DIMDI - Informationssystem Datentransparenz


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Informationssystem Datentransparenz

Das Informationssystem Datentransparenz befindet sich zurzeit im Aufbau. Es wird zukünftig anonymisierte Versorgungsdaten der gesetzlichen Krankenkassen insbesondere für Analysen des Versorgungsgeschehens im Rahmen der Versorgungsforschung und für Steuerungsaufgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung bereitstellen. Die Daten beinhalten u.a. Angaben über ambulante und stationäre Behandlungen sowie zur Arzneimittelversorgung der gesetzlich Versicherten.

Mit einem Beginn von Datenauswertungen rechnen wir in der zweiten Jahreshälfte 2013. 

Daten zur Versorgungsforschung

Schon heute liefern die Krankenkassen pseudonymisierte Daten an das Bundesversicherungsamt für den morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA). Wir werden diese jährlichen Daten zukünftig erneut pseudonymisieren, um sie über mehrere Jahre hinweg zusammenführen zu können. Derartig vollständig waren diese Angaben bisher nicht verfügbar.

Grundsätzlich werden Versicherungsnummern durch Pseudonyme ersetzt. Rechtlich gefordert sind zudem weitere strenge Datenschutzvorkehrungen. So werden wir faktisch ausschließen, dass bei einer Nutzung der Daten einzelne Versicherte identifiziert werden können.

Gesetz regelt Datennutzung

Welche Institutionen Daten für welchen Zweck erhalten dürfen, regelt das Gesetz (§§303a bis 303e Sozialgesetzbuch V). Nur dieser Kreis kann zukünftig Versorgungsdaten über uns nutzen. Dazu gehören unter anderem bestimmte Einrichtungen der Krankenkassen, der Gemeinsame Bundesausschuss, Interessenvertretungen der Patienten und der Leistungserbringer auf Bundesebene sowie Institutionen der Forschung und Gesundheitsberichterstattung. Ihnen sollen die Daten z.B. helfen, die Qualität der Versorgung zu verbessern oder Leistungsressourcen zu planen.

Finanziert wird das Informationssystem durch die gesetzlichen Krankenkassen. Für die Aufbereitung der Daten durch das DIMDI können zudem Nutzungsgebühren anfallen.

Aufbau des Systems

Mit der Verordnung zur Umsetzung der Vorschriften über die Datentransparenz im Gesundheitswesen (Datentransparenzverordnung) erhielt das DIMDI die Aufgabe, das Informationssystem Datentransparenz zu realisieren. Zunächst erfordert dies Baumaßnahmen an unserem Rechenzentrum. Zudem müssen wir die organisatorischen Strukturen der vollständig voneinander zu trennenden Vertrauens- und Datenaufbereitungsstelle aufbauen und Personal gewinnen. Erste Versorgungsdaten aus 2009 und 2010 erhalten wir zum 1. Februar 2013.
Derzeit erarbeiten wir die erforderlichen Workflows. Gemeinsam mit dem Bundesversicherungsamt und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bestimmen wir, wie die Daten übermittelt werden. Festzulegen und zu programmieren ist zudem ein Verfahren, um die jährlichen in jahresübergreifende Pseudonyme zu überführen. Darüber hinaus entwickeln wir ein Antragsformular, den Kriterienkatalog für die Bearbeitung von Anträgen, Prüfverfahren, einen Nutzungsvertrag und eine Gebührenordnung. Mit einer Datennutzung durch Dritte ist daher erst in der zweiten Jahreshälfte 2013 zu rechnen.

Fragen nach Terminen oder spezifischen Daten können wir beim aktuellen Entwicklungsstand leider noch nicht beantworten. Wir werden Sie jedoch hier über Fortschritte informieren.

Weitere Informationen im Web: