source SO: VOL: 8 (1. Auflage) /2003/ http://portal.dimdi.de/de/hta/hta_berichte/
hta069_bericht_de.pdf (1,0 MB)
Enthält VOL, EDT, PY und URLSO.
  (F) S TI Title F diagnose/TI
F diagnosis/TI
Enthält OTI (Original Title) und TTI (Translated Title).
    S TRANS Translations TRANS: Abstract in English  
(F) S TTI Translated Title F diagnosis/TTI Übersetzter Titel. Ist Teil von TI.
    S URLSO URL in Source URLSO: http://www.dimdi.de/de/hta/hta_berichte/
hta063_bericht_de.pdf
Links zum Volltext und weiteren PDF-Dokumenten. Teil von SO.
D F S URN Uniform Resource Name F URN=urn:nbn:de:0183-hta000063L4
D URN=?
 
D F S UT Uncontrolled Terms F UT= cancer
F efficacy/UT
 
D F S UTG Uncontrolled Terms Ger F kosteneffektivität/UTG
F UTG=krebs
 
    S VOL Volume VOL: 7 Ist Teil von SO.
Ausgabe der Suchergebnisse

Mit den Ausgabekommandos: SHOW (S) / MAIL / SDI.

Je nach Copyrightbestimmung muss der Parameter USE= DLOAD hinzugefügt werden.

Aus den gefundenen Dokumenten können alle Datenfelder, einzelne Datenfelder oder Gruppen von Datenfeldern angefordert werden. Werden die auszugebenden Felder im Kommando nicht explizit angegeben, so wird in allen Ausgabekommandos die Standardmenge (F=STD) ausgegeben.

Feldmengen bei der Ausgabe:

Kommando Ausgabe zugehörige Datenfelder
F=STD Standard Wie F= ALL
F= ALL alle Felder ND, NR, AU, TI, PU, SE, EDR, SO (einschl. VOL, EDT, PY, URLSO), NOTE, LA, DT, ISBN, CTG, CT, UTG, UT, ICD, ICDCH, ICF, OPS, ATC, ATCG, ATCE, IC, ITG, IT, AB
F=BIB Bibliografische Felder ND, NR, AU, TI, PU, SE, EDR, SO, NOTE, LA, DT, ISBN
F=DES Deskriptoren CTG, CT, UTG, UT, ICD, ICDCH, ICF, OPS, ATC, ATCG, ATCE, IC, ITG, IT

 

Suchbeispiel(e)

Thema: Gesucht werden HTA-Berichte zum Thema der Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft.

Suchprofil:

Parameter Suchschritt Trefferanzahl Suchformulierung
C= 1 9   DAHTA
S= 2 3   SCHWANGERSCHAFT?
  3 10   ULTRASCHALL?
  4 35   ?UNTERSUCHUNG?
  5 2   2 AND 3 AND 4
Beispieldokument(e)

2/1 of 1 DIMDI: DAHTA-Datenbank (DAHTA) © Bundesministerium für Gesundheit

ND:  DAHTA4
NR:  DIMDI004
AU:  Droste S; Brand A
TI:  Biochemisches Screening für fetale Chromosomenanomalien und Neuralrohrdefekte - eine Verfahrensbewertung
Biochemical screening for fetal chromosomal abnormalities and neural tube defects - a technology assessment
PU:  Nomos Verlagsgesellschaft; Baden-Baden
SE:  Schriftenreihe HTA des DIMDI (Medizinische Hochschule Hannover)
EDR:  Schwartz FW; Köbberling J; Raspe H; Schulenburg JM Graf von der
SO: VOL: 4 (1. Auflage) /2001/
  http://portal.dimdi.de/de/hta/hta_berichte/hta004_bericht_de.pdf (1,2 MB)
LA:  German
DT:  HTA-Bericht
ISBN:  3-7890-7231-1
CTG:  PRÄNATALE DIAGNOSTIK; BIOLOGISCHE MARKER; REIHENUNTERSUCHUNG; ETHIK; TECHNOLOGIE, MEDIZINISCHE; ÜBERSICHTSLITERATUR
CT:  PRENATAL DIAGNOSIS; BIOLOGICAL MARKERS; MASS SCREENING; ETHICS; TECHNOLOGY ASSESSMENT, BIOMEDICAL; REVIEW LITERATURE
UTG:  BIOCHEMIE; SCREENING; CHROMOSOMENANOMALIEN; NEURALOHRDEFEKTE
UT:  SCREENING; CHROMOSOMES ABERRATIONS; NEUTRAL TUBE DEFECTS
ICD:  Q99.9; Q05.9
AB:  HINTERGRUND: Chromosomenanomalien und Neuralrohrdefekte sind angeborene Fehlbildungen mit einer hohen individuellen Krankheitslast. Es handelt sich um seltene Störungen, die doch mit höherem Alter der Schwangeren zunehmen. Um Chromosomenanomalien und Neuralrohrdefekte bei Schwangeren ab dem 35. Lebensjahr möglichst frühzeitig während der Schwangerschaft zu erkennen, wurde bislang die Durchführung einer Amniozentese empfohlen. Seit Beginn der 90er Jahre wird das sog. biochemische Screening (bei Kombination von drei Parameter wird das Screening auch als Triple-Test" bezeichnet) als vorgelagerte Maßnahme propagiert: Hier wird durch Kombination verschiedener v.a. biochemischer Parameter die individuelle Risikowahrscheinlichkeit einer Schwangeren für das Vorliegen einer fetalen Chromosomenanomalie und/oder eines Neuralrohrdefektes berechnet. Besteht ein im Vergleich zur (altersentsprechenden) Normalbevölkerung erhöhtes Risiko, wird die Diagnose mit invasiven diagnostischen Verfahren (v.a. Amniozentese) gesichert. Die gegenwärtig einzige präventive" Intervention besteht in der vorzeitigen Terminierung der Schwangerschaft. FRAGESTELLUNG: Läßt sich auf der Basis bestehenden Wissens die Effektivität des biochemischen Screenings bestimmen, kann das biochemische Screening dazu beitragen, die hohe Zahl der durchgeführten Amniozentesen zu reduzieren und ist es sinnvoll, in der Bundesrepublik Deutschland ein Screeningprogramm einzurichten? METHODIK: Zielpopulation sind alle schwangeren Frauen. Primärer Ergebnisparameter ist die Entdeckungsrate. Recherchiert wurden Publikations- und Projektlisten von internationalen Technology Assessment Institutionen. Darüber hinaus wurden systematische Literaturrecherchen in verschiedenen biomedizinischen und HTA-spezifischen Datenbanken durchgeführt. Die Publikationen mußten definierte Kriterien erfüllen. Die methodische Qualität wurde anhand von Checklisten beurteilt. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurden sechszehn Übersichtsarbeiten bzw. Meta-Analysen und Entscheidungsanalysen sowie neun Primärstudien herangezogen. ERGEBNISSE: Es besteht eine hohe Konsistenz der Ergebnisse bezüglich der Sensitivität und Spezifität unterschiedlicher Kombinationen biochemischer und sonographischer Parameter zu unterschiedlichen Durchführungszeitpunkten. Bei einer falsch-positiv Rate von 5% beträgt die Entdeckungsrate (Sensitivität) im Zweittrimenon-Screening [15.-18. Schwangerschaftswoche (SSW)] durchschnittlich zwischen 60% und 65%. Die höchsten Entdeckungsraten werden für die Kombination von maternalem Alter mit AFP, hCG und uE3, evtl. ergänzt um das Inhibin A, erzielt. Die Entdeckungsrate beim Ersttrimenon-Screening (10.-14. SSW) liegt durchschnittlich zwischen 70% und 75% (falsch-positiv Rate von 5%). Höchste Entdeckungsraten werden für die Kombination von maternalem Alter mit der fetalen Nackentransparenz, PAPP-A und freiem -hCG verzeichnet. Die Entdeckungsraten bei jüngeren Schwangeren sind sowohl im Erst- als auch im Zweittrimenon-Screening deutlich geringer. Voraussetzung für diese Entdeckungsraten ist u.a. die exakte (d.h. sonographische) Bestimmung des Schwangerschaftsalters vor Durchführung des biochemischen Screenings. Die Abklärung auffälliger Screeningbefunde durch Standardamniozentese (16.-18. SSW) ist mit einem prozedurbedingten Spontanabort von 1% verbunden. Um informierte und qualifizierte Entscheidungen der Schwangeren zu gewährleisten, sind vor der Durchführung des Screenings, bei der Mitteilung des Ergebnisses und bei evtl. sich daraus ergebenden Konsequenzen Aufklärung und Information zentrale Voraussetzungen. Das Zweittrimenon-Screening kann mit ethischen Problemen behaftet sein, da bei Vorliegen einer fetalen Chromosomenstörung eine evtl. von der Schwangeren gewünschte Terminierung in einem relativ weit fortgeschrittenen Schwangerschaftsalter erfolgt. Derzeit werden neue gentechnische Verfahren untersucht (z.B. Gewinnung fetaler Zellen aus dem maternalen Blut mit anschließender Bestimmung der häufigsten Chromosomenanomalien, spezifische sonographische Marker), die - ebenfalls als nichtinvasive Methoden - eine erheblich größere Sensitivität versprechen und bei denen zudem die Ergebnisse deutlich schneller vorliegen werden als nach biochemischem Screening. SCHLUßFOLGERUNGEN: Das biochemische Screening kann einen Beitrag zur pränatalen Entdeckung von Chromosomenstörungen und Neuralrohrdefekten leisten. Die Effektivität der untersuchten Parameterkombinationen ist größer als die des Screenings nach ausschließlich maternalem Alter. Das biochemische Screening kann - unter Beachtung der Sensitivität - durch Ausschluß von fetalen Störungen die Zahl der invasiven diagnostischen Verfahren (v.a. Amniozentesen) senken, z.B. durch Bestimmung des individuellen Risikos vor einer geplanten Amniozentese und Verzicht auf weitere diagnostische Maßnahmen im Falle eines unauffälligen Ergebnisses. Die exakte Bestimmung des Schwangerschaftsalters ist für die Validität des Screeningergebnisses von großer Bedeutung. Angezeigt ist eine sonographische Bestimmung vor Durchführung des biochemischen Screenings. Die Entdeckungsrate von fetalen Chromosomenanomalien ist durch das biochemische Screening bei älteren Schwangeren größer als bei jüngeren Schwangeren. Unter älteren Schwangeren sind die Ängste bei einem positivem Testergebnis weniger groß, es werden in geringerem Umfang invasive diagnostische Verfahren zur Abklärung in Anspruch genommen und es kommt seltener zum Abbruch einer Schwangerschaft bei Vorliegen einer Chromosomenanomalie oder Neuralrohrdefektes. Eine Altersgrenze von 35 Jahren zur Differenzierung zwischen jüngeren und älteren Schwangeren ist nicht zwingend. Die Verfahren zur Diagnosesicherung nach auffälligem Screeningtest sind mit maternalen und fetalen Risiken verbunden. In vielen Fällen - gerade bei jüngeren Schwangeren - ist das Risiko eines durch invasive Abklärungsdiagnostik bedingten Verlustes eines nicht betroffenen Feten um ein Vielfaches größer als das Risiko des Vorliegens einer Chromosomenanomalie oder eines Neuralrohrdefektes. Möglich ist ein biochemisches Screening im zweiten oder ersten Trimenon der Schwangerschaft mit einer jeweils unterschiedlichen Kombination biochemischer oder biochemischer und sonographischer Parameter. Das Screening im zweiten Trimenon [AFP, hCG und uE3 (und ggf. Inhibin A)] wird vielfach als Standardscreening angesehen und hat den Vorteil, im ambulanten Versorgungssystem der Bundesrepublik mit einer akzeptablen Sensitivität durchführbar zu sein. Das Screening im ersten Trimenon [fetale Nackentransparenz, PAPP-A und freies -hCG (und ggf. uE3)] weist eine höhere Entdeckungsrate auf und erlaubt eine frühere Diagnose. Eine evidenzbasierte Empfehlung zur Einführung eines biochemischen Screenings in Deutschland kann derzeit nicht gegeben werden, da das Zweittrimenonscreening aus ethischen Gründen - wegen der möglicherweise resultierenden Spätterminierungen - keine optimale Lösung darstellt und beim Ersttrimenonscreening die Messung der fetalen Nackentransparenz im ambulanten Versorgungsbereich nicht mit einer ausreichenden Sensitivität möglich ist. Ein Screeningprogramm sollte ein Ersttrimenon-Screening mit Ultraschalluntersuchungen in spezialisierten Zentren oder entsprechend qualifizierten Schwerpunktpraxen o.ä. umfassen. Im ökonomischen Bereich - z.B. welche Screeningstrategie unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte effizienter ist als andere - bestehen noch Wissenslücken, die durch weitere Analysen gedeckt werden sollten. Inwiefern das biochemische Screening angesichts neuer gentechnischer Methoden auch in Zukunft eine Bedeutung hat, wird zurückhaltend eingeschätzt. Deshalb kann die Erstellung eines nationalen Screeningprogramms für die Bundesrepublik Deutschland auf der Basis des biochemischen und sonographischen Screenings nur eine vorübergehende Lösung sein.
*** End of SHOW ***

Ausgabe-Format: SHOW F= ALL

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  • Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI)

    Waisenhausgasse 36-38a
    50676 Köln
    Tel.: +49 221 4724-1
    Fax: +49 221 4724-444

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